Mittwoch, 17. Februar 2016

[Leben] Die Sache mit der Geduld - mein Vorsatz?

Mittlerweile ist es Mitte Februar. Das Jahr 2016 ist 1,5 Monate alt wir alle haben schon wieder fleissig daran gearbeitet, neue Erinnerungen zu schaffen. Schöne und vielleicht weniger schön. 

Typische Vorsätze finde ich nicht sinnvoll. Wenn ich etwas ändern möchte, dann nehme ich mir das sofort vor und nicht erst zum Jahreswechsel.

Dieses Mal stimmte aber das Timing. Das kleine Mädchen begann recht pünktlich sehr vehement damit, mir tagtäglich mehrfach fast immer ein "alleine" an den Kopf zu werfen. Um meine Geduld stand es nicht besonders gut. Eine ganz schlechte Kombination. Aber wenn ich eins von Kind Nummer 1 gelernt habe: es dauert doppelt so lange, wenn ich sie nicht alleine machen lasse (wenn es nicht gefährlich ist), weil sie im Zweifel wieder meine geholfenen Schritte rückgängig macht und von vorne anfängt, oder aber einen Wutanfall bekommt und auf dem Boden liegt. Ich meine, genaugenommen kann ich das auch verstehen. Aber im Alltag hatte ich das Gefühl, es geht eben schneller, wenn ich doch mal kurz mithelfe. 
  • Den Ärmel hochhalten, beim Versuch sich alleine anzuziehen. 
  • Bereits den Klettverschluss der Schuhe zu öffnen, damit sie auch weit genug auf sind, damit das Kind reinschlüpfen kann usw.

Kind Nummer 2 profitiert nun davon, dass ich auf Grund der Erfahrung mit der Großen gelernt habe, dass ich sie einfach machen lassen muss. Das ich nun dieses Vertrauen habe, dass ich weiß sie kann es. Ihr Wille ist so groß, dass sie das schafft und sie braucht meine Hilfe nicht. Denn ich habe noch etwas gelernt: wenn sie wirklich nicht weiterkommt, dann holt sie sich Hilfe: Regel Nummer 1 an dieser Stelle ist aber ganz klar: Immer zuletzt Mama fragen, erst einmal alle anderen anwesenden Personen abklappern. Daher muss aktuell meine Große viel mithelfen, die das aber sehr gerne macht und sich dann noch größer fühlt.
"Ich bin auch ein bisschen so wie eine Mama."

Um zum Eingangsthema zurückzukehren: Mein Vorsatz heißt Geduld. Geduld haben und mich entschleunigen. Dieser Punkt bezieht sich natürlich nicht nur auf die Kinder. Zum Großteil natürlich schon, aber generell habe ich daran zu arbeiten. Und bisher klappt das auch erstaunlich gut. Und es tut mir gut. Denn ändert es irgendetwas im Alltag, wenn man in Gedanken trommelnd irgendwo steht und gedanklich feststeckt, weil man sich so bei einer Sache verkrampft? Nein! 

Also schone ich meine Nerven, erfreue mich daran, dass die Kurze sich tatsächlich komplett selber anzieht, bis auf die Windel und Knöpfe schließen und bin einfach nur stolz auf sie!

Alles Liebe,
Tanja

1 Kommentar:

  1. Ich wünsche dir ganz viel Geduld!!!!
    Ich habe das Glück, das meine Kleine meist nach mir fragt, wenn etwas nicht klappt (aber auch das kann nerven). Von daher lasse ich sie kurz allein probieren und helfe ihr. Meist nutze ich die Zeit dann auch, um noch was zu erledigen, sofern wir zu Hause sind und es nichts gefährliches ist.

    Insgesamt ist Geduld aber glaube ich sehr wichtig. Ich merke das meist auch draußen. Sie ist langsam, schaut sich alles an oder spielt. Leider kann man im Alltag nicht immer die Geduld aufbringen, weil es ja doch so etwas wie Termine gibt.

    Liebe Grüße

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