[Leben] Ein Jahr als dreifache Mama – Happy Birthday kleiner Löwe

Heute ist der Geburtstag unseres dritten Kindes und ich bin mit ihm in meinem Arm aufgewacht.

Vor einem Jahr wachte ich nach drei Stunden Schlaf in meinem Bett im Krankenhaus auf, ganz alleine, ohne den kleinen Löwen. Ich versuchte aufzustehen, obwohl die PDA noch nachwirkte.  Entgegen jeder Vernunft, machte ich mich von Etage drei auf den Weg ins Erdgeschoss, natürlich mit dem Aufzug. Ich konnte nicht warten, bis jemand Zeit fand, um mich zu meinem Kind zu bringen, zu groß war die Sehnsucht. Außerdem wollte ich wissen, wie es ihm geht und was es Neues gibt. Wie ich darunter kam, das weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so genau, es war im Nachhinein auch bei Weitem nicht meine beste Idee, aber vernünftig ist man in solchen Momenten wohl selten.

Mama und Baby gehören einfach zusammen

Als ich bei ihm war, konnte ich erst einmal nicht mehr tun, als ihn anzusehen, mir einen Überblick zu verschaffen und abzuwarten, was man mir Neues berichten würde. Da die Pflege gerade in der Übergabe war, dauerte es eine Weile, was aber vollkommen in Ordnung war, schließlich saß ich einfach neben ihm und habe ihn angesehen, zumindest den Teil seines kleinen Gesichts, der nicht von der Maske verdeckt war, damit er besser atmen konnte. Da lag also mein kleines Baby, mit so vielen schwarzen Haaren, nur mit einer Windel bekleidet in seinem Inkubator genauso alleine, wie ich zuvor in meinem Bett.

Wir haben ein gesundes Kind

Heute läuft unser kleiner Kämpfer durch unsere Wohnung, erkundet die Welt, plappert wild vor sich hin und freut sich. Über seine Schwestern, über uns, über unsere Katze, über uns als Familie. Wenn er sich nicht freut, dann ärgert er sich, weil er noch nicht ohne Hand laufen kann, obwohl er sie doch gerne probeweise loslässt, nur um dann doch auf den Popo zu plumpsen. So wie es viele Babys tun, die kerngesund sind. Und das ist der springende Punkt.

Dankbar, mit Tränen in den Augen blicke ich auf dieses Jahr zurück

Wir feiern heute den ersten Geburtstag, mit einem kerngesunden kleinen Jungen, wofür ich so dankbar bin. Es waren NUR fünf Wochen, aber es war nicht nichts. Es war eine so intensive Woche im Krankenhaus, dass ich es nicht für möglich hielt bereits nach einer Woche nach Hause zu dürfen, ohne Diagnose, ohne einem Hauch von “es könnte sein, dass es Spätfolgen geben kann”.

Wir feiern heute voller Dankbarkeit unseren kleinen Löwen, der nun offiziell gar kein Baby mehr ist und hier alles auf den Kopf gestellt hat. Was war das für ein schönes, anstrengendes, intensives Jahr. Ein Jahr, in dem wir als Familie alle unseren Platz neu finden mussten, ein Jahr in dem unser Sohn lernen musste überhaupt richtig in diesem Leben anzukommen. Ein Jahr, in dem ich stets zu wenig Hände für alles hatte und dennoch noch mehr Liebe zurückbekommen habe. Ein Jahr, in dem Müdigkeit eine neue Definition erhalten hat. Ein Jahr, was mich so manches Mal verzweifeln ließ,  alles unter einen Hut zu bekommen, aber auch ein Jahr voller Freude, voller Stolz und mit einem nun noch größeren Herzen. Denn die Liebe muss nicht geteilt werden, sie wächst mit jedem Kind.

Happy Birthday mein kleiner Löwe. Genau du hast uns noch gefehlt.

Alles Liebe,
Tanja

[Leben] Ich trage noch immer – die neue Manduca XT – mit Gewinnspiel

Werbung mit Manduca

Als ich vor 7 Jahren mit meiner Tochter schwanger war, stand u.a. ein Punkt auf meiner Babyliste: Babytrage. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass sie die Anschaffung sein wird, die sich am meisten lohnen und meine Tochter in ihr wohnen würde. Ich recherchierte, was es alles für Möglichkeiten gab und entschied mich auf Grund des integrierten Neugeboreneneinsatzes und der Möglichkeit die Träger auch über Kreuz zu tragen für eine Manduca. Ich trug meine Tochter das gesamte erste Lebensjahr damit, aber auch darüber hinaus.

Meine Wahl bereits vor 7 Jahren: Manduca

Jetzt, 7 Jahre später, trage ich ab und zu meinen Sohn in ihr. Unser drittes Kind. Besonders dann, wenn ich ihn auf dem Rücken tragen möchte, denn damit geht es wirklich leicht. Man sieht ihr die vielen Spaziergänge an. Das Schwarz ist durch die Sonne ausgeblichen und die Babytrage erzählt irgendwie unsere Geschichte. Aber das nimmt ihr noch lange nicht die Funktionen.

Nun gibt es eine neue Trage, eine überarbeitete Version. Die Manduca XT ist seit Ende Mai 2018 erhältlich und was sie kann, dass erzähle ich euch jetzt.

Manduca XT – was alles neu ist?

Manduca XT
Hier einmal alle Details vom Karton abfotografiert.

Eingangs erwähnte ich, dass ich mich damals auf Grund des Neugeboreneneinsatzes für die Manduca entschied. Die Handhabung, wenn man geübt ist, geht zwar fix, aber ist durch die Druckknöpfe immer mit ein wenig Friemelei verbunden. Ausserdem, wenn man den Einsatz nicht nutzt, besteht die Gefahr der Faltenbildung und es könnte unbequem werden. Nun gibt es keinen Einsatz mehr, dennoch ist auch die Manduca XT ab 3,5kg nutzbar. Denn es wurde eine tolle Lösung gefunden: die Stegbreite kann von 16cm bis 50cm variiert werden. Ich habe mit meinem Sohn in der Trage etwas nachjustiert und auch das funktioniert ganz wunderbar.

Was ebenso überarbeitet wurde ist die Kapuze. Denn jetzt kann sie auch eingerollt als Nackenstütze genutzt werden, was ich sehr nützlich finde.

Ein wichtiger Punkt bei einer Babytrage ist natürlich der Rückenbereich. War es vorher noch so, dass man zwar durch das Öffnen eines Reißverschlusses den Rückenbereich verlängern konnte, so musste man aber bei Kleinkindern für den Tragekomfort ein Panel neu dazukaufen, um es einzuzippen, um ihn noch größer zu machen. Jetzt muss nichts mehr dazugekauft werden. Das Zipin XT ist bereits integriert und der einlagige Rückenpanel passt sich so dreifach verstellbar an den Rücken eures Babys an. Die bunten auffallenden Zugbögen sorgen für Spannung und Entlastung und sind wiederum mehrlagig.

Das Gurtsystem ist nach wie vor gut ausgeklügelt und lediglich der Verbindungsgurt (jetzt extra breiter und aufrollbar, wenn man ihn nicht braucht) und die Drei-Punkt-Schnalle wurden verbessert (extra leicht zu öffnen)

Ob als klassische Bauchtrage, als Hüfttrage oder als Rückentrage wird euch die Manduca XT gute Dienste leisten, da bin ich mir sicher. Sie ist für jeden gedacht, es gibt keine Einschränkungen, wer sie nutzen kann. Dadurch, dass sie einfach reguliert werden kann, ist es kein Problem, wenn Eltern unterschiedlich gross oder schwer sind. Ab 3,5kg wird euch die Trage bis ins Kleinkindalter begleiten (bis 20kg) und ich bin mir sicher, dass auch die Manduca XT aus Baumwolle aus kbA so robust ist, wie meine alte Variante.

Gewinne auch du eine Manduca XT

Was du dafür machen sollst? Nicht viel.

  • schreibe mir einen Kommentar, warum du die Trage gewinnen möchtest und welche Trage du bisher nutzt, solltest du bereits eine haben. (ich bin doch neugierig)
  • Teilnahmeschluss ist der 08.06.2018 um 22 Uhr.
  • Der Gewinner wird spätestens am 10.06.2018 von mir angeschrieben.
  • Der Gewinn wird von mir versendet und kann nicht ausbezahlt werden. Der Rechtsweg ist augeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch Yvonne O. Du hast eine Email von mir erhalten.

Ich drücke euch die Daumen,
alles Liebe,
Tanja

[Leben] Gedankenkonfetti #2 – Sonnenschein, Sonnenschutz und Sonnenhut

Enthält unbezahlte Werbung durch PR Samples von Tausendkind

Wir haben ein paar neue Sachen, es dreht sich alles rund um das Thema “Draußen”. Gleichzeitig ist dies vielleicht eine kleine Anregung für euch und eure Kids?

Diese wunderbar sonnigen Tage genieße ich sehr. Mit den Kids ist man eigentlich die ganze Zeit draußen, alle haben direkt viel bessere Laune und manchmal sind sie abends so müde, dass sie mit schmutzigen Füßen ins Bett fallen. Aber das ist so ganz genau so richtig. Das gehört doch zur Kindheit dazu.

“Mamaaaaa, ich hab Hungeeeeer!”

Stets mit reichlich Picknick bewaffnet, genießen wir die Zeit draußen. Sowohl auf dem Spielplatz, als auch auf dem Balkon. Für den Balkon nutze ich übrigens total gerne das Geschirr von Rice. Die Becher können nicht kaputt gehen und ich habe nach und nach die Becher vom Schweden ersetzt. Nun sind vier Neue in unsere Sammlung eingezogen. Und wenn sie nicht gerade aus ihren neuen Bechern trinken, dann servieren sie uns leckeren Sandkaffee.

Sonnencreme und Kopfbedeckung im Sommer

Im Moment merkt man wieder sehr, wie groß meine Mädchen sind. Wenn sie wissen, dass es warm wird, kommen sie von ganz alleine auf die Idee, dass sie sich eincremen müssen und machen das auch noch wirklich gerne. Verrückt. Noch im letzten Jahr war das besonders mit unserer Kleinen noch ein Kämpfchen. Allerdings mag das auch der Tatsache geschuldet sein, dass sie letztes Jahr allergisch auf die Sonnencreme reagierte und plötzlich aussah, wie ein kleiner Streuselkuchen. Zudem juckte der Ausschlag. Dabei hatte ich die gleiche Sonnencreme erstanden, die wir auch all die Jahre davor (außer im ersten Lebensjahr) nutzten. Aber dieses Problem konnten wir zum Glück lösen. Aber nicht nur die Sonnencreme ist ein wichtiges Thema, wenn die Sonne rauskommt, auch der Sonnenschutz auf dem Kopf. Für meine Töchter gab es neue Caps und für den kleinen Löwen eine gestreifte Mütze mit Nackenschutz.

Sandburgen und Stapeleien

Habt ihr eigentlich auch das Problem, dass ihr alljährlich Verluste in Sachen Sandspielzeug verbuchen müsst? Aus diesem Grund haben wir da etwas aufgestockt. Das Sandspielzeug von HABA mag ich sehr gerne und die Qualität ist toll. Daher haben wir ein paar neue Sets, auch extra klein, für unseren Buben. Außerdem hat er tolle Stapelbecher abgestaubt, die man auch prima im Planschbecken einzeln zum Spielen nutzen kann. Und mal ehrlich: welches kleine Kind liebt es nicht Türmchen umzuschmeißen?

Seil springen? Wir nehmen alles unter die Lupe.

Sind eure Kinder schon im “ich bin nun so alt und kann Seilchen springen” Alter angekommen? Wie gerne habe ich das früher gemacht und meine Große mag es ebenso sehr. Es macht großen Spaß ihr dabei zuzusehen. Außerdem lässt sich das Seil auch super zweckentfremden, z.B. um Pferdchen zu spielen.

Kinder haben da ja eine blühende Phantasie. Und was das Seil für die Große ist, ist die Lupe für meine kleine Entdeckerin. Stets auf der Suche nach kleinen Käfern, inspiziert sie alles ganz genau. Und sowohl das Seil, als auch die Lupe nehmen kaum Platz weg. Somit hat man immer eine gute Beschäftigung dabei, die im Zweifel prima Wartezeit verkürzen kann.

Genießt die Sonne und vergesst nicht euch einzucremen. 🙂
Alles Liebe,
Tanja

 

[Leben] Drei Kinder – drei Geburten, jede Geburt auf ihre eigene Art und Weise anders.

Ich habe in 6 Jahren drei Kinder geboren. Drei Mal spontan, drei Mal mit PDA und drei Mal war es ganz unterschiedlich. Ich habe gelernt, dass alles rund um die Geburt irgendwie ein Wettkampf ist. Dabei wollen wir doch alle nur das Gleiche: ein gesundes Kind.

Akzeptanz – jede Mutter möchte eine schöne Geburt erleben

Ich möchte vorweg sagen, dass dies ein Thema ist, was schlussendlich nur jeder für sich behandeln kann. Das Thema Geburt ist so groß und vielfältig, dass genügend Raum für viele Meinungen da ist. Wichtig ist hier aber, dass die Akzeptanz von allen Seiten da ist. Für mich ist nichts ferner, als zB in einem Geburtshaus oder zu Hause zu entbinden. Vielleicht, weil immer Sorgen in meinen Schwangerschaften mitschwangen, vielleicht aber auch, weil ich das nicht für mich und mein Kind verantworten wollte, wenn es am Ende doch schnell gehen sollte.  Aber ich gehe davon aus, dass jemand der diese Entscheidung trifft, das bei vollem Verstand und Bewusstsein tut und womöglich nicht im Hinterkopf hat, dass eben das Baby auch früher kommen kann, weil sich diese werdende Mutter, im Gegensatz zu mir, keine Sorgen darum machen musste. Denn niemand möchte doch absichtlich so entbinden, dass irgendwer zu Schaden kommt. Und das ist der springende Punkt. Jede Mutter möchte das Beste für ihr Kind und sich.

Der eigene Weg? Jede Mutter muss ihren finden.
Das ist meiner:

Für mich stand immer fest, dass ich nur dort entbinde, wo eine Kinderklinik angeschlossen ist, damit ich im Zweifel nicht allzu weit von meinem Baby entfernt bin. Jedoch bedeutet es nicht, nur weil man sich für die Geburt im Krankenhaus entscheidet, dass es kein Risiko gibt. Eine 100%ige Sicherheit kann einem kein Ort bieten. Bei meinen drei Kindern sah es so aus, dass die Schwangerschaft nicht 40 Wochen dauern würde (Cervixinsuffizienz), so dass es mir besonders wichtig war, uns Beide gut versorgt zu wissen. Bei unserem Sohn trat das ein, was ich in allen drei Schwangerschaften befürchtete und er war so früh, dass er auf der Intensivstation versorgt werden musste.

Eine natürliche Geburt – was ist das überhaupt?
Doch sicherlich kein Wettkampf!

Das, was als natürlich betitelt wird, wird zum Wettkampf. Statt höher, schneller, weiter können wir hier einsetzen: ambulant, nicht ambulant, mit PDA, ohne PDA, spontan oder per Kaiserschnitt, in drei Stunden, oder in 36 Stunden. Jede Frau versucht sich auf die Geburt vorzubereiten, damit ihr Kind gesund geboren wird. Dazu hat jede werdende Mutter das Recht, den Weg zu gehen, wenn nichts Medizinisches dagegen spricht, den sie gehen möchte. Und das was die eine Frau als Trauma nach der Geburt empfindet, mag für eine andere frisch entbundene Mama nichts Schlimmes sein. Ich würde mir wünschen, dass man sich nicht gegenseitig abspricht, was einem widerfahren ist. Jeder Mensch hat seine eigene Toleranzgrenze. Wenn euch eine Frau etwas von ihrer Geburt berichtet, dann ist das etwas sehr Sensibles und sollte nicht bewertet werden. Sätze wie “ach komm, das klingt doch nicht so schlimm”, können weh tun und sind vollkommen fehl am Platze. Ich kann z.B. überhaupt nicht beurteilen wie es ist lange in den Wehen zu liegen. Aber ich kann sagen, dass mir die 7 Stunden bei meiner grossen Tochter lieber waren, als die rasanten 1 3/4 Stunden bei meiner kleinen Tochter nach Einleitung Dank Blasensprung. Denn bei ihr konnte ich kaum realisieren, was da eigentlich gerade passiert ist. Und das ist der Punkt an dem ich mir wünsche, dass mir eine Frau, die lange Zeit in den Wehen gelegen hat, nicht sagt, warum es für sie aber dennoch schwerer war. Ein Austausch kann stattfinden, aber hier sollte sich keiner über den Anderen stellen.

PDA – meine grosse Hilfe

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich gerne mit PDA entbinden möchte. Ich bin wahnsinnig schmerzempfindlich und so sehr es mir auch davor grauste, die Nadel gesetzt zu bekommen, so sehr wollte ich diese Schmerzlinderung für mich, auch wenn mir die Nebenwirkungen durchaus bewusst waren. Man riet mir nach meiner großen Tochter bei weiteren Geburten auch dazu, auf Grund dessen, dass sich meine Plazenta schlecht löste, trotz sämtlichen Mittelchen. Da es sehr gefährlich werden kann, wenn Teile der Plazenta im Bauch bleiben, musste man da leider noch nach schauen. Ohne PDA wäre dies ein Fall für den OP gewesen, denn sonst ist eine Ausschabung zu schmerzhaft. Mit PDA konnte ich mit meiner Tochter kuscheln und bekam von dem Ganzen Prozedere mehr oder weniger nichts mit. Tatsächlich behielt der Oberarzt, der mir damals für künftige Geburten dazu riet Recht. Auch bei meiner kleinen Tochter und meinem Sohn hat sich das Legen der Peridualanästhesie nicht nur für die Geburt gelohnt.

So viele Frauen schimpfen über die Situation im Krankenhaus, weil sie schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das tut mir immer wieder leid, wenn ich davon hören. Ich habe gesehen, wie voll bei allen drei Kindern der Kreißsaal war und wie wenig Hebammen vor Ort waren, jedoch hat man mich das nie spüren lassen. Stets war ich gut versorgt, hatte die Hebamme bei mir, wenn ich sie brauchte. Es ist mir ein Rätsel, wie sie das gelöst haben, aber sie haben Wunder vollbracht. Ich habe mich zu jeder Zeit dort sehr gut aufgehoben gefühlt, was wahnsinnig wichtig ist und kann die Negativerfahrungen nicht teilen. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Hebammensituation in Krankenhäusern gut ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe sehr, es fühlt sich niemand angegriffen und meine Botschaft kommt an. Das Thema Kaiserschnitt habe ich hier sehr weit ausgeklammert, da ich keines meiner Kinder so auf die Welt brachte und dazu einfach nichts sagen kann. Das überlasse ich anderen Frauen, die dadurch ein Baby im Arm halten dürfen.

Auf unsere Kinder und das was wir vollbracht haben.
Alles Liebe,
Tanja

 

[Leben] Fläschchen oder Stillen? Ich kenne Beides. Drei Kinder, drei Stillgeschichten.

“Sag mal, stillst du eigentlich deinen Sohn? Denn man sieht es nie und vielleicht hat es ja auch nicht geklappt, weil er ein Frühchen war.” Nachrichten in dieser Art bekomme ich recht häufig. Sie stören mich nicht, ganz im Gegenteil, manchmal entstehen nette Dialoge. Ich habe mich gefragt, woher diese Frage rührt und dachte ich nehme das als Anlass, euch zu erzählen, wie es bei unseren drei Kids war oder noch ist. Doch vorher möchte ich eine Sache loswerden:

Scrolle ich durch meinen Instagram Feed, dann sehe ich häufig Fotos von Mamas mit ihren Babys oder Kleinkindern die gestillt werden. Man erkennt meist nicht viel, sieht aber diesen schönen intimen Moment. Bei mir seht ihr diese Fotos nicht, obwohl es durchaus welche gibt. Nicht viele, eher für mich, für uns, als Erinnerung. Denn auch wenn es etwas vollkommen Natürliches ist, möchte ich nicht, dass es von mir und eben jetzt meinem Sohn, öffentlich solche Fotos gibt. Dies ist kein erhobener Zeigefinger für alle Anderen, sondern die Erklärung dafür, warum ich es anders handhabe. Es gibt Themen, die ich hier nicht thematisiere (z.B. das trocken werden) und es gibt Fotos, die ich nicht zeige.

Stillen? Niemals. Und dann kam alles anders.

Nun hole ich aber erst einmal ganz weit aus. Vor meiner großen Tochter war ich mir sehr sicher, dass ich sie nicht stillen möchte. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, obwohl mir die gesundheitlichen Aspekte und ja auch die finanziellen Aspekte durchaus bewusst waren. Der Gedanke war komisch für mich. Warum konnte ich auch damals nicht benennen, es war aber einfach etwas was mich abgeschreckt hat. Für meinen Mann war das absolut in Ordnung, schließlich wäre es meine Aufgabe und nicht seine gewesen. Meine Hebamme drängte mich auch zu keiner Zeit und war eine große Hilfe. Je runder mein Bauch wurde, desto mehr kamen die Gedanken auf, was wäre, ich würde es einfach versuchen. Ohne Zwang, mit dem Wissen, ich habe zu Hause im Schrank eine Packung Pre Nahrung und ein Fläschchen bereit stehen. Meine Überlegungen endeten an dieser Stelle und ich traf diese Vorkehrung. Als meine Tochter geboren wurde und in meine Arme gelegt wurde, legte ich sie an, ohne mir weitere Gedanken darüber zu machen und von da an begann unsere vollkommen unkomplizierte Stillbeziehung, die nach 15 Monaten (davon 3 Monate nur noch nachts) von mir beendet wurde. Denn ich fühlte mich nicht mehr damit wohl und ich merkte, wie es mich in der Beziehung zu ihr störte. Also musste ich etwas ändern. Denn eine Stillbeziehung muss für Mutter und Kind funktionieren. Spielt Unwohlsein eine Rolle, sollte man sich fragen, woher dieses Gefühl kommt und was der nächste Schritt ist.  Ohne Tränen, ganz langsam stillte ich also auch nachts ab (Susanne von Geborgen Wachsen hat hier Tipps zum nächtlichen Abstillen) und von da an kuschelten wir einfach so, denn das bedeutete noch lange nicht das Ende des Familienbetts.

Es gibt nicht nur einen richtigen Weg

Bei meiner kleinen Tochter war alles anders. Sie wurde vier Wochen zu früh geboren und war sehr verschlafen. An sich nichts Schlechtes, nur passte ihr Gewicht nicht dazu. Sie musste zunehmen und trinken, damit sie nicht auch noch gelber und dadurch noch verschlafener wurde, als sie es schon war. An der Brust schlief sie egal mit welchen Tricks immer zu schnell ein und so entschieden wir uns auf Grund der Frühgeburtlichkeit dazu, ihr entsprechend Frühchennahrung zuzufüttern, um sie zu unterstützen und um den Druck rauszunehmen. Denn so bekam sie durch die spezielle Milch in nicht allzu vielen Millilitern mehr Kalorien. Somit fing ich an parallel abzupumpen und stillte fast nur nachts. Das Pumpen empfand ich als absolute Anstrengung und Doppelbelastung. In der 3. Woche ersetzte ich auch tagsüber jede zweite Flasche durch das Stillen und in der 4. Woche hatte sie endlich mit dem Gewicht so einen guten Kurs aufgenommen, fast pünktlich zum eigentlichen ET, dass wir die Flasche ganz weglassen konnten. Nach weiteren vier Wochen merkte ich, wie anstrengend jede Situation ist, die mit dem Stillen zu tun hat. Ich hatte ja dieses Mal noch meine grosse Tochter zu Hause, mit ihren gerade zwei Jahren. Die Kleine trank aber nur bei absoluter Ruhe an der Brust. Nachts klappte es prima, wenn sie da überhaupt wach wurde, tagsüber waren wir aber nun einmal nicht alleine. Weitere vier Wochen später habe ich mich entschieden, ihr wieder die Flasche zu geben,da ich immer angespannte war und mir schlichtweg Zeit und Ruhe fehlten. Es war absolut richtig so abzustillen, denn endlich waren sie und ich zufrieden und das ist das Einzige was zählt. Übrigens, die Sache mit der Ruhe beim Trinken behielt sie dennoch bei. Recht schnell griff sie selbständig die Flasche. Das Kuscheln kam dennoch zu keinem Zeitpunkt zu kurz. Rückblickend frage ich mich, warum ich überhaupt weitere vier Wochen gewartet habe. Aber schlussendlich spielt das gar keine Rolle, denn so wie alles kam, war es richtig für uns.

Kann man ein Frühchen stillen?

Unser Sohn kam fünf Wochen zu früh zur Welt und ich hatte “Sorge” (da gab es ganz andere Sorgen, aber das hatte ich nun mal nicht in er Hand), dass das Stillen wieder ähnlich kompliziert ablaufen könnte. Vor allen Dingen, weil man nun einmal nicht vorher weiß, wie lange das Kind auf der Frühchenintensivstation liegen wird. Das alleine ist zwar kein Grund nicht zu stillen, jedoch gab es bei ihm Faktoren die dazu führten, das ich weder tagsüber, noch nachts stillen konnte. Erstens war er einfach zu schlapp und brauchte jede Energie zum Atmen und zweitens ist die Gefahr, dass er sich verschluckt und die Milch die falsche Abzweigung nimmt bei manchen Atemhilfen einfach zu groß. Also pumpte ich ab, auch nachts, mit dem Ziel problemlos stillen zu können, wenn er stark genug ist. Außerdem hatte ich so wenigstens das Gefühl irgendwas für ihn tun zu können. Die Eltern mit Frühchen wissen vielleicht wovon ich spreche. Denn das Ganze lief so gut, dass er kaum (nur zu Beginn) andere Milch über die Magensonde erhielt, sondern dennoch Muttermilch. Nach 2,5 Tagen konnte man langsam erste Trinkversuche mit der Flasche unternehmen und er machte gar nicht so schlecht. Atmen und trinken zur gleichen Zeit musste zwar erst einmal geübt werden, aber es war noch kein Meister vom Himml gefallen. Nach einem weiteren Tag zogen wir auf der Frühchenstation in ein Mutter Kind Zimmer. Nun hatte ich ihn bei mir und die Pumpe konnte ich schon nach dieser doch eigentlich kurzen Zeit nicht mehr sehen. An er Flasche verhaspelte er sich leider auch immer wieder und so beschloss ich beim nächsten Hunger, einfach zu stillen. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass das gut klappen würde. Und siehe da, es klappte absolut problemlos. Er trank viel besser, als aus der Flasche und auch die Gewichtsprobe zeigte, dass er so viel mehr trinkt, was im Hinblick auf seine immer gelber werdende Hautfarbe nicht zu unterschätzen war. Nach weiteren zwei Tagen durften wir nach Hause gehen und die Pumpe, die ich mir bereits für zu Hause organisiert habe, ließ ich bereits im Krankenhaus wieder abholen. Zu Hause lief es ebenso gut weiter, aber natürlich ist der ganze Stress nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Ich hatte zwei Mal recht kurz hintereinander eine Brustentzündung, was absolut schmerzhaft war und ebenso neu für mich. Nichtsdestotrotz haben wir auch das gut gemeistert und noch ist kein Ende in Sicht. in 2,5 Monaten wird der Kleine ein Jahr alt und ich stille aktuell wieder nahezu voll, wenn man die Dinge, die er bei uns vom Familientisch probiert außen vorlässt. Denn diese Portiönchen, falls man sie überhaupt so nennen kann, sind weit davon entfernt sättigend zu sein. Eigentlich lief es mit der Beikost schon ganz gut, jedoch wollte er nach der Krankenwelle einfach nicht mehr so Recht. Aber das ist nicht schlimm. Er hat Zeit. Und solange es für uns Beide passt, bleibt es auch so.

Das Einzige was zählt ist wie man es macht und nicht ob Flasche oder Brust.

Abschließend kann ich sagen, da ich nun beide Seiten kenn, dass ich das Stillen bevorzuge. Auch wenn der Weg bei unserer kleinen Tochter für uns so genau richtig war, stand ich doch ein, zwei, drei Mal ohne Milchpulver irgendwo. Ich bin da eher praktisch veranlagt und war es von der Großen noch gewohnt, nur mit Kind das Haus verlassen zu können. Aber das Allerwichtigste ist, dass jeder den Weg wählt, mit dem er sich wohlfühlt. Denn stillen, nur weil man das Gefühl hat es zu müssen, ist kein schönes Gefühl. Und ich bin sehr froh, dass ich mich bei unserer kleinen Tochter sehr schnell von diesem Gedanken verabschiedet habe. Aber genauso glücklich bin ich, mich bei unserem Sohn da durchgeboxt zu haben, da ich es sehr schön finde, dass noch einmal so erleben zu dürfen.

Habt ihr Lust mir in die Kommentare zu schreiben, wie es bei euch war?

Habt ihr sogar auch ein Frühchen und stillen können?

Alles Liebe

Tanja

 

 

[Leben] Wenn das geliebte Haustier gestorben ist – wie sag ich es meinem Kind?

Friedlich schlief Mogli, unser Kater, in meinem Arm ein und ich hielt ihn noch eine Weile, bis ich mir sicher war, dass er wirklich nicht mehr merken würde, wenn ich ihn alleine lasse. Unser Kater musste gehen, der Zeitpunkt war viel zu früh und viel zu plötzlich gekommen.

Wie sage ich meinem Kind, dass das Haustier gestorben ist?

Als ich wusste, dass unser Haustier eingeschläfert werden muss, habe ich im Internet ein Bisschen recherchiert und mir aus unterschiedlichen Texten Informationen herausgefiltert.
Hier habe ich die Punkte aufgelistet, die ich wichtig finde und worauf ich versucht habe zu achten:

  • in gewohnter Umgebung vom Tod des Haustieres erzählen
  • eigene Emotionen nicht unterdrücken, die Kinder dürfen sehen, dass man selbst auch traurig ist
  • Freiraum lassen, da sein und wenn gewünscht darüber reden
  • nicht zu viele Informationen geben und Ausschmückungen vermeiden.
  • einen Ort einrichten, an dem man bewusst an das Tier denken kann

Und wie war es bei uns?

Eine Woche lang war mir schlecht, stets kam der Gedanke auf, sollte es soweit sein, wie sagen wir es den Mädchen? Denn als unser Kater erkrankte, hatte ich dieses Bauchgefühl. Natürlich haben die Kinder mitbekommen, dass es ihm einfach wirklich nicht gut geht und wir haben auch mit ihnen darüber gesprochen. Wir sprachen nicht davon, dass es sein kann, das er stirbt, wir wollten sie nicht unnötig beunruhigen, sollte es doch anders kommen. Sie spürten, dass es nicht nur ein “Schnupfen” ist, mit dem Mogli kämpfen muss. Besonders unser großes Mädchen verabschiedete sich die letzten zwei Tage morgens sehr intensiv von ihm.

Wichtig war es für mich, dass unsere Töchter nach der Schule und nach dem Kindergarten erst einmal gut zu Hause ankommen. Unsere Große suchte allerdings recht schnell unseren Kater, weil sie schauen wollte, wie es ihm geht. Ich setzte mich mit ihnen zusammen hin und erklärte ihnen, dass er so krank war, dass er gestorben ist. Bewusst habe ich nicht von einschlafen gesprochen, damit keine falschen Hoffnungen geweckt werden oder gar Ängste geschürt werden, sie würden selbst nicht mehr aufwachen, wenn sie abends ins Bett gehen.

Das Thema Tod haben wir erst vor ein paar Wochen aus anderen Gründen thematisiert, so dass beide Mädels wussten, wovon ich spreche. Die Reaktionen waren vollkommen unterschiedlich. Während die Große (6,5 Jahre) direkt Tränen in den Augen hatte und schluchzte, merkte man sehr, wie es bei unserer Kleinen (4 Jahre) ratterte. Dann schmiedete sie Pläne und wollte gerne, dass wir rausgehen und spielen. Sie war recht rastlos und kam von Idee auf Idee, was sie gerne spielen wollte. Sie dachte weiter nach. In der Zwischenzeit malte meine Große ein Bild von Mogli, mit Luftballons die in den Himmel fliegen.

Fast eine Stunde war vorbei und die Kleine bekam einen absoluten “Wutanfall”. Irgendwann schlug das wütende Schreien um. Sie weinte bitterlich und fragte, ob Mogli wirklich nie wieder bei uns sein würde. Nach meiner Antwort brachen alle Dämme und auch sie hat verstanden, was passiert ist und kuschelte sich fest an mich.

Unterschiedliche Reaktionen sind vollkommen normal

Für Kinder ist das Thema Tod sehr abstrakt. Und jeder nimmt so eine Nachricht anders auf. Wir Erwachsenen sind natürlich auch traurig, wir begreifen es aber anders, als es Kinder tun. Ich habe versucht ihnen den Raum zu bieten, den sie ggf. benötigen. Ich war die ganze Zeit bei ihnen und nahm sie in den Arm, wenn sie das wollten. Es gibt nicht das klassische Schema F, wie Kinder reagieren können oder sollen. Alleine hier bei uns, gab es bei unseren Töchtern zwei unterschiedliche Arten, damit umzugehen. Während unsere große Tochter es direkt versucht über das Malen zu verarbeiten, redete die Kleine sehr sehr viel von unserem Kater, als sie es begriffen hat und betonte immerzu, dass er wirklich nicht mehr wiederkommt.

Ich habe nicht benannt, wo er nun ist, da ich hoffte, sie würden für sich eine Lösung finden. Schnell war für Beide klar, dass er sich wohl die allerschönste Wolke ausgesucht hat und nun so auf uns aufpasst. Laut der Kleinen ist er nun der Coolste von uns allen. Warum? Wenn man tot ist, wird man unsichtbar, sagt sie. Und das findet sie mächtig beeindruckend. Eine Superkraft ist das ihrer Meinung nach. Unsere Große wünschte sich dennoch direkt einen Platz, der nur für unseren Kater ist. Sie wünscht sich eine Pflanze für den Balkon, das soll sein Ort sein.

Vielleicht hilft euch dieser Beitrag, wenn ihr einmal in diese Situation kommen solltet weiter.

Alles Liebe,
Tanja

[Leben] Gedankenkonfetti #1 – Und täglich grüßt das Murmeltier, oder auch nicht?

Ich lese die Alltagsschnipsel bei Pia immer so gerne und finde das eine gute Sache, besonders dann, wenn ich ein paar Dinge niederschreiben, aber nicht für jedes Thema einen einzelnen Beitrag veröffentlichen möchte.

Herzlich Willkommen zu meinem Gedankenkonfetti

Seit 12 Tagen ist hier Funkstille auf dem Blog, ich arbeite im Hintergrund an einigen Beiträgen, die ich aber nicht einfach so schreiben kann und möchte. Dazu ist eine vernünftige Recherche erforderlich und diese Zeit fehlt mir gerade. Abends bin ich oft zu müde und tagsüber gibt es zu viele andere Dinge, die erledigt werden müssen, neben der Betreuung vom kleinen Löwen selbstredend. Und dann möchte ich alles auf einmal, kennt ihr sicherlich auch, oder? Der Balkon braucht noch einen Feinschliff, das Kinderzimmer muss dringend verändert werden (Aussortieren, neu arrangieren, Gedanken machen wie man mehr Platz rausholen kann usw.) und dann ist da noch der alltägliche Wahnsinn und ein kranker Kater.

Neben drei Kindern haben wir ja bekanntlich auch zwei Katzen. Unsere ersten Babys sozusagen. Leider geht es unserem Kater nicht gut (Nierenproblematik) und man muss nun sehen, wohin das führt. Das kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch verdammt viele Nerven. Ständig ist es ungewiss, wie es weitergeht und die Kinder möchten auch wissen, was da eigentlich los ist. Das finde ich besonders schwierig, muss ich gestehen. Nun müssen wir den roten Kater ans Fressen kriegen. Ich gebe mein Bestes, da kann er sich sicher sein.

Und dann gibt es da noch unsere Zweitgeborene, die gerade so ziemlich alles, was ich über Mittelkinder gelesen habe, tagtäglich präsentiert. Mal ist sie groß, mal ist sie ganz klein und die allermeiste Zeit weiß sie selbst nicht so Recht, was sie eigentlich möchte. “Wann ist mein Bruder kein Baby mehr?”, war ihre Frage vor einiger Zeit. Sie freut sich sehr darauf, wirklich mit ihm spielen zu können und kann es kaum erwarten, mit ihm und der Parkgarage zu spielen, das erzählt sie mir schon ganz lange. Aber mit dieser Babyzeit kann sie nichts anfangen, das ist ihr zu unruhig. Dazu plane ich übrigens auch noch einen gesonderten Beitrag.

Damit uns allen auf gar keinen Fall langweilig wird, steht dann auch noch in 2,5 Wochen die Taufe vom kleinen Löwen an. Im Prinzip habe ich mich schon um so ziemlich alles gekümmert. Aber ein Bisschen Deko fehlt noch. Luftballons und eine Girlande hätte ich gerne. Wir feiern draußen und ich hoffe sehr, dass das Wetter hält. Aktuell hält die Prognose 15 Grad und 50% Regenwahrscheinlichkeit bereit, aber da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Also, hier passiert eigentlich eine ganze Menge,
alles Liebe,
Tanja

[Leben] Babyupdate #10 Mein Baby wird groß

Wisst ihr, gerade habe ich meinen kleinen Löwenjungen in seine Federwiege zum Mittagsschlaf hingelegt und habe endlich mal wieder den Kopf frei, um ein paar Zeilen hier für den Blog zu schreiben.

Unser Nesthäkchen wird größer und größer und auch mit dem Wissen, dass die Babyzeit in zwei Monaten offiziell endet, merke ich, wie er ankommt. Ich weiß, ich schrieb schon Mal, er sei nun angekommen. Aber offensichtlich wird er, je mehr er kann, etwas enspannter. Es ist wirklich verrückt, wie sehr er seiner großen großen Schwester charakterlich ähnelt und ich habe das Gefühl die Babyzeit mit ihr noch einmal zu erleben, aber mit einer großen Portion Gelassenheit dazu. Dafür ist er seiner kleiner großen Schwester wie aus dem Gesicht geschnitten. Das ist ganz schön schräg, diese Parallelen zu entdecken. Aber noch mal zurück zum Anfang: Das macht es mir dieses Mal wieder recht leicht, der Babyzeit nicht “nachzuweinen”.

Schlaf Kindlein schlaf

Das Thema Schlafen ist hier keins mehr, seitdem ich für mich beschlossen habe, dass es das eben einfach nicht mehr ist. Der junge Herr schläft einfach nicht gut und ich befinde mich deswegen auch in einem großen Schlafdefizit. An manchen Tagen (Wachstumsschub, Zähne und was man sonst noch alles für Gründe haben kann) schläft er besonders schlecht und an guten Tagen sprechen wir von 3 Stunden Schlaf am Stück. Tagsüber schläft er noch drei Mal, zwei Mal eine halbe Stunde in der Federwiege, was mir hilft, hier zu Hause irgendwas zu schaffen oder eben auch jetzt mal hier etwas zu schreiben, denn abends bin ich aktuell schlichtweg zu KO. Und nachmittags schläft er noch mal ein Stündchen in der Trage, wenn wir alle zusammen unterwegs sind. Hat er seine Schläfchen tagsüber nicht, schreit er sich abends um Kopf und Kragen. Er kann sich nach wie vor nicht selbst regulieren und braucht dabei einfach Hilfe. Wenn wir also merken, er wird zu unruhig, meistens so nach drei Stunden, dann muss man ihn aus dem Alltagsgewusel rausnehmen und ihn zum Schlafen bringen, was dann mit Hilfe auch sehr gut funktioniert. Kuscheln alleine oder nur tragen reicht nicht. Aber wenn man sich quasi mit der Zeit in Gedanken sein eigenes Handbuch zum Baby schreibt, dann hat man irgendwann den Dreh raus und es klappt ganz gut.

Alltag mit Hindernissen?

Mittlerweile fährt er sogar wirklich gerne Kinderwagen, aber nicht, wenn er müde ist. Also drehen wir unsere Runde, nachdem er morgens noch einmal geschlafen hat. Das entlastet mich ungemein. Denn zu Hause möchte er nach wie vor sehr viel auf den Arm, da wach die Tragehilfe leider nicht besonders gut akzeptiert wird. Wenn wir aber spazieren gehen schont es meinen Rücken, ich kann die anfallenden täglichen Erledigungen machen und der kleine Mann ist beschäftigt.

Er lacht ganz schön viel und gerne und genauso schnell fängt er an herzzerreißend zu schreien. Seine Emotionen liegen weiterhin sehr nah beieinander und manchmal kann man nicht abschätzen, wie ihm etwas gefällt. Seitdem er nun aber sitzen kann und sich leicht rückwärts robbend fortbewegen kann, ist die Tendenz zum fröhlicherem Baby auf jeden Fall vorhanden. Gut, wenn es nach ihm ginge, würden wir den lieben langen Tag stehend verbringen , bzw. ich sitzend und er stehend an meinen Händen. Dann ist er wirklich zufrieden.

Alleine spielt er maximal 5 Minuten und untersucht neue Gegenstände. Manchmal reicht es, wenn ich mich einfach zu ihm setze, oft muss ich ihn dann aber auch auf meinen Schoß nehmen, dann dauert die Analyse eines Kochlöffels auch mal deutlich länger. Was ihn dazu aber stets fröhlichstimmt, ist Musik. Manchmal hören wir mit der Toniebox Lieder, manchmal singe ich ihm etwas vor und ein anderes Mal mache ich aber auch einfach nur Radio an. 

Geschwisterglück

Wenn meine Mädchen wieder zu Hause sind und sie gemeinsam spielen, dann ist er nun am allerliebsten mittendrin statt nur dabei. Kürzlich bauten sie sich mit ihren Spielküchenutensilien ein Picknick auf. Er schimpfte wie ein Rohrspatz und wollte mit dabei sitzen. Auch, wenn er natürlich nicht alles stehen lässt, wie sie es aufgebaut haben, akzeptieren sie seinen Wunsch und decken ihm einfach noch einen Spielteller und eine Tasse, damit er sein Gedeck auseinandernehmen kann. Genauso gerne sitzt er nun mit ihnen auf dem Spielplatz im Sand und erkundet die vielen neuen Eindrücke. Schaukeln auf meinem Schoß und rutschen auf dem Schoß seiner Schwestern, das lässt ihn ebenso Strahlen.

Was auch neu ist, ist seine Liebe für unsere Katzen. Niemand erntet so ein freudiges Juchzen und Kreischen wie unsere Fellnasen. Manchmal hat er Glück und sie lassen sich streicheln. (Hier ist ein alter Artikel, wo ich euch etwas zum Thema Baby und Katze aufgeschrieben habe)

Alles ist genau so gut, wie es gerade ist

Mir bleibt abschließend für diesen Lebensmonat zu sagen: Ich bin abends platt wie eine Flunder, aber mindestens genauso glücklich, manchmal unzufrieden, weil ich nicht viel geschafft habe und eben noch etwas zu tun ist. Dabei habe ich doch eigentlich ganz schön viel hinbekommen. Unser Löwenbaby ist ein Fulltimejob. Und z.B. Wäsche aufhängen und falten mit nur einer Hand, das ist verdammt schwierig.  Also wird er so angenommen, wie er ist. So, wie wir es auch mit seinen Schwestern getan haben. (Anmerkung der Redaktion: Da war der Wäscheberg nur kleiner). Und ich nehme die Situation auch an, genau so wie sie ist. Solche Sachen werden hier einfach dann erledigt, wie es machbar ist und wir organisieren eben um. Denn wie kürzlich geschrieben: Auch das dritte Kind läuft hier nicht mit.

Alles Liebe,
Tanja

 

[Leben] Verzaubert durch den Frühling mit sigikid – mit Gewinnspiel

Bei den Kleidungsstücken handelt es sich um Pr Samples und somit unbezahlte Werbung von sigikid

Als ich die neue Kollektion von sigikid sah, wusste ich, was meine Töchter dazu sagen werden. “Wow Mama, wie toll, können wir das direkt anziehen?” Das Design ist verspielt und sehr schön, absolut kindgerecht. Wenn ich wieder anfange über die tolle Qualität zu sprechen, klickt ihr sicherlich gleich weiter. Doch ich muss es einfach sagen: hier verzieht sich nichts und verblichen ist bei uns auch noch nichts. Ich nehme mal an, dass dies auch bei dieser Kollektion der Fall sein wird.

Übrigens, Fun Fact am Rande: die Mädels wollten unbedingt auf diese Art und Weise Fotos machen. So wie in Mamas Zeitschriften, sagte die Grosse. 😉

Schauen wir uns doch mal das Design des T-Shirts im Detail an. Mich erinnerte es sofort an Alice im Wunderland. Die kleinen Details, wie Schlüssel, Spielkarten und Hase, dazu fast ausschließlich zarte Farben. Diese Details sieht man ebenso beim Kleid, welches ihr oben seht, anhand von Spielkarten. Ob Zufall oder Absicht, das wird wohl nur sigikid wissen. Fest steht aber: Wir sind hin und weg. Als ich die Mädchen bat, die Sachen doch einmal anzuprobieren, konnte ich gar nicht so schnell gucken, wie sie sich in Schale geworfen haben. Das Shirt passt wirklich hervorragend zur sommerlichen  Shorts, oder aber auch zur luftigen Chambray Hose, mit den tollen Taschen.

Ich freue mich sehr, dass ich euch auch in diesem Frühjahr die neue Kollektion zeigen darf, da sigikid zu den Kinderbekleidungsmarken gehört, die es schaffen, dass sich die Kids nie eingeengt fühlen oder man als Elternteil das Gefühl hat, dass ein Kleidungsstück unpassend sei. Die Kleidungsstücke sind wieder einmal sehr bequem, dennoch auffallend durch tolle Details und die Schnitte bieten genügend Bewegungsfreiheit.

Das Streifenkleid mit dem niedlichen Aufdruck schafft es trotz der pinken Krone absolut nicht kitschig zu wirken. Und auch dieses Kleid bietet viel Raum zum Spielen.

Ebenso bei unserem jüngsten Familienmitglied. Da sind die Wikinger los. Mir gefallen die Farben, ebenso gut wie das Design. Streifen, gelb und marine, eine ganz tolle Kombination, die mich sofort an Urlaub denken lässt. Die Jeans ist wieder einmal ganz weich und gemütlich, die Bündchen zum Krempeln lassen die Pumphose wieder mitwachsen.  Und seht ihr die Details auf der Jeans?

Auch auf dem Shirt findet man zur Kollektion passende Details. Der Wikinger sieht absolut kindgerecht aus und unsere Kleine betonte bereits, dass sie das T-Shirt ganz schön cool findet. Na da kann er kleine Löwe ja mehr als passend gekleidet in Richtung Frühling steuern. Erst Recht mit den passenden Socken, auf denen es noch einen Wikingerhelm zu finden gibt.

Es gibt noch viele andere tolle Sachen aus der Kollektion für kleine Jungs. Vielleicht findet ihr ja noch das ein oder andere Teil, was euch zusagt.

Gewinnspiel

Und damit das Stöbern noch spannender wird, habe ich noch einen Gutschein für euch.
Wer den 50€ Gutschein gewinnen möchte, sollte mir folgende Frage beantworten:

Welches Kleidungsstück würdet ihr auswählen? Vergesst nicht eure Email-Adresse im dafür passenden Feld einzutragen.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 07.04.2018 und endet um 22 Uhr.

Alles Liebe,
Tanja

 

[Leben] “Das dritte Kind läuft doch sowieso mit” – Wo? Hier sicher nicht!

Als ich mir zu Beginn meiner vierten Schwangerschaft Gedanken machte, wie das wohl wird, wenn die Kinder in der Überzahl sind, hörte ich häufig den Spruch: “Das dritte Kind läuft doch sowieso mit, ihm bleibt ja gar nichts Anderes übrig.” Und bereits ohne mein drittes Kind in den Armen gehalten zu haben, schüttelte ich innerlich den Kopf. Denn auch unser zweites Kind, auch wenn es pflegeleichter als unsere große Tochter war, lief nicht einfach so mit. Niemand lief hier mit, außer uns Eltern, die wir versuchten uns an die stets gegeben Bedingungen, die jedes Kind mitbringt, anzupassen. Ich weiß, sehr viele Eltern sind der Ansicht, dass ein Kind die Familie erweitern und bereichern soll und in ihren bestehenden Alltag integriert wird. Das sehen wir auch so, dennoch kann man meiner Meinung nach nicht erwarten, dass sich alleine das Kind den Gegebenheiten anpasst. Sollten wir als Eltern nicht eine gewisse Flexibilität mitbringen?

“Das dritte Kind läuft mit”

So kam also unser drittes Wunder zur Welt und ich merkte, wie alle in der Familie rückten. Jeder hat seinen Platz verlassen und musste sich neu sortieren. Natürlich haben wir in unserer Familie einen Rhythmus, dieser blieb auch bestehen. Aber in diesem Rhythmus gibt es auch Variablen, an denen man arbeiten kann.

Unsere Tage haben sich verändert. Meine Kapazitäten verteilen sich anders, es ist ein Kind mehr da, welches Bedürfnisse hat. Es hat sogar sehr ausgeprägte Bedürfnisse. Nie käme ich auf die Idee zu sagen, dass unser Nesthäkchen mitlaufen muss. An manchen Tagen und insbesondere an den Nachmittagen, stehen aktuell die Freizeitaktivitäten unserer Mädchen im Fokus. Aber selbst da haben wir es geschafft so dran zu schrauben, ohne dass sie auf etwas verzichten müssen, dass es für alle passt. Es gibt Momente, da muss man eben ein Kind wecken, damit das große Kind pünktlich in der Schule ist. Aber das ist nicht der springende Punkt. Mitlaufen bedeutet für mich, nicht mit allen Bedürfnissen und Wünschen gesehen zu werden, was im Umkehrschluss nicht bedeutet, stets all diese erfüllen zu können. Darüber würde man sich vermutlich irgendwann selbst vergessen. Aber Kinder wollen gesehen werden, auch das dritte Kind.

Wir laufen gemeinsam, als Familie

Schlussendlich läuft hier keiner mit. Höchstens mit uns Eltern, denn wir laufen alle gemeinsam. Manchmal in unterschiedliche Richtungen, weil da wieder die Bedürfnisse ins Spiel kommen. Aber jeder erfährt die gleiche Geborgenheit. Trotz alledem muss man sich davon freimachen, nicht immer alles gleichzeitig schaffen zu können und auch zu müssen. Aber das ist ein anderes Thema, was ich bald auch einmal aufgreifen werde.

Alles Liebe,
Tanja