[Leben] Babyupdate #5 Beikost, Bauchweh und Beißring

Unser Junior ist nun tatsächlich fünf Monate alt, zumindest dann, wenn man von seinem Geburtstag ausgeht. Weihnachten sind wir dann ein halbes Jahr zu Fünft, das ist ziemlich verrückt.

Und wann fangt ihr endlich mit Beikost an?

Ich glaube es gibt keine Frage, die mir gerade öfter gestellt wird – unser Baby ist ja schließlich auch schon 22 Wochen alt, was offensichtlich für viele Eltern ein Grund ist, nun ganz fix loslegen zu müssen. Das ist auch vollkommen ok,  allerdings sehe ich mein Baby gerade noch nicht essend. Und das hat mehrere Gründe.

Ich sehe, wie es nach wie vor viel damit zu tun hat, sich im Alltag mit unserer Hilfe zurechtzufinden. Ich sehe, wie es weiterhin noch recht kurze Zeitfenster hat, was die Wachphasen betrifft. Ich sehe, dass es sich absolut nicht für unser Essen interessiert und bei einem Löffel gar nicht weiß, was es eigentlich machen soll.

Der kleine Mann soll seine Zeit haben und wird so lange voll gestillt, bis der Zeitpunkt gekommen ist. Sowieso wird empfohlen, frühstens ab dem 5. Lebensmonat zu beginnen, wir befinden uns jetzt im 6. Lebensmonat und haben somit die Zeit, die er zu früh auf die Welt kam mit drin. Also mal sehen, wann unser Löwenjunge gerne etwas essen möchte. Ich denke übrigens, je nachdem wie er es mag, würde ich BLW und Brei kombinieren. Aber wir werden es sehen. Er wird uns schon zeigen, was er mag und was nicht. Ich habe mich bei unserer Erstgeborenen bei dem Thema sehr unter Druck setzen lassen und möchte dies so auf gar keinen Fall wieder haben.

Wenn doch nur der Bauch nicht wäre

Wir dachten die Bauchschmerzzeit wäre erst einmal überstanden. Das ist aber leider nicht so. Mit dem Bäuchlein hatte er viel zu kämpfen. Ich kann aber auch bisher keinen Zusammenhang erkennen, ob es anders wäre, wenn ich Nahrungsmittel weglassen würde, da ich aus Vorsicht bereits sämtliche bähende Produkte weglasse. Hier hilft nach wie vor Beinchen kreisen und auch mal eine Runde Baden. Baden mag er mittlerweile richtig richtig gerne.

“Ich glaube unser Baby zahnt!“

Sagte ich zu meinem Mann, denn auf einmal hatte unser kleines Baby rote Wangen. Knallrot. Dazu sabbert er wie ein Wasserfall. Am Zahnfleisch sieht man nicht wirklich viel, aber vielleicht ist jetzt die Zeit, wo die Zähne in den Kiefer einschießen. Ich habe ihm erst einmal einen Beißring gekauft, den wir ihm anbieten können, wenn er nicht gerade unsere oder seine Finger malträtiert. Eine ziemlich niedliche Ente aus Naturkautschuk von Hevea.

Und was gibts noch Neues?

Ansonsten tut sich bei ihm gerade wieder sehr viel. Er plappert noch mehr, liebt es, wenn man ihm etwas vorsingt und lacht sehr süß. Nur auf dem Bauch liegen, das möchte er nicht. Ich bin gespannt, wann das kommt. Wir versuchen es immer mal wieder, aber auch hier bin ich mir sicher, wird seine Zeit kommen. Dafür freut er sich jetzt wie ein Schneekönig, wenn er das Baby im Spiegel sieht und erzählt und erzählt….

Alles Liebe

Tanja

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[Leben] Frühgeborene, Minmial Handling und unsere Erfahrung – Pampers Frühchen Intiative

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Am 17.11. ist Weltfrühgeborenentag. Ein wichtiger Tag um darauf aufmerksam zu machen, dass manche Kinder einen schwereren Start ins Leben haben. Da mir diese Thematik auf Grund von eigenen Erfahrungen sehr am Herzen liegt, erzähle ich euch vom Start unseres Löwenjungen und was Pampers Windeln mit dem Beitrag zu tun haben

Wir sind eine Familie von 10 – eine mit Frühchen

Wir sind Eltern eines Frühchens. 34+5 SSW. Nach einer schnellen, anstrengenden, aber sehr schönen Geburt, begleitet durch eine liebevolle Hebamme und meinen Mann, bekam ich unseren kleinen Schützling auf die Brust gelegt. Es herrschte eine angespannte Stimmung im Raum und ich sah, wie sich alle ansahen. Da hielt ich mein Bündel im Arm, vorsichtig und voller Ehrfurcht. In mir sagte eine Stimme: es ist nicht alles in Ordnung! Ich habe ihn ängstlich angesehen, das weiß ich und bat darum, dass er von den Neonatologen untersucht wird. Ich ahnte, dass ich ihn nicht so schnell wieder auf den Arm nehmen kann, aber seine Gesundheit ging in dem Fall vor.  Eine gefühlte Ewigkeit und in Wahrheit ca. 10Minuten später, zeigte man ihn uns noch einmal: im Transportinkubator, mit Atemhilfe, um anschließend auf die Intensivstation zu fahren.

Irgendwann kam ich auf meinem Zimmer an  und weinte. Ich konnte jetzt nichts machen, außer abwarten und vor allen Dingen konnte ich nicht bei meinem Kind sein. Es fühlte sich alles, aber auch wirklich alles so falsch an. Die Müdigkeit übermannte mich und ich schlief für vier Stunden. Am nächsten Morgen wollte ich zu meinem Sohn, wohlwissend, dass ich noch sehr wackelig auf den Beinen bin, aber ich habe es geschafft. Zwei Etagen trennten uns. Bei ihm angekommen wusste ich: die kommende Zeit wird sehr anstrengend, nervenaufreibend und wir müssen positiv bleiben. Es könnte alles viel schlimmer sein und dennoch ist der Ist-Zustand schon schlimm genug für mich und mein Mamaherz. Allein vor Ort zu sein, weil mein Mann noch bei unseren Töchtern war, war zusätzlich schwer.

Die Atemhilfe versteckte sein wunderschönes noch so kleines Gesicht. Umzingelt von Kabeln, nur mit einer Pampers Windel bekleidet, lag er in einem Wärmebett. Ich durfte ihn versorgen und anschließend bekuscheln, er hielt sich stabil und schlug sich wirklich tapfer. Minimal Handling ist das A und O bei Frühgeborenen. Je kleiner sie sind, desto wichtiger ist das. Aber auch bei unserem Schützling schaute ich, dass ich nur das Notwendigste machte, schließlich gehörte auch er nicht zu den Großen. Seine Frühchenwindel war gerade so passend, eher etwas zu groß. Anschließend durften wir kuscheln. Bonding ist besonders bei Frühchen ein wichtiger Punkt. Trotz aller widrigen Umstände konnte ich es dieses Mal genießen, da ich nun sicher war, er ist bestens versorgt.

So viel zu unseren eigenen Erfahrungen, die ich gerne so stehen lassen möchte, ohne auf weitere Details einzugehen.

Warum die passende Windel für Frühchen wichtig ist

Sitzt die Windel nicht gut, können wirklich schnell Druckstellen entstehen. Ist sie zu groß und muss umgeschlagen werden, dann besteht schneller die Gefahr, als bei einer passenden Größe. Außerdem gibt es ein nächstes Problem. Wenn die Windel zu groß ist und deswegen nicht dicht ist, ist dies alles Andere als gut. Schließlich ist die Haut eines Frühgeborenen noch sehr empfindlich, da muss sie nicht noch mehr als notwendig mit den Ausscheidungen in Kontakt kommen, wenn oben alles aus der Windel rausläuft.

Die Pampers Frühchenwindel P-3 im Vergleich zu einer Neugeborenen Windel

Aus dem Grund ist es großartig, dass Pampers eine Windel entwickelt hat, die auch den Allerkleinsten Frühchen (P -3) passt. Natürlich wird es diese Windel nur in Krankenhäusern geben, schließlich wird niemand von uns zu Hause ein Frühchen unter 800g wickeln müssen. Der Windelkern ist extra klein und saugstark, außerdem wurde er so positioniert, dass eine optimale Hüftposition möglich ist. All das ist wichtig. Dem Frühchen wird frei nach dem Gebot des Minimal Handling so viel Ruhe wie möglich geboten, da nicht außerhalb der Versorgungszeiten zum Beispiel das Bettchen neu bezogen werden muss, weil etwas undicht war. Die Größe P -2 gibt es bereits seit 2002, für Frühchen mit einem Gewicht <1800g. Neu ist neben der Größe P -3 aber auch noch P -1, für Frühchen, die weniger als 2300g wiegen. Von ihnen hätten wir auch profitieren können, auch wenn das Startgewicht unseres kleinen Helden ein klein wenig höher war. Aber ab Oktober, also seit diesem Monat, werden Krankenhäuser nun mit diesen Pampers Frühchenwindeln ausgestattet.

Initiative “Deutschland wird Kinderland”

Pampers liegt die glückliche und gesunde Entwicklung von Babys am Herzen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sie in einem kinder- und familienfreundlichen Umfeld aufwachsen. Mit der Initiative „Deutschland wird Kinderland“ und dem dazugehörigen Ideenwettbewerb setzt sich Pampers seit 2015 dafür ein, Deutschland kinderfreundlicher zu gestalten und dazu beizutragen, dass sich Familien in Deutschland wohl fühlen. Pampers möchte allen Familien in glücklichen genauso wie in schwierigen Momenten zur Seite stehen. Dazu hat Pampers zusammen mit Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpflegern die neuen Windeln entwickelt. Die Zeit mit einem Frühchen, sei es auf der Intensivstation oder auf der Frühgeborenenstation ist nervenaufreibend und verlangt einem viel ab. Es gibt eventuell so manches Hindernis, was genommen werden muss. Mit der passenden Windel können nicht die Sorgen genommen werden, aber mögliche Probleme, die zusätzlich auftreten könnten, werden so eingedämmt (wie oben beschrieben: Druckstellen oder aber Reizung der noch sehr empfindlichen Haut). Und manchmal reicht es auch, einfach zu wissen, dass auch an die Allerkleinsten gedacht wird.

Habt ihr ein Frühchen oder seid bereits einmal mit dem Thema in Berührung gekommen?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Babyupdate #4 – Endlich angekommen

Vier Monate ist unser kleiner Löwenjunge nun bei uns. Mit aller Kraft hat er sich in unseren Alltag gekämpft. Das mag seltsam klingen, aber so fühlt es sich rückblickend an. Er brauchte einfach seine Zeit, um wirklich bei uns anzukommen. Die Bauchschmerzen, das Schreien, all das ist mittlerweile viel viel besser. Und die Tage mit diesen vielen Kämpfen, gehören offensichtlich in dieser Form der Vergangenheit an.

Drei-Monats-Koliken?

Ob es wirklich die berühmten Drei-Monats-Koliken waren, kann ich überhaupt nicht sagen, da ich nicht genau weiß, ob sein Schreien stets mit Bauchschmerzen verbunden war. Aber bei uns trat dieser Aha Effekt ein, es wurde viel besser, als er ungefähr dreieinhalb Monate alt war. Wir waren drei Mal bei der Osteopathin, das hat auch etwas bewirkt, vor allen Dingen auf Grund seiner Vorzugshaltung. Doch so richtig Klick hat es jetzt gemacht. Die Zeit, die er zu früh war, brauchte er einfach. und das ist vollkommen in Ordnung so.

Er ist nun richtig fröhlich, wenn er wach ist und liebt es, wenn er umgeben von seinen Schwestern ist. Er macht Geräusche und man merkt, wie sehr er sich freut, wenn da wirklich Töne aus seinem Mund kommen. Oft staunt er dann und muss es gleich noch einmal probieren. Das ist schon wirklich sehr sehr niedlich.

Kinderwagen oder Trage?

Nachdem ich dachte, die Babywanne würde ungefähr genauso oft benutzt werden, wie vor sechs Jahren bei seiner großen Schwester, muss ich jetzt aber sagen: Er mag den Kinderwagen wirklich gerne. Vermutlich werden da auch andere Phasen kommen. Ich trage ihn auch nach wie vor gerne. Aber wenn man wieder die Wahl hat, ist es doch sehr angenehm. Ich freue mich über diese Entwicklung auf jeden Fall.

Schlafen?

Er schläft nach wie vor noch sehr viel und ist tagsüber eigentlich nie länger als eine Stunde wach, maximal eineinhalb Stunden. Nachts, steckt er nicht wie gerade in einem Wachstumsschub, schläft er eigentlich relativ gut und trinkt alle 2-3 Stunden. Aktuell eher wieder 1-2 stündlich. Aber das sind Phasen und mir ist es lieber so, als nachts wirklich lange am Stück wach zu sein. Außerdem habe ich herausgefunden, dass er beim Schlafen tagsüber eine Angewohnheit hat, bzw. eine Vorliebe. Schläft er in der Federwiege oder aber im Kinderwagen, dann mag er es sehr, ein Mulltuch zum Kuscheln an der Kopfseite liegen zu haben. Das hält gleichzeitig leicht den Schnuller. Natürlich so, dass der Schnuller immer noch aus dem Mund geschoben werden kann, wenn er ihn nicht mehr möchte. Nur oft ärgert er sich, dass er den Schnuller verliert, so ist direkt dahingehend etwas vorgesorgt. Da mir das mit dem großen Kuscheltuch aber eigentlich nicht so Recht ist, habe ich ihm nun stattdessen ein kleines Schnuffeltuch angeboten, was wir von Sigikid geschenkt bekommen haben. Das ist handlicher und auf lange Sicht praktikabler.

Auto fahren?

Auch das wird besser. Es wird vermutlich nicht seine Lieblingsbeschäftigung, aber auch das klappt mittlerweile doch deutlich besser. Zumindest ist die Strecke morgens zum Kindergarten nicht mehr so schlimm, dass ich anschließend schweißgebadet wieder zu Hause ankomme.

Kleiner Löwenjunge ganz groß

Abschließend kann ich wirklich sagen, das lest ihr vermutlich ja auch heraus: Es hat sich Einiges getan. Unser Alltag ist bedeutend entspannter geworden. Und der kleine Löwe war vielleicht ein kleiner Schmetterling, der noch in seinem Kokon gefangen war. Aber scheinbar hat er sich entpuppt und ist nun fröhlich und zufrieden bei uns. Und das ist wunderschön.

Alles Liebe,
Tanja

 

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[Leben] Babyplanung und Kinderwunsch – gut versorgt in eine wichtige Zeit starten

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Wisst ihr noch wie aufregend die Zeit war, in der ihr euch damit auseinandergesetzt habt, eine Familie gründen zu wollen? Möchte man geplant schwanger werden, dann ist es sinnvoll gut informiert in die Babyplanung zu gehen.

Ich weiß noch genau wie es bei uns gewesen ist. Ich fand es für mich wichtig, doch noch einmal mehr auf meine Ernährung zu achten und habe es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, ab und an mal ein Glas Wein zu trinken. Denn ich glaube, dass das ganz wichtig ist, nicht zu verkopft in die Babyplanung zu starten. Verbiete ich mir bereits vorher, was während der Schwangerschaft eine Selbstverständlichkeit darstellt, dann würde ich die Zeit zuvor als Anstrengung empfinden. Und genau das sollte tunlichst vermieden werden. Also habe ich alles mehr oder weniger so belassen und mich aber zusätzlich mit Folsäure versorgt.

Warum Folsäure bei der Babyplanung wichtig ist

Folsäure ist wichtig, nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch schon bereits davor. Durch die Ernährung kann man nur bedingt an einem ausreichenden Folsäurespiegel arbeiten, weswegen stets dazu geraten wird, Folsäure (Vitamin B9) in Form von Tabletten einzunehmen. Damit die Zellteilung und Zellerneuerung im Körper stattfinden kann, muss ausreichend Folsäure vorhanden sein, ebenso ist Vitamin B9 für den Proteinwechsel und den Aufbau von Neurotransmittern zuständig.

Es wird von Gynäkologen dazu geraten, auch schon in der Zeit des Kinderwunsches Folsäure einzunehmen, damit man bereits ausreichend versorgt ist, wenn man schwanger wird. Denn der Bedarf ist in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft besonders hoch. Bei einem Folsäuremangel kann es zu Schäden des Babys kommen, wie einer Spina Bifida (offener Rücken) oder es kann zu einer Kiefer-Gaumen-Spalte kommen. Die Folgen, die ein Folsäuremangel verursachen kann, sind schlichtweg nicht gut.

Vor Ort oder Online Apotheke?

Als somit klar war, dass ich mich also während der Zeit der Babyplanung mit einem Folsäure Produkt eindecken wollte, wollte ich aber nicht einfach in die Apotheke gehen. Denn wie es immer so ist, trifft man vermutlich genau dann Jemanden, den man kennt. Und schon weiß noch jemand, was man da eigentlich vor hat und offensichtlich an der Babyplanung gearbeitet wird. Aber zum Glück gibt es mittlerweile Online Apotheken, wo man sich mit solchen Präparaten eindecken kann. Sogar die Beratung funktioniert im Live Chat zB. bei apo-discounter.de. So hat man mir direkt erklärt, dass ich dann in der Schwangerschaft weiterhin bei Femibion bleiben könnte, da es davon eben auch die entsprechenden Produkte für die Schwangerschaft gibt. Ich muss direkt dazu sagen, dass Femibion das einzige Präparat war, mit Folsäure, welches mir während der Schwangerschaft kein Sodbrennen beschert hat.

Wir haben mittlerweile drei wundervolle kerngesunde Kinder und unser Kinderwunsch ist erfüllt.
Aber vielleicht war es für euch hilfreich, falls ihr noch fleißig plant? Wie sieht es bei euch aus?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Wieso ich mein Baby verwöhne? Weil das gar nicht geht.

Es ist 12 Uhr. Ich warte in der Physiotherapie Praxis darauf, dass wir bald dran sind. Freundlich werden wir begrüßt und der kleine Mann findet es ziemlich doof auf der Liege zu liegen und nicht mehr ganz nah bei mir zu sein. Er ist drei Monate alt und wird zu dem Zeitpunkt fast ausschließlich von mir getragen, da er das offensichtlich einfach braucht.

Babys verwöhnen?

Eine fremde Umgebung, die Übungen die er machen soll – entgegen seiner Vorzugsseite, die fehlende Nähe. Mir fallen einige Gründe ein, die dafür sorgen, dass er nicht besonders amüsiert ist und schlichtweg weint. Vorsichtig versucht die Therapeutin das Gespräch zu lenken und ich merke schnell, worauf sie hinaus möchte. “Das wird spannend”, denke ich. Und dann kam der Satz auf den ich förmlich wartete:

“Meinen sie nicht, wenn sie ihn immer tragen, verwöhnen sie ihn viel zu sehr? Da ist es ja fast kein Wunder, wenn er dann jetzt weint. Und für sie ist diese Belastung auch nicht gut.”

Ich atmete zwei Mal tief ein und aus, damit ich mich zuerst einmal sortieren konnte. Dann erklärte ich ihr, dass ich da anderer Meinung bin und denke, dass man Babys nicht verwöhnen kann. Keiner kann mir erzählen, dass ein drei Monate altes Baby, was komplett auf uns angewiesen ist, absichtlich schreit. Natürlich trage ich mein Baby, wenn es das braucht. Hinzu kommt, dass ich das ziemlich praktisch finde und es auch einfach gerne mache.

“Es fängt mit dem Tragen an und endet damit, dass alle in einem Bett schlafen. Wie soll man den Kindern denn angewöhnen, dass sie alleine einschlafen sollen, wenn man sie jeden Abend ins Bett bringt?”

Ha! Mein Thema. Es brauchte sechs Jahre und keine Träne und das große Mädchen schläft trotz täglicher Einschlafbegleitung ganz problemlos mittlerweile auch alleine ein. Sie sind nur einmal klein und für mich ist dieser Prozess einfach nichts Schlimmes.

“Ja aber das Baby. Wie soll es denn lernen, dass es nicht immer getragen wird?”

Erstens: Wieso sollte es das Baby jetzt lernen müssen? Und zweitens: Es ist wenn überhaupt mein Problem. Ich missioniere auch nicht und lasse andere Leute ihr Ding machen. Ich bleibe fest dabei, dass ein Baby nicht verwöhnt werden kann. Oder sagt man das in anderen Ländern auch, wo Babys fast ausschließlich Traglinge sind, weil es einfach das Natürlichste der Welt ist? Ich glaube ja, dass Menschen hier oft Angst davor haben, zu viel Kontrolle abzugeben. Natürlich freue ich mich, wenn gerade zu Hause das Baby auch mal nicht in der Trage schläft, sondern auch einfach mal in der Federwiege oder im Bettchen. Aber ich beschwere mich nicht darüber, wenn es anders ist. Es ist ein Wesen, was wenige Wochen auf dieser Welt ist. Wie kann man denken, es würde irgendwas böswillig tun? Es sucht Nähe und die kann es bekommen.

Bildrechte: Halfpoint/Shutterstock

Früher war es anders – so wie es heute anders ist  – zum Glück

Holt man einmal aus, weiß man woher dieser Ursprungsgedanke kommt, man dürfe Babys und Kinder ja nicht verwöhnen. Sie sollen schließlich nicht weich sein, sondern etwas taugen. In den 40er Jahren wurde genau das propagiert und bis heute steckt es scheinbar noch immer zum Teil in den Köpfen der Menschen fest. Oder wieso kommt man sonst heute auf die Idee, dass das Baby, wenn es schreit, nicht aus dem Bettchen genommen werden soll, es sei denn die nächste Mahlzeit steht an?

Schaue ich mir meine Mädchen heute an, dann weiß ich, dass wir alles richtig gemacht haben, indem wir ihren Bedürfnissen nachgekommen sind und dies auch noch tun. Die Große wurde sehr lange getragen, die Kleine nicht. Beide sind dennoch zwischendurch bockig oder “benehmen sich auch mal daneben”. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat? Es ist dieser Irrglaube, dass Kinder sich mit Sicherheit “schlecht” verhalten, wenn man sie von Anfang an zu viel verwöhnt hat.

Lasst euch nichts einreden und handelt so, wie ihr es für richtig haltet. Man kann Babys nicht verwöhnen, sie kommen nicht als schlechte Menschen zu uns und manipulieren uns. Sie kommen zu uns und brauchen uns. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass insbesondere die Menschen, die sagen man verwöhne das Baby durch bestimmte Handlungen, genau diejenigen sind, die sagen: “Heute machen mir mal das Verwöhnprogramm mit Massage und Sauna.” Denn verwöhnen ist nichts Anderes als die Seele zu streicheln und gut zu sich oder in dem Fall zu eurem Baby zu sein. Man muss es einfach nicht negativ behaften, sondern kann es durchaus positiv betrachten: ich behandele mein Baby so, wie ich auch behandelt werden möchte: mit Liebe.

Alles Liebe,
Tanja

 

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[Leben] Baby Update #3 – Drei Monate Löwenbaby

Unser kleiner Held ist nun drei Monate bei uns. Man merkt, dass er immer mehr bei uns ankommt und das ist ein wunderschönes Gefühl. Es entwicklen sich kleine Rituale, man lernt mit der Zeit, was er mag, wo er vielleicht erst einmal protestiert und es dann aber doch für sich entdeckt und was er wirklich gar nicht leiden kann.

Vorlieben des Babys?

Er guckt sich total gerne auf mir liegend unsere Stehlampe im Wohnzimmer an und erzählt dabei etwas. Das Mobile über der Wickelkommode ist aber sein absoluter Favorit. Er liebt es getragen zu werden, den ganzen Tag am Liebsten. Und wenn man es ihm schmackhaft macht, dann geht auch die Federwiege. Was bin ich froh, dass wir uns für die Swing2Sleep Variante mit dem Motor entschieden haben. Ich dachte ja, als ich es das erste Mal sah: Wer braucht so einen Quatsch? Aber wenn ich daneben sitze und permanent wippen muss, kann ich ihn mir auch umschnallen und dann dabei etwas machen. Also totale Empfehlung meinerseits. Und Auto fahren geht nach wie vor gar nicht. Ganz kurze Strecken funktionieren halbwegs gut, aber Ampeln sind hier Staatsfeind Nummer eins. Bloß nicht stehen bleiben.

“Areeee” – bedeutet das irre, Mama?

Er lautiert mittlerweile und das ziemlich niedlich. Wenn er sich freut, dann möchte man ihn konsequent knutschen. Morgens nach dem Aufstehen ist Geschwisterzeit. Wenn alle angezogen und im Falle des Kleinen gewickelt sind, dann kuscheln die drei Kinder zusammen. In der Zeit kann ich dann das Pausenbrot für die Schule fertigmachen und mich schnell anziehen. Diese Zeit genießt er sehr. Es ist sehr sehr selten, dass er dann anfängt zu weinen. Seine Schwestern versuchen stets zu deuten, was er denn da so erzählt.

Und wie oft schläft der kleine Löwenjunge?

Seine Wachphasen sind unterschiedlich. Manchmal wacht er auf, ist ganz fröhlich und schafft es nur 10 Minuten. Dann muss das nächste Schläfchen her. Nachmittags ist er dann oft eine Stunde wach, was aber dann daran liegt, dass er nicht in den Schlaf findet und viel schreit. Insgesamt ist das Schreien schon besser geworden, aber nach wie vor quält ihn sein Bäuchlein. Ob er immer noch schnell überreizt ist? Tagesform abhängig, würde ich also hier sagen. Er schläft insgesamt noch wirklich viel, was manchmal den Tagesablauf schwierig macht, da er bis auf sein Morgenschläfchen nur in der Trage schläft.

Und von nachts reden wir besser nicht. Da stillen wir weiter im Stundentakt. 😉 Dafür ergibt sich mittlerweile doch recht erkennbar ein Rhythmus. Gegen 19 Uhr beginnt der kleine Mann seinen Nachtschlaf und schläft dann auch tatsächlich bis zu vier Stunden.

Mal sehen, was der nächste Lebensmonat mit sich bringt. Ich bin gespannt.

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Schreistunde am Abend – keine Seltenheit bei Babys

Zwischen 19 und 20 Uhr beginnt sie – die Schreistunde. Manchmal geht es auch länger als 60 Minuten. Auch beim dritten Kind wiege ich abends im dunklen Schlafzimmer mein Baby und halte das Schreien aus. Es heißt, wenn der Tag besonders aufwühlend war, gibt es in den ersten drei Monaten häufig die Schreistunde bei Babys.

Er möchte trinken und dann wieder nicht. Er weint und schreit bitterlich und ich halte ihn. Aber es wird kaum besser. Nicht im Tragetuch, nicht in der Trage und nicht, wenn wir einfach nur ganz eng zusammen liegen und kuscheln. Meiner Erfahrung nach macht es wenig Sinn zu viele Sachen auszuprobieren. Ich habe es von Abend zu Abend ausgetestet. Was noch am Besten funktioniert ist das Pucken.

Was gibt es beim Pucken zu beachten und was ist das eigentlich?

Klassischerweise wendet man das Pucken an, um den Moro-Reflex beim Baby nicht auszulösen. Denn oft werden die Babys in den ersten Wochen ihres Lebens davon wach. Die Enge, die beim Einwickeln des Babys erzeugt wird, wird von vielen Babys gemocht. Mittlerweile gibt es Pucksäcke, wir nutzen allerdings einfach die großen Musselintücher. Wichtig beim Pucken ist, dass man natürlich nicht zu eng wickelt und darauf achtet, dass das Baby nicht überhitzt. Außerdem sollte man es nur anwenden, wenn es um das Thema schlafen geht und nicht in den Wachphasen des Babys. 

Was mache ich also nun abends, wenn sich die Schreistunde ankündigt?

  • Ich achte auf Signale (er wird sehr fahrig) des Löwenjungen und versuche ihn bereits dort abzuholen, wo er sich gerade befindet, was die Gefühlslage und den Müdigkeitszustand betrifft, bevor er zu Schreien beginnt.
  • Ich pucke ihn und kann sofort spüren, wie sich seine vorher schneller gewordene Atmung beruhigt.
  • Dennoch bleibt es nicht aus, dass er während des Stillens anfängt zu schreien. Aber es läuft gepuckt etwas kontrollierter ab.
  • Ich halte ihn, wiege ihn, mache teilweise “sch-Laute” und versuche selbst ruhig und halbwegs entspannt dabei zu bleiben. Auch wenn ich manchmal am Liebsten mitweinen würde.
  • Irgendwann schläft er ein, meistens nach 50-80 Minuten.

Wieso machen Babys das?

Es gibt verschiedene Theorien, wieso es zur Schreistunde kommt. Zum Einen sagt man, schreien sie sich Klassischerweise den Tag von der Seele. Zu viele Eindrücke, zu häufig über den Punkt beim Einschlafen gewesen und es spitzt sich zu. Oft kommen gegen Abend auch die Bauchschmerzen mehr zu Vorschein. Aber ich unterstütze eher die Theorie neben der Überreizung, dass es sowieso kommt, egal wie ruhig man den Tag gestaltet. Und mit einem Mal wird es aufhören. Also bleibt es nur zu akzeptieren, dass es schlichtweg einfach so ist. Ich glaube manchmal braucht es keine Gründe, sondern einfach nur Arme, die auffangen. So fange ich den kleinen Löwenjungen auf und mich anschließend mein Mann.

Was habt ihr gemacht, wenn euer Baby am Abend seine Schreistunde hatte?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Unsere neue Babytrage und wie wir dazu kamen – Beratung bei der Familienbande

*Bei der Trage handelt es sich um ein PR Sample

Eine Babytrage gehört für uns zur Babyausstattung mit dazu, wie ein Kinderwagen. Ich nutze beide Hilfsmittel gleich gerne und bin nicht der Meinung, dass das Eine besser ist als das Andere. Es kommt dabei nämlich auch aufs Kind an, wie uns Beide Kinder gelehrt haben.

Die Große wohnte quasi ein Jahr in der Trage, die Kleine hingegen war nicht der größte Freund davon und hatte lieber ihre Ruhe im Kinderwagen. Wir hatten eine Manduca, die mittlerweile, sie wird dieses Jahr sechs Jahre alt, schon dementsprechend aussieht. Sagen wir mal so: sie war mal schwarz. 😉 Außerdem fühle ich mich mit ihr doch etwas eingeschränkt. Ich wollte dieses Mal lieber eine Trage haben, die noch weicher ist und flexibler ist. Irgendwie ein Kompromiss aus Trage und Tuch, ohne ein wirklich Kompromiss zu sein. Ihr versteht?

Welche Babytrage soll es dieses Mal werden?
Das war die große Frage.

Als klar war, dass die Familienbande ihren neuen Store in Köln eröffnet und ich da sein würde, wollte ich mich dort einmal näher umschauen. Online hatte ich bereits gesehen, dass sie Cybex führen. Vor einer Weile sah ich im Dschungel der Auswahl an Babytragen, dass es eine neue Trage von Cybex gibt, die mir rein optisch schon einmal sehr gut gefiel. Aber das alleine reicht bei einer Babytrage nun einmal nicht aus. So nutzte ich die Store Eröffnung, um mich von der tollen Beratung vor Ort zu überzeugen und ließ mir die Babytrage genau erklären.

Auf Nachfrage wurde mir das Modell Yemaha sofort angelegt, auch schwanger ging das problemlos. Dennoch wurde da mit besonderer Vorsicht gearbeitet, das konnte man merken. Drin saß eine Puppe und ich musste sofort an die intensive Tragezeit mit meiner Großen denken. Aber das ist ein anderes Thema. Das Anlegen war ganz einfach. Wisst ihr was das Schöne ist? Es gibt tatsächlich nur eine einzige Schnalle und diese befindet sich am Hüftgurt. Ansonsten gibt es nur Bänder zum Schnüren und auch das ist so angelegt, dass es quasi alles selbsterklärend, denn es gibt nur zwei Bänder, die man über den Schultern am Rücken entlang nach vorne führt, unter dem Babypopo kreuzt, wenn man vorne trägt und nach hinten hin bindet. Ich bekam bei meiner Beratung noch prima Tipps, wie man das gut handhaben kann.

Gut beraten fiel die Wahl tatsächlich auf die Cybex Yemaha

Wisst ihr, im direkten Vergleich zur Babytrage von Manduca kann ich jetzt schon sagen, dass der Wechsel noch einfacher funktioniert, wenn zB. mein Mann das Tragen übernehmen möchte. Dadurch, dass es wie oben bereits erwähnt nur eine Schnalle gibt und der Rest ist wie ein Tragetuch ganz flexibel ist. Ansonsten kann man die Trage vorne, hinten und auf der Hüfte tragen.

Ich bin gespannt, wie dann der Live Test mit Baby wird, aber ich bin mir sicher, dass das gut klappen wird. Ausgeschrieben ist sie übrigens von 3,5kg bis 12kg ne der Steg is gibt erstellter. Darauf wurde ich bei der Beratung auch hingewiesen, weil wir vorher drüber sprachen, dass meine Mädchen eher von der leichten Sorte waren, als sie auf die Welt kamen. Vermutlich werde ich die ersten zwei, drei Wochen wieder alternativ ein elastisches Tuch nutzen und dann auf die Trage umsteigen.

Wenn ihr einen Store von der Familienbande in eurer Nähe habt, kann ich euch nur empfehlen, solltet ihr Babyzubehör benötigen, dort einmal vorbeizuschauen. Ich war in Köln sehr zufrieden.

Welche Babytrage nutzt ihr? Oder tragt ihr lieber mit Tragetuch?

Alles Liebe,
Tanja

 

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[Leben] Eine ganz besondere Anleitung für Babys

Als man auf mich zukam, ob ich nicht Lust hätte, ein Ebook zum Thema “Schreibaby” zu lesen, zögerte ich. Alleine das Wort Schreibaby widerstrebt mir. Aber nun gut, ich erinnere mich noch gut, wie ich mich damals an den Laptop setzte und nach “Schreibaby Hilfe” suchte. Als mir das wieder einfiel, sagte ich zu. Das Ebook wurde von Jana Kühnler geschrieben, die selber Mutter eines Schreibabys war. Ihre ganzen Erfahrungen hat sie eben in genau diesem Ebook festgehalten.  Nachdem ich das Buch gelesen habe, dachte ich: Das hätte ich damals auch mal gebraucht. Es wirkt so beruhigend, nicht belehrend. Man liest zwischen den Zeilen “ich versteh dich und ich versuche dir zu helfen”. 
Ich berichtete euch hier ausführlich darüber, dass auch unsere große Tochter viel schrie. Mit unseren Erfahrungen im Hinterkopf habe ich das Ebook gelesen. 

Es gibt 15 Kapitel, in der allerhand Tipps gegeben werden. Eine Übersicht der Kapitel seht ihr hier. Angefangen mit gängigen Tipps, wie zB. das Anlegen eines Schreiprotokolls oder die Abklärung organischer Ursachen (finde ich einen wichtigen Punkt), startet das Buch. Es wird sehr ausführlich darüber berichtet, was es für Möglichkeiten gibt, wie man sein Baby beruhigen kann. Ebenso wird die Schreiambulanz beschrieben, was sie ist und wie sie helfen kann.

Besonders erfreulich finde ich, dass das Pucken so einen hohen Stellenwert hat, aber auch genau beschrieben ist, worauf zu achten ist. Pucken ist nämlich mehr, als das schlichte Einwickeln in ein Tuch, was umgangssprachlich leider gerne mal gesagt wird. Das Stillen nach Bedarf wird angesprochen. Toll erklärt, wieso man sein Kind nicht verwöhnen kann. Das ist übrigens ein Punkt, der mir im gesamten Ebook positiv auffällt. Es ist nicht dieser typische Ratgeber, indem man Tipps erhält und gleichzeitig belehrt wird.

Kommunikation ist ein Eckpfeiler, wo ich aber ein wenig Umsicht vermisse. Es wird ausführlich beschrieben, was das Kind von einem wollen könnte, wenn es bestimmte Dinge macht. Aber evtl. reagiert das Kind auch auf eine unsichere Umgangsweise der Mutter oder des Vaters. Mir fehlt also das mit einbeziehen der Eltern als Faktor.

Neue Informationen konnte ich nun nicht gewinnen, aber das liegt wohl einfach daran,  dass wir leider auch genug Erfahrungen in dem Bereich sammeln mussten.  Damals wäre aber eine neue Information die Osteopathie gewesen. Und darüber wäre ich sehr dankbar gewesen. Wer den oben verlinkten Post von mir gelesen hat,  der wird wissen, dass wir erst recht “spät” von dieser Möglichkeit erfahren haben.

Insgesamt spricht das Buch aber einen Ton,  der sehr angenehm ist.  Stets wird erwähnt, dass es nicht zu viel Nähe gibt,  man Babys nicht verwöhnen kann und das Tragen keine Religion ist,  sondern auch von beiden Seiten erwünscht sein muss. Es trifft meinen Nerv. Alles kann. Nichts muss.

Für 19,90€ könnt ihr es hier erwerben, mit einem Rückgaberecht von 100 Tagen, wenn es euch  nicht hilft. Eine Leseprobe gibt es dort ebenfalls.

Alles Liebe,
Tanja

C/O Das Ebook wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

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[Leben] Vom Zauber der Anfangszeit und Schutztieren.

Mitfiebern und warten. Mut zusprechen und weiter warten.  
Irgendwann kam die Nachricht, dass alle wohlauf und gesund sind – nun zu Dritt. 
Wovon in rede? Davon, dass es im engen Freundeskreis ein neues Baby gibt. 
Ein Baby, was so sehr gewünscht ist und jetzt schon so sehr geliebt wird. Ein Baby, was verzaubert und einen in die eigenen Anfangszeiten zurückkatapultiert. 
Ich konnte diese Zeit des langen Wartens nicht so sehr nachvollziehen, da es bei mir eher eine Zeit des Hoffens gewesen ist, dass das Baby nicht zu früh kommt. Und wenn ich mich daran zurückerinnere, wie wir nachts im Kreißsaal waren, welche Schmerzen und Ängste man durchgestanden hat und wie man dann sein ganz eigenes Wunder im Arm halten konnte, könnte ich tatsächlich weinen. Auch wenn unsere Babyzeit mit R. nicht so einfach war, hatte sie dennoch etwas Magisches an sich. Die Anfangszeit mit E. verlief wieder anders. Man musste sich wieder neu organisieren, jeder musste seinen Platz finden und es war ein Kind mehr da, was neue vielleicht andere Bedürfnisse hat. 
Aber in jeder Zeit wohnt ein Zauber und diesen gilt es festzuhalten. Denn dann kann man sich an ihn erinnern, wenn eine kleine Durststrecke bevorsteht. 
Unsere Kinder sind vollkommen aus dem Häuschen, dass da nun ein Baby ist. Als wir R. erzählt haben, dass unsere Freunde ein Baby erwarten, war sie schon furchtbar ungeduldig. Da hat sie die Schwangerschaft ganz anders miterleben können, als bei mir mit ihrer kleinen Schwester. Schließlich war sie da noch viel kleiner. Sie bemerkte auch ganz andere Dinge und holte immer wieder die Bücher hervor, die wir damals gelesen haben, als ich mit der Kleinen schwanger war. 
Außerdem äußerte sie den Wunsch, eine ihrer Ostheimer Figuren an das Neugeborene weitergeben zu wollen. Als Schutztier, so wie sie auch eines hat. Es sorgt dafür, dass sie sich nicht fürchten muss. Manchmal nimmt sie es mit und hält es ganz fest. Manchmal bleibt es über Wochen im Kinderzimmer am immer gleichen Platz. Aber sie hat stets im Blick dass es da ist und auf sie aufpasst. Und so suchte sie den Hund aus ihrer kleinen Holztiersammlung aus. Ich bot ihr an, wir könnten auch einen eigenen Hund für das Baby kaufen, auch wenn ich sehr schätze, dass sie angeboten hat eine Holzfigur abzugeben, was aber sofort verneint wurde. Schließlich habe der Hund doch schon bei ihrem Schweinchen gesehen, was er für Aufgaben hat, sagte sie mir. 
Als die Nachricht kam, dass das Kind nun da sei, schliefen schon alle. Als R. mich morgens weckte, war ihre erste Frage: “Und Mama? Ist das Baby nun da?” Schließlich bekam auch sie die Zeit des Wartens mit. Ihr Funkeln in den Augen, als ich ja sagte war unbeschreiblich schön. Zu den vielen gemalten Bildern, die sie bereits malte, kamen erneut welche dazu. “Damit es mich nicht vergisst, wenn wir uns nicht sehen”, fügte sie noch hinzu, als sie mir die neusten Werke präsentierte. 
E. wurde dann von ihrer großen Schwester erklärt, dass das Baby auch mit den Spielsachen spielen darf, die wir hier haben. Nur nichts ganz Kleines, das ist zu gefährlich. 
Nachdem wir also geklärt haben, was wir u.a. mitnehmen werden, zählt mein großes Mädchen die Tage bis zum Kennenlernen. Bis dahin schaut sie Bilder und kann kaum glauben, dass sie auch einmal so klein gewesen ist.  Und bei mir? Der Babyzauber, meine eigenen Erinnerungen, sind wieder richtig präsent. 
Und ich bin unendlich dankbar für meine zwei Strolche. 
Alles Liebe,
Tanja
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