[Leben] Vorschulkind – stolz, stolzer, meine Tochter

„Wie lange sind noch Ferien Mama? Wann fängt der Kindergarten wieder an? Denn dann bin ich doch endlich ein Vorschulkind. Und es dauert nicht mehr lange, dann kann ich lesen und schreiben. Dann kann ich endlich alle Bücher selber lesen und muss nicht warten, bis sie mir einer von euch vorliest. Dann lese ich meiner kleinen Schwester abends ein Buch vor, damit wir Beide gut schlafen können.“

Tip Toi Buchstaben Buch

„Wenn ich ein Vorschulkind bin, lerne ich dann noch schneller lesen und schreiben?“

Stolz wie Bolle marschierte sie nun nach den Ferien wieder in den Kindergarten. „Ich bin jetzt hier die Große, ein Vorschulkind!“ Erhielt sie in der letzten Zeit ein Freundschaftsbuch, musste ich bei „Was ich einmal werden möchte“ stets Vorschulkind eintragen. Bis zu den Ferien schaute sie als Mittelkind zu den Großen auf. Und nun kann sie selbst die vielen tollen Sachen im Kindergarten mitmachen.

Ich weiß gar nicht so genau, wie lange mein Kind hier stets gesessen hat und einfach schreiben wollte. Ihren Namen, unsere Namen, die von Oma und Opa. Und wehe es klappt nicht. Sie ist so ehrgeizig, aber die Frustschwelle ist gleich Null (Ich hoffe ja noch, dass sich das bessert). Wenn es dann mit den Buchstaben nicht so klappte, dann waren die Zahlen und das Zählen dran. Ich war mir am Anfang nicht so sicher, in wie weit es nun gut ist, dass wir das mit ihr machen, wenn sie sich das einfordert, aber der Umkehrschluss ist: Was lernt sie daraus, wenn wir ihr das verweigern würden mit den Worten: Du bist aber noch kein Schulkind.

Tip Toi – spielerisches Lernen – nicht nur für Vorschulkinder

Letztes Jahr hat sie zum Geburtstag ein Tip Toi Starterset bekommen und greift immer wieder gerne darauf zurück. Irgendwann ergänzten wir die Bücherreihe um eine Zahlenbuch und recht frisch um das Buchstabenbuch. Das kann sie sowohl alleine machen, als auch mit uns zusammen. Es macht ihr viel Spaß und es gibt in den Büchern tolle Spiele. Vielleicht ist das ja ein kleiner Tipp für euch, wenn eure Kids auch alles aufsaugen, wie kleine Schwämme.

Tip Toi Zahlen Buch

Lasst die Kinder Kinder sein

Den Satz bekam ich kürzlich zu hören, als die Große erzählte, was sie schon alles schreiben kann. Aber ist es nicht so, dass man möchte, dass sich die Kinder entfalten und entwickeln können? Gehört es nicht auch dazu, sie darin zu unterstützen, wo sie gerade ihre Interessen ansiedeln?

Also sage ich auch: Lasst die Kinder Kinder sein, schaut sie euch an und hört ihnen zu, dann funktioniert das mit Sicherheit ganz gut. Wenn sie spielen möchten, lasst sie spielen. Wenn sie schreiben möchten, lasst sie schreiben. Wenn sie in den Arm genommen werden möchten, dann tut ihr das schließlich auch, oder? 😉

Wie handhabt ihr das?

Alles Liebe,
Tanja