[Leben] Phantasialand mit Kindern – Lohnt sich das?

Letzten Sonntag waren wir als Familie im Phantasialand unterwegs. Ja richtig gelesen, sonntags. Ich ahnte Schlimmes und erwartete ehrlich gesagt unglaubliche Wartezeiten, aber das traf nicht ein. Auf Grund eines Bloggertreffens mit der Agentur Allround Team, welches im Matamba Hotel im Phantasialand stattgefunden hat, durften wir anschließend alle in den Freizeitpark. Beim Treffen ging es um einen regen Austausch, wie Blogger und Agenturen zusammenarbeiten sollten. Aber das ist ein anderes, wenn auch sehr wichtiges Thema. Daily Pia, Frau Raufuss, Sonea Sonnenschein, Mit Kinderaugen, Diabeteswelt, Stadt Land Mama waren mit von der Partie und es war eine tolle Runde. Auch wenn wir anschließend nicht alle gemeinsam in den Park gegangen sind, das hätte den Rahmen gesprengt. 

Wieso ich euch davon erzähle?

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, darüber zu berichten, aber nachdem mir eine Leserin bei Instagram geschrieben hat, ab welchem Alter ich denken würde, dass das Phantasialand auch etwas für Kinder wäre, dachte ich, interessiert es vielleicht doch mehr Leser als gedacht. Leider habe ich nicht wirklich viele Fotos von Fahrgeschäften gemacht, da eigentlich nur im Fokus stand: Wir genießen den Familienausflug und ich schreibe nicht darüber. Ich versuche euch dann einfach so viel es geht zu verlinken.

Das letzte Mal, als ich im Phantasialand war, hatten wir noch keine Kinder. Ich bin, abgesehen vom Kettenkarussell nicht für Fahrgeschäfte zu haben, mein Mann hingegen umso mehr. Ich bin immer Diejenige gewesen, die freiwillig auf die Taschen aufpasst und der schon schlecht wird, wenn sie die Black Mamba (Achterbahn) beobachtet. Geht man mit Kindern in den Park, ist der Fokus allerdings ein ganz anderer. Anstehzeiten sind für Kinder extrem langweilig, wenn für sie am Ende gar nichts dabei rauskommt, wie bei einem Fahrgeschäft, wo sie noch zu klein für sind.

Farbleitsystem vor den Fahrgeschäften

Anhand einer Messlatte vor den einzelnen Attraktionen kann man immer gut erkennen, ob die Kids schon drauf dürfen, oder eben nicht. Der rote Bereich zeigt an, wenn man zu klein ist, der gelbe Bereich, wenn man sie mit Begleitpersonen nutzen darf und der grüne Bereich gestattet den alleinigen Zutritt.
Zwischen 90cm und 145cm ist die entscheidende Größe, ob das Kind schon mit Begleitung auf ein Gerät darf, soweit wir das gesehen haben. Wenn ihr hier ganz nach unten scrollt, findet ihr eine Übersicht, wie viele Fahrgeschäfte schon etwas für die Größe eurer Kinder wären.

Fragt man unsere Kinder, waren sie Beide jeweils mindestens 10cm zu klein, wobei Beide unterschiedliche Ziele hatten. Die Große kennt keine Furcht. Sie war wirklich traurig, dass sie nicht auf die Wildwasserbahn durfte. Die Achterbahn im Dunkeln, Temple of the Night Hawk, durfte sie mit Papa nutzen (und mit Frau Raufuss, der danach erst mal ziemlich schlecht war…) Und die Kleine? Sie war, als zum Schluss noch einmal alle auf das Kettenkarussell gegangen sind untröstlich, dass sie wieder nicht mit drauf durfte.

Fazit?

Ich finde es lohnt sich durchaus, das Phantasialand als Familie zu besuchen. Die Große war unglaublich begeistert, nicht zuletzt weil sie noch geschminkt wurde. Auch für unsere kleine Tochter war schon viel dabei. Allerdings, mit Blick auf die Eintrittspreise (Kinder bis 3 Jahren sind frei), sind ein paar cm mehr noch von Vorteil, so dass einfach noch mehr genutzt werden kann. Die Grenze von 100cm ist schon prima, aber ab 120cm kann man unserer Meinung nach schon eine ganze Menge machen, vorausgesetzt man hat Kinder, die auch interessiert daran sind. Denn nur für den Matschspielplatz, der zwar toll ist, aber kein alleiniger Grund ist das Phantasialand zu besuchen, muss man dort auch nicht so viel Eintritt bezahlen. Die Kleine schätze ich eher so ein, dass sie selbst bei 120cm nicht auf die Wildwasserbahn steigen würde, sondern weiterhin ein Freund des Würmling Express wäre. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass wir nächsten Sommer dem Phantasieland erneut einen Besuch abstatten werden, dann ist die 1m Marke von unserer Juniorin auch geknackt und unser großer Adrenalinjunkie kann mit Papa die anderen Attraktionen unsicher machen. Und ich? Ich werde Zuckerwatte naschen, aufs Baby und auf die Taschen aufpassen und die Augen schließen, wenn mein Mann auf die Black Mamba geht.

Seid ihr schon mal im Phantasialand gewesen?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Loslassen und Flügel schenken – mein Vorschulkind

Als ich bei Super Mom Berlin einen Artikel über ihre Tochter gelesen habe, anlässlich ihres 6. Geburtstages, fand ich darin meine Große wieder. Jette nannte ihre Erstgeborene Testhäschen und ich nickte halb grinsend und mit einer Träne im Auge, weil es den Nagel ziemlich genau auf den Kopf trifft.

Die Ungewissheit vor einer neuen Zeit mit meinem Vorschulkind

Im Moment wird mir ganz schwer ums Herz, wenn ich darüber nachdenke, dass ich sie bald ein Stück mehr loslassen muss, es nicht mehr diese geschützte Umgebung gibt, wie noch im Kindergarten, wo es diesen Türcode gibt, den nur wir Eltern kennen, damit wir unsere Kinder abholen können. Dort wo es Erzieher gibt, die mein Kind morgens ansehen und anhand ihres Gesichtsausdrucks erkennen, wie sie sie heute am Besten in Empfang nehmen. Da wird es der große Schulhof sein und ich muss darauf vertrauen, dass mein Kind nicht mit Fremden mitgeht und wartet, dass ich sie abhole und mir hoffentlich noch genauso voller Enthusiamus wie jetzt von ihrem Tag erzählt und darauf hoffen, dass sie eine/n tolle/n Lehrer/in bekommen wird.

Blicke ich zurück, erinnere ich mich sehr positiv an die Grundschule

Doch wer sagt, dass sie in der Grundschule nicht mehr geschützt ist? Erinnere ich mich an meine Grundschulzeit, dann denke ich an eine warmherzige Lehrerin, die einen auch mal in den Arm genommen hat, wenn man vor lauter Verzweiflung drohte zu platzen. So Jemanden kann man sich nur an seiner Seite wünschen. Und glaubt mir, es gab eine gesunde Mischung. Ich fühlte mich dort stets gut aufgehoben und ich wünsche mir sehr, dass es meiner Tochter ebenso ergehen wird.

Die ersten Male mit einem Kind – mit unserem jetzt Vorschulkind

Sie wird die Erste von unseren drei Kindern sein, die diesen Schritt geht. So wie sie die Erste gewesen ist, die wir im Kindergarten eingewöhnt haben oder sie die Erste war, mit der wir gemeinsam schaukelten. Sie war die Erste mit der wir Fahrrad fahren übten, Purzelbäume machen oder Pusteblumen zu pusten. Aber nun steht ein neuer großer Schritt bevor und sie brennt innerlich dafür und kann es kaum erwarten. Sie hat keine Angst vor dem Ungewissen was auf sie zukommt und sie ist voller Mut.

Wenn ich sie mir so anschaue, dann staune ich, wie groß sie geworden ist und mit was für einem gütigen Blick sie durchs Leben geht. Das macht mich wahnsinnig stolz. Ich wünsche mir sehr für sie, dass sie diesen Blick behält und ebenso die Freude daran zu lernen und es auch niemand in der Schule schafft, ihr das zu nehmen.

„Weißt du Mama, worauf ich mich so richtig freue, wenn ich in die Schule komme? Dann lerne ich richtig lesen. Und dann kann ich meiner Schwester und dir eine gute Nacht Geschichte vorlesen, so wie du das sonst immer machst.“ 

Mein Blick sprach danach Bände und ich musste mir die feuchten Augen doch schnell mal trockentupfen.

Helft ihnen beim Fliegen, aber reicht stets eine Hand

Alles was wir machen können, ist unseren Kindern das Gute aufzuzeigen und vorzuleben. Wir sollten ihnen Flügel schenken und keinen Ballast der sie am Boden hält. Alles Andere haben wir nicht in der Hand. Ich vertraue darauf, dass unsere enge Bindung helfen wird, dass wir Beide stets ein Bisschen mehr loslassen können, mit dem Wissen, dass da stets eine ausgestreckte Hand sein wird.

Wie geht es euch baldigen Schulkindeltern denn?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Bonding im Mutterleib – für Mamas und Papas gleichermaßen wichtig

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Wie ihr wisst, kooperiere ich schon seit einigen Jahren mit Nivea. Als Nivea anlässlich des Vatertags, der bald ansteht, auf mich zukam, ob ich nicht Lust habe etwas zum Thema intrauterines Bonding zu schreiben, habe ich nicht lange überlegen müssen. Aktuell bin ich mit dem dritten Kind schwanger und sehe, wie unterschiedlich Bonding sein kann und wie unterschiedlich die Kommunikation mit dem Baby im Bauch ablaufen kann. 

Passend zum Vatertag hat Nivea auch wieder ein Vatertagsvideo veröffentlicht.

Bonding – was ist das eigentlich?

Bonding bedeutet schlichtweg Bindung. Aber es gibt eben nicht nur die Bindung vom Kind zur Mutter, auch wenn das Kind noch im Bauch ist, sondern auch dann bereits schon die Bindung zum Vater.

Eine sichere Bindung beginnt im Mutterleib

Ich weiß nicht wie es euch ging, als ihr den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten habt, aber ich habe intuitiv recht zügig angefangen mit dem Baby zu kommunizieren. Sei es abends auf dem Sofa, dadurch dass ich meine Hand schützend auf meinen Bauch gelegt habe, oder wie ein Weltmeister meinen Bauch eingeölt habe. Das Ölen galt nicht einmal hauptsächlich dem Vorbeugen von Schwangerschaftsstreifen, sondern mehr dem aktivem Beschäftigen mit dem ungeborenen Kind.

Bei den Papas ist es vielleicht etwas anders. Sie haben nicht durch die körperliche Verbundenheit, diese direkte Nähe, wie eine Mama zum Ungeborenen. Enger als durch eine Nabelschnur, kann man eben einfach nicht verbunden sein. Aber das beutetet nicht, dass Väter deswegen keinen Kontakt zum Kind aufnehmen können und kein Bonding entstehen kann. Mit der Zeit entwickeln sich alle Sinne des Babys und recht früh kann das Baby im Bauch der Mutter bereits hören. Es hört Stimmen, erkennt Vertrautes, spürt Positives, als auch Negatives. Die Bindung beginnt nicht erst nach der Geburt, sondern bereits in der kompletten Schwangerschaft. Dennoch geht man wissenschaftlich betrachtet davon aus, dass die letzten 8 Wochen im Mutterleib am meisten prägen. Durch die Nabelschnur bekommt das Kind auch Hormone ab, die bei mir als Mama ausgeschüttet werden, sei es durch Freude oder durch Stress. Und darauf kann es reagieren. Hatte ich also einen stressigen Tag, erging es meinem Baby nicht anders.

Bei jeder Schwangerschaft findet das Bonding anders statt

Bei uns kann man sehen, wie das Bonding von Schwangerschaft zu Schwangerschaft anders wurde. Aber stets wurde und wird auf irgendeine Art und Weise mit dem Baby kommuniziert. Mein Mann begleitete mich bei unserer Großen stets zu den Arztterminen, da wir das problemlos so einrichten konnten. Bei unserer kleinen Tochter band er auch bewusst die Große mit ein und gemeinsam haben sie hin und wieder meinen Bauch eingeölt. Oder sie haben eine kurze Geschichte gelesen, wenn wir alle zusammen auf dem Sofa saßen und die Kleine reagierte stark darauf. Noch heute bekommt sie übrigens am Liebsten von ihrem Papa Bücher vorgelesen. Ansonsten war sie tagsüber eher sehr ruhig im Bauch. Sie spürte sicherlich, dass tagsüber nicht viel Zeit blieb und ich mich erst voll und ganz auf sie einlassen konnte, als abends ihre große Schwester schlief. Das war ihre Zeit und das wusste sie. Sie trat „kontrollierter“, wenn sie Papas Stimme hörte und er ihr sagte, dass wir alle da sind. Jetzt, in der dritten Schwangerschaft, findet man irgendwie etwas weniger Zeit, aber durchaus gibt es Momente, wo auch unser Junior schon immer fleißig mit eingebunden wird. Besonders von meinem Mann, wenn abends die Mädchen im Bett sind und er dem Kleinen erzählt, dass er ganz schön wilde Schwestern hat und wir uns schon alle auf ihn freuen. Ich hingegen rede im Laufe des Tages immer mal wieder mit ihm, wenn ich einen Tritt in den Magen bekomme und sage ihm, dass ich ihn nicht vergessen habe und stolz bin, wie wir das bisher alles schaffen.

Rituale schaffen

Urheberrecht: Subbotina Anna/Shutterstock

Abends nach der Arbeit wurde nicht mehr nur ich begrüßt, auch der Bauch indem mein Mann seine Hand auf meinen Bauch legte und er unserer Tochter Hallo sagte.  Als ich ab der 25. Schwangerschaftswoche liegen musste, haben wir noch mehr mit unserer Tochter im Bauch kommuniziert. Wie oft hat er ihr gesagt, dass sie sich noch Zeit lassen soll, dass wir uns auf sie freuen, es aber einfach noch viel zu früh ist, um das Licht der Welt zu erblicken. Kamen irgendwann die Tritte ganz aktiv dazu, die nicht nur für mich spürbar waren, sondern auch für meinen Mann, dann sah man, wie die Beiden einen Weg gefunden haben miteinander zu kommunizieren und wie sie auf ihn reagierte. Anders als auf mich. Es wurde fast zu einem Ritual. Er legte die Hand auf den Bauch und sprach mit ihr und sie? Sie wurde plötzlich ganz aktiv und hat fleißig gegen seine Hand getreten. So als würde sie sich freuen, dass er nun auch wieder da ist. Zuvor waren wir den Tag über alleine und durch das viele Liegen, hatte sie auch keinen Rhythmus und wurde nicht geschaukelt. Es war für sie immer recht ruhig, einzig allein das Streicheln des Bauches und Erzählen teilte ich mit ihr.

8 Tipps zum Bonding

Nachdem ich euch nun viel darüber erzählt habe, wie wir versucht haben, bereits im Bauch eine Bindung zu unseren Kindern aufzubauen möchte ich euch nun noch einmal in Form von Stichpunkten ein paar Vorschläge machen:

  • bewusstes Sprechen mit dem Baby
  • annehmen der neuen Rolle als Papa und Mama
  • bewusstes Zeit nehmen für das Baby (vielleicht ja auch in Form von Geburtsvorbeitungskursen, wenn ihr das Gefühl habt, dass sonst kaum Zeit vorhanden ist, so nimmt man sich sie vielleicht eher)
  • Vorsingen, vielleicht ja auch mit einem bereits vorhandnen Geschwisterkind
  • macht abends, wenn es Zeit ist ins Bett zu gehen, die Spieluhr an, die euer Kind auch danach begleiten wird.
  • auch Papas können den Bauch eincremen/einölen
  • versucht vielleicht hin und wieder gemeinsam einen Ultraschalltermin wahrzunehmen, wenn ihr das sowieso machen lassen möchtet
  • verbiegt euch nicht, es verursacht euch kein gutes Gefühl, wenn ihr euch bei einer Bonding „Maßnahme“ nicht wohlfühlt, was sich wiederum durch Stress bemerkbar machen kann.

Habt ihr Lust zu erzählen, was ihr für Rituale in der Schwangerschaft hattet?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Lasst euch nicht verunsichern – geborgen und intuitiv im ersten Lebensjahr

Ich habe mich bei meinem ersten Kind oft gefragt, was ich falsch mache. Wieso? Na weil es so bestimmte Meilensteine gibt, wie etwas laut irgendwelchen Büchern laufen soll, was einem als frisch gebackene Mama gerne suggeriert, dass man ganz sicher auf dem Holzweg ist, obwohl man glaubt geborgen zu handeln. Doch leider nicht nur laut Büchern, in vielen Köpfen hat sich das eben so manifestiert.

Ammenmärchen

Ab dem vierten Monat gibt es bitte Beikost, dann wird allmählich abgestillt. Und leg das Kind doch bitte nicht ins elterliche Bett. Sonst verwöhnst du es nur. Tragen? Himmel, es gibt doch Kinderwagen, sonst möchte das Kind ausschließlich von dir getragen werden, pass ja auf. Es akzeptiert nur Mama zum Trösten, auch nachts, obwohl Papa auch da ist? Tja, das bist du wohl selbst Schuld, wenn du dir von deinem Baby/Kleinkind so auf der Nase rumtanzen lässt.

Wie war das denn bei uns? Stillen und Brei oder doch BLW?

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Die Große wurde voll gestillt und zeigte irgendwann Interesse an unserem Essen. Sie schaute immer mal wieder, was wir da am Essentisch eigentlich so machen, versuchte auch mal nach etwas zu greifen, aber den Mund bei einem Löffel Brei wollte sie partout nicht aufmachen. Ich persönlich kann das sehr gut verstehen, ich finde ja ob selbstgemacht oder selbstgekauft, Brei ist einfach nicht ansprechend. „Damals“ hatte ich noch nie etwas von BLW gehört. Ich gab meiner Tochter aber intuitiv statt Brei einfach mal gedünstete Gemüsestäbchen oder eine Nudel, mit dem Gedanken: Was man püriert gibt, kann im Ganzen nicht so viel schlechter sein. Davor, dass sie sich verschluckt hatte ich keine Angst, auch ein Baby ist bereits durchaus kompetent und sie ist ja nicht allein gewesen. So sicher ich mir auch war, so sehr wurde ich von außen verunsichert: „So stillst du ja nie ab, das dauert ja viel zu lange, bis sie mal satt ist.“ Also fing ich an zu grübeln. Stimmte das? Aber es heißt doch Beikost und nicht Ersatzkost. Also stillte ich weiter und weiter, irgendwann wurde sie tagsüber satt und wollte von sich aus nicht mehr tagsüber stillen, nur noch nachts. Mit 14 Monaten wollte ich es nicht mehr, da ich das Gefühl hatte, es ist ein Automatismus, der den Schlaf noch schlechter macht, als sowieso schon. Mit 15 Monaten war sie abgestillt und mein Gefühl war vollkommen richtig. Es bewies mir aber: So falsch liege ich nicht. Bedürfnisorientiert und geborgen haben wir das zusammen ziemlich gut hinbekommen.

Tragen oder Kinderwagen?
Geborgen ist das Kind immer, wenn ihr auf die Bedürfnisse achtet.

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Beim Tragen ist es wieder ähnlich. Ich hatte mir damals eine Manduca zugelegt, außerdem kauften wir einen gebrauchten Kinderwagen. Wir fanden, dass das ausreicht. Wie sehr wir Recht behalten sollten, wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht. Über die erste Zeit mit unserer Großen schrieb ich hier ja bereits ausführlich. Sie wohnte in der Trage. Die Babywanne wurde von uns 3 Mal benutzt. Was war ich froh, dass wir nicht viel Geld für einen Kinderwagen ausgegeben haben. Trotzdem nahm ich den Kinderwagen gerade zum Einkaufen mit, damit ich alles verstauen konnte. Wie oft mir gesagt wurde, dass es ja an mir liegt, dass das Kind nur getragen werden möchte, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Und so sehr ich das Tragen mochte und mag, glaubt mir, ich hätte alles gegeben, meinen Rücken einmal entlasten zu können. Es war allerdings nicht so. Selbst im Sportsitz wollte sie nicht sitzen. Der Durchbruch kam, als sie Laufen konnte, mit 11 Monaten. Ab da akzeptierte sie auch den Kinderwagen. Ich sage extra auch, da es keinen Tag gab, wo ich ohne Trage das Haus verlassen habe. Ich war mir irgendwann sehr sicher und wusste es ist in Ordnung wie es ist. Ich habe ein sicher gebundenes Kind, was sich darauf verlassen kann, dass seine Bedürfnisse wahrgenommen werden. Hier soll es ja eigentlich nur ums erste Kind gehen, aber an dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass unsere Kleine da genau anders war und lieber ihre Ruhe im Kinderwagen hatte und ich das Tragen eher mal vermisst habe. Aber ihre Bedürfnisse wurden ebenso wahrgenommen und auch sie wächst zu einem sicher gebundenen selbstbewussten Mädchen heran, dessen Bedürfnisse da stets wahrgenommen wurden.

Mein Tanzbereich, dein Tanzbereich

Geht euren Weg, mit eurem Kind, lasst euch nicht abbringen, aber setzt auch keine Scheuklappen auf und betrachtet euren Weg als den einzig Richtigen. Was ich euch mit diesem Post aber sagen möchte ist schlichtweg: Zweifelt nicht sofort an euch, wenn euer Weg in Frage gestellt wird. Ich wünschte mir hätte damals Jemand gesagt, dass das schon alles gut so ist, statt nur dafür kritisiert zu werden, wie ich unser Kind verziehe. Heute ist sie selbstbewusst und autark. Es ist alles eine Typfrage und jedes Kind ist anders. Eure Prinzipien, eure Erziehung. Und vielleicht könnt ihr das ein oder andere Elternteil inspirieren, wer weiß das schon?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] 3 Tipps für den Besuch beim Kinderarzt


Vor einer Weile habe ich mich mit Tina von Kind Küche Chaos darüber ausgetauscht, wie sie es schaffen kann, dass ihr Sohn nicht sofort weint, wenn er nur die Kinderarztpraxis betritt. Ich gab ihr Tipps und Ideen an die Hand, die den Besuch beim Kinderarzt einfacher gestalten sollten. Es funktionierte und sie kamen nicht schweißgebadet aus der Praxis zurück. Ein Dialog entstand und Tina meinte: „Es geht bestimmt auch noch anderen Eltern so, willst du nicht etwas darüber schreiben?“

Tipp 1: Angst nehmen durch Hilfsmittel

Mein Sohn hat auf einmal Angst vor unserer – sehr lieben – Kinderärztin entwickelt. Er weint bei jedem Besuch und möchte sich nicht anfassen, geschweige denn untersuchen lassen. Wie gehe ich am besten damit um?

Zunächst einmal ist es wichtig dieses Verhalten ernst zu nehmen und nicht abzutun. Ängste sollte man nie einfach nur beiseite schieben, sondern überlegen, worin sie evtl. begründet sein können. Denkt das Kind automatisch an die letzte Impfung und verbindet die Praxis direkt damit? Oder war es beim letzten Arztbesuch so krank, dass es sich schrecklich fühlte? Ich bin ein großer Freund von Büchern, wenn es darum geht Dinge zu erklären. So veranschaulicht man anhand von Bildern noch einmal, was im Normalfall eigentlich passiert. Prima ist es natürlich, wenn der nächste Besuch dann lediglich eine reguläre Untersuchung ist, U6, U7 usw. ist, wo man hingeht, wenn es dem Kind an sich gut geht.

Bücher aus der wieso weshalb warum Reihe kann ich sowieso empfehlen und Bodo Bär ist gerade für die ganz Kleinen wirklich süß gemacht. Ich würde also versuchen dieses Thema einfach mal in den Alltag zu integrieren und die Bücher gemeinsam anzuschauen. In Kombination mit einem Arztkoffer kann so evtl. ein Rollenspiel entstehen und das Kind kommt aus der „Opferrolle“/Angst heraus und ist selbst die Person, die mit dem Stethoskop einmal nach dem Rechten sieht. Steht dann die nächste U an, kann man kurz vorher noch einmal das Thema aufgreifen und erklären, dass nun ein gemeinsamer Besuch dort ansteht, aber der Koffer zB. ja einfach mitkommen kann. Ich glaube nicht, dass ein guter Kinderarzt etwas dagegen hat, wenn man parallel mit seinem Spielstethoskop hantiert.

Tipp 2: Beschönigt nicht, was auf das Kind zukommt.

„Das tut jetzt ein bisschen weh“ oder „ist doch nur ein kleiner Piks“ – wie ehrlich sollte ich vorher zu meinem Kind sein?

Ich verharmlose die Situation gegenüber meinem Kind beim Impfen nicht, dramatisiere es aber auch nicht. Ich erkläre in dem Moment kurz bevor es losgeht, dass es nun einen Piks gibt, der auch weh tut, der Schmerz aber schnell nachlässt und es wichtig ist, wenn man gesund sein möchte (an dieser Stelle bitte an alle: Ich führe hier keine Diskussion zum Thema Impfen und werde Kommentare die in diese Richtung gehen auch nicht zulassen). Natürlich sage ich das so nicht meinem 6 Monate altem Säugling, sondern meinem 1,5 bis 2 Jahre altem Kind. Sonst gibt es lediglich die Aussage, dass es nun einmal kurz zwickt. Der Moment ist für die Kinder an sich schon aufregend genug. Wichtig hierbei ist: Bleibt selbst ruhig. Eure Unruhe überträgt sich wie in allen Situationen aufs Kind. Bei der Kleinen konnte ich es zum Beispiel nicht aushalten, sie dabei auf dem Arm zu halten, es erschien mir falsch. Ich wollte nur die Person sein, die sie tröstet, nicht die, die sie festhält, damit das Beinchen auch nicht wackelt. Es ist aber keine Schande dies zu sagen, dafür gibt es kompetente Arzthelferinnen und ihr lasst damit auch nicht euer Kind alleine. Ihr seid da, aber ihr nehmt nicht die Rolle ein, die das Kind mit verärgert.

Tipp 3: Seid Experte für euer Kind und beruhigt es, wie auch sonst.

Wie kann ich mein Kind während des Arztbesuches am besten beruhigen?

So wie sonst auch, würde ich sagen. Stillt ihr noch? Dann legt das Kind an. Braucht es einen Schnuller? Dann bietet ihm den Schnuller an, wenn man ihm nicht gerade in den Mund schauen muss. Nehmt euer Kind auf den Schoß, wenn es ansonsten Angst hat abgehört zu werden und redet ihm gut zu. Wichtig finde ich aber dennoch zu signalisieren, dass es gerade keine andere Möglichkeit gibt und es keine Auswahl gibt, außer auf Mamas/Papas Schoß oder auf der Liege zu sitzen, nicht rauszugehen und die Sache zu beenden. „Erinnerst du dich noch, was Bobo Bär mit seinem Teddy gemacht hat? Das machen wir hier gleich auch. Nur da bist du der Teddy und der Arzt ist Bobo Bär und ich bin die ganze Zeit bei dir.“ Bestärkt euer Kind ohne den Arztbesuch als heiligen Gral dastehen zu lassen. Es gibt nun einmal Dinge die getan werden müssen, so wie Zähne putzen. Was ich damit sagen möchte: Findet einen Weg euer Kind zu beruhigen, ohne es durch zu viel Gerede zu beunruhigen, stellt es als etwas vollkommen Normales dar, denn drumherum kommt man nun einmal nicht.

 

Ich hoffe euch damit ebenso ein wenig weiterhelfen zu können, denn es gibt sicherlich das ein oder andere Kind, was Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt hat. Abschließend finde ich es noch einmal wichtig zu sagen: Denkt immer daran, auch wenn ihr euch Hilfe bei einem Experten holt, auf Grund von Krankheit des Kindes oder eben zur regulären U Untersuchung, ihr seid immer noch der Experte für euer Kind. Also handelt dort genauso intuitiv und liebevoll wie auch sonst, habt keine Scheu, nur weil ihr in einer Arztpraxis seid euer Kind zu trösten. Das mag banal klingen, ich glaube nur, dass es wichtig ist, dies so deutlich zu erwähnen, da oft das Gefühl entsteht, in diesem engen Takt in Praxen, dass für so einen „Firlefanz“ nun eigentlich gar keine Zeit sei.

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Baby Erstausstattung – Wie ist unsere Kilenda Erfahrung

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Wir bezahlen keine Leihgebühr für die Kleidung, müssen sie aber ebenso zurückschicken.

Auf Grund meiner Erfahrung mit meinen beiden Mädchen weiß ich, dass man für die Erstausstattung eines Babys wirklich nicht viel benötigt. Zu knapp sollte es auch nicht kalkuliert sein, denken wir da mal an „Spuckkinder“, aber  Massen müssen es nun wirklich nicht sein. Gerade zu Beginn wachsen die kleinen Mäuse doch wirklich flott, nicht wahr? Hat man den Strampler gerade erst gekauft, sitzt er schon etwas stramm und im Nu hat man eine riesige Kiste zu klein gewordener Babykleidung bei sich herumstehen. Wie kann man das ändern?

Kleidung mieten – wie ist die Kilenda Erfahrung

Meine Kilenda Erfahrung ist durchweg positiv. Es gibt Kleidung ab Größe 50. Eine Größe, die bei uns durchaus Sinn macht. Die Mädchen trugen sie locker 4-5 Wochen. Ich habe mir nun für unser Sommerbaby in Größe 50 ein paar Teile zusammengestellt, wo ich genau weiß, dass sie sich als praktisch erweisen werden, aber sie eben auch schnell in Richtung „zu klein gewordene Kleidung“ wandern. Natürlich haben wir auch selbst ein, zwei Teile, die in die Erinnerungskiste wandern können. Aber so geht der Hauptteil einfach per Post zurück.

Wie funktioniert Kilenda?

Geht das wirklich so einfach? Ja! Ich habe es mit Kleidung für die Mädchen bereits einige Male für euch getestet, ebenso mit Umstandskleidung für mich. Nach dem Bestellvorgang erhält man 1-2 Werktage später sein Paket mit einem Retourenlabel. Benötigt man die Kleidungsstücke nicht mehr, dann schickt man sie einfach wieder zurück. Man kann die Pakete auch bunt durchmischen. Es muss nicht exakt in der Konstellation retourniert werden, wie ihr die Sachen erhalten habt. Solltet ihr gerade bei der Erstausstattung sagen, euch ist ein Body oder ein Strampler besonders ans Herz gewachsen, gar kein Problem. Dann behaltet ihr das entsprechende Teil einfach und nach einer bestimmten Zeit, die bei jedem Artikel dabeisteht, zahlt ihr nichts mehr monatlich an Miete, sondern habt es quasi in kleinen monatlichen Raten erworben zum ganz normalen Kaufpreis.

„Pass bitte gut deine Kleidung auf und mach dich ja nicht dreckig“
Ein Satz, den ich nie sage und sagen möchte. Ist bei Kilenda auch nicht notwendig.

Und was ist wenn etwas kaputt geht oder ein Fleck entsteht, der nicht mehr weichen möchte? Dieses Risiko trägt Kilenda und ihr habt nichts damit zu tun. Praktisch, oder? Ich muss euch sagen, wäre das nicht so, hätte ich wirklich Bedenken gehabt, den Mädels die Sachen auch für den Kindergarten anzuziehen. Aber so ist das gar kein Problem.

Eine weitere Erfahrung mit Kilenda ist übrigens, dass wir meistens neue Sachen erhalten habe, da sie so eine große Auswahl haben. Erst zwei Mal waren Kleidungsstücke dabei, die zuvor schon mal bei Jemand anderem waren. Finde ich allerdings auch nicht schlimm, schließlich werden sie von Kilenda ja auch noch einmal aufbereitet. Trotzdem habe ich sie vorher auch noch mal schnell in die Waschmaschine gesteckt, einfach fürs gute Gefühl, macht man mit neuer Kleidung schließlich auch. Im Hinblick auf Babykleidung finde ich den Gedanken aber sogar besonders gut, wenn es schon einmal alles durchgewaschen ist und ich es weitere Male tun werde, wenn wir mal an Schadstoffe denken und Babyhaut noch sensibler ist.

Rechnet sich das?

Ich freue mich jedenfalls eine bunte Auswahl für unser Julibaby zu haben und dennoch zu wissen: Wenn die Größe zu klein wird, dann schicke ich es einfach zurück und muss nicht schauen, wo und an wen ich am Besten die Sachen verkaufen kann. Überlegt mal, wie wenig Geld man schlussendlich für Kinderkleidung beim Weiterverkaufen bekommt. Wenn ihr für einen Body in Größe 50 z.B. für einen Monat 1,17€ zahlen müsst, anstatt 5€ beim Kauf in der Stadt, dann lohnt sich das total, eben gerade in den Größen, die vermutlich nicht lange getragen werden. Denn verkauft ihr den Body, dann würde man in etwa etwas zwischen 1€ und 2€ ansetzen. Dennoch bliebe eine Differenz von 3-4€, die ihr bezahlt habt. Also lohnenswert ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall.

Kilenda für euch

Damit ihr eure eigene Kilenda Erfahrung machen könnt, gibt es noch einen Gutschein. Mit diesem Code rougerepertoire3 erhaltet ihr für einen Monat 3 Teile kostenlos, ausgenommen sind Jacken und Tragesysteme. Es fallen lediglich Versandkosten an, es sei denn ihr bestellt für 15€ selbst noch etwas mit hinzu. Also probiert es einfach mal aus. Das Tolle ist: Es ist kein Abo.  Aktuell beginnt doch die Hochzeitssaison. Vielleicht seid auch ihr eingeladen und mal ehrlich, nur für den einen Tag ein total schickes Kleid fürs Kind zu kaufen ist doch auch unnötig. Leiht es aus, esst leckeren Kuchen und schickt es anschließend wieder zurück. 😉

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Muscheln suchen und Familienzeit im Landal Park

Die gezeigte Kleidung und die Hunter Gummistiefel sind PR Samples von Tausendkind

Im März stand ein 4 tägiger Trip in die Niederlande auf dem Programm. Unser Ziel war ein Landal Park, der direkt in Strandnähe liegt. Es war herrlich und das Wetter meinte es gut mit uns. Aber mal der Reihe nach. Urlaub beginnt ja leider nicht im Urlaub selbst, sondern beim Packen zu Hause.

Koffer packen, Koffer packen muss ein jedes Kind

Definitiv keine Lieblingsbeschäftigung, da ich stets denke, ich hätte etwas vergessen. Außerdem muss ich das Packen so planen, zumindest das der Kindersachen, dass die Kids nicht dabei sind (wenn es um die Kleidung geht). Denn ansonsten wäre sowieso alles falsch, was ich einpacke. Kennt ihr das auch? Wenn sie allerdings nicht sehen, was in ihren Koffern landet, dann wird sich komischerweise im Urlaub selbst nie beschwert, dort gibt es schließlich keine andere Auswahl. Fest stand allerdings, dass ihre neuen Sachen mit müssen, die wir uns bei Tausendkind ausgesucht haben.

Blaues Petit Bateau Shirt, rotes Steiff Sweatshirt, blau weiß geringeltes Zoolaboo Longsleeve, Polo Shirt mit Pferd von Tom Joule, T-Shirt mit Katzenprint von Zoolaboo, Leggings von Name it, Shirt mit Glitzereinhorn von Tom Joule (nicht auf dem Bild)

Vor allen Dingen das neue Lieblingskleid der Großen.

Das wiederum kann ich aber sehr gut verstehen, wer nicht, nicht wahr? Dieses Versprechen gab ich ihnen und befüllte ansonsten nach meinem Gusto die Rollkoffer der Mädels. Ich werde immer besser darin, wirklich nur so viel einzupacken, wie notwendig ist, plus ein Ersatzoutfit.

Mit meinem Koffer bin ich mittlerweile ziemlich schnell fertig und dann kommt noch die großen Tasche mit den „Kleinigkeiten“. Bitte sagt mir, dass ihr das auch kennt. Was da immer alles zusammenkommt, gruselig. Aber irgendwo müssen ja noch Dinge wie Fieberthermometer und Pflaster untergebracht werden.

Kinder, es kann losgehen, ab ins Ferienauto

Donnerstags setzten wir uns ins Ferienauto (wie es die Kinder stets nennen, wenn wir ein Auto geliehen haben), am Geburtstag meines Vaters, voller Vorfreude im Landal Park anzukommen, auf meine Eltern zu treffen und einen schönen Geburtstag samt tollem Urlaub zu verbringen. Die Fahrt verlief problemlos, mit nur einer eingelegten Pause kamen wir doch relativ flott an. Wir waren deutlich vor der eigentlich angegeben Anreisezeit da, aber wir durften dennoch vollkommen problemlos die Schlüssel in Empfang nehmen und ins Ferienhaus einziehen. Also räumten wir das Auto aus, packten alle Sachen an Ort und Stelle und beschlossen als erste Amtshandlung ans Meer zu gehen. Den Kühlschrank befüllen konnte man schließlich auch noch später.

Meerluft, Burgen bauen und Gummistiefel testen

Die Kinder entdeckten, dass man an der Rezeption Bollerwagen ausleihen kann, was wir direkt für drei Tage machten. Ich muss vermutlich nicht erzählen, wie sehr sie sich freuten und wie anstrengend es war, Beide darin zu ziehen, oder? Und wir machten das zu Zweit. Klar, die Große hätte die 700m bis zum Strand auch laufen können, aber wer möchte nicht mal in einem Bollerwagen sitzen und gezogen werden? Die Mädchen waren glücklich, die perfekte Grundvoraussetzung für gute Laune.

Am Strand angekommen, wurde direkt eine Burg gebaut, ebenso mussten wir alle mal mit den Gummistiefeln ins Wasser und die Kleine fand es ganz schön verrückt, als sie sich auch traute, dass ihre Füße dennoch trocken geblieben sind. In den Wellen hüpfen ist ja doch noch einmal eine andere Erfahrung, als in eine Pfütze zu springen. Barfuß wäre es trotz Sonnenschein aber einfach wirklich zu kalt gewesen. Selbst die Große, die gefühlt immer und überall fragt, ob sie nicht lieber barfuß laufen kann, hat nicht einmal diese Frage gestellt. Denn normalerweise funktioniert das bei ihr so: Die Sonne scheint? Zeit die Schuhe auszuziehen.

Die Bisgaard Stiefel der Mädchen und meine Hunter Gummistiefel machten alle Scharlatanereien mit und waren dabei auch noch irre bequem.

In Buddelklamotten, oder auch Matschsachen (die Finkid Kleidung der Mädchen hab ich euch letzten Sommer schon hier genau vorgestellt und sie passt immer noch Bestens), waren sie perfekt gekleidet und ihnen war es weder zu warm, noch zu kalt.

Morgens ein Ausflug, nachmittags an den Strand

So verbrachten wir die Tage und es war genau richtig so. Vormittags war es noch relativ kühl und wir beschlossen, dass wir die Zeit für umliegende Orte nutzen, eher Dörfer. Urig, mit Windmühle, kleinen Sträßchen, frischen Fischhallen und stets einem Imbiss als Mittagessen dort, damit niemand Arbeit hat kochen zu müssen. Gerade wenn man nur so kurz wegfährt, kann man sich das ja durchaus mal erlauben. Besonders ans Herz legen kann ich euch den „Fischmarkt“ in Sluis, den ihr auf jeden Fall aufsuchen solltet, wenn ihr mal dort in der Nähe seid. Im Erdgeschoss kann man frischen und geräucherten Fisch kaufen und ganz oben gibt es ein schnelles Restaurant, was unfassbar voll war. Aber absolut berechtigt. Frischer könntet ihr euren Fisch nicht zubereitet bekommen, wenn es die Alternative zwischen Fischbude und Brötchen auf die Hand und einem normalen Restaurant sein soll. Gerade mit den Kids war es praktisch. Da hätte ich tatsächlich jeden Tag essen gehen können.

Nachdem wir gegessen haben, ging es stets zurück in unser schönes Ferienhaus und alle konnten sich etwas ausruhen, bis es dann nachmittags an den Strand ging. Wir hatten immer die Sonne auf unserer Seite und es war einfach nur herrlich entspannt. Am Wochenende und freitags hat auch das Strandcafé geöffnet (außerhalb der Hauptsaison) und so hatten wir Glück, dass wir außer am Anreisetag, stets einen Kakao mit Meerblick genießen konnten, bevor es dann am frühen Abend zurück ins Haus ging. Vielleicht war auch noch eine Waffel mit heißen Kirschen dabei, aber hey, Meerluft macht hungrig.

Schlafen? Es war nie so leicht.

Abends gab es ein normales Abendbrot und die Kinder fielen fast von allein ins Bett. Einschlafprobleme hatte jedenfalls keiner von uns. Meerluft macht eben nicht nur hungrig, sondern auch ganz schön müde. So konnten die Kids in der oberen Etage schlafen, die mit einem Schutz an der Treppe gesichert war, während wir Erwachsenen noch in Ruhe unten im Wohn-Essbereich sein konnten, ohne das Gefühl zu haben, die Kids ggf. zu stören. Wollte man noch die Sauna nutzen, musste man zwar auch nach oben ins Bad, aber das hat die Kinder keinesfalls gestört.

Gut, dass ich an alles gedacht habe

Am Abreisetag wurde leider die Kleine krank und es zeigte sich, wofür die vielen Kleinigkeiten in der großen Tasche gut waren, von denen ich im „Pack Abschnitt“ schrieb. Allerdings gab es aus dem Grund keinen letzten Strandbesuch, aber abgesehen davon, dass es ohne Frage ziemlich doof war, das sie krank wurde, war es vielleicht ganz gut am Vortag nicht gewusst zu haben, dass es bereits das letzte Mal sein würde. So hat man das noch einmal viel unbefangener ohne Wehmut genießen können.

Die Rückfahrt verlief trotz fiebrigem kleinen Mädchen gut. Sie verschlief fast alles und zu Hause angekommen, haben wir uns einfach darüber gefreut, dass wir zum Glück genügend Muscheln gesammelt haben, die uns noch lange an den wunderschönen Urlaub erinnern werden.

Plant ihr aktuell Urlaub?
Habt ihr Erfahrung mit Landal Parks?

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Schwangerschaftskolumne – der siebte Monat ist vorbei

Puh. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber wo ist denn bitte die Zeit geblieben? Ich komme in den achten Monat. Nicht, dass ich das nicht langsam merken würde, ganz im Gegenteil. Bei den Mädchen habe ich mich immer gefragt, was denn immer alle mit ihren Schuhen so auf Kriegsfuß stehen. Nun frage ich mich, warum meine Sneaker Schnürsenkel haben. Es wird eindeutig Zeit für Ballerinas, denn Bücken wird zum Hochleistungssport.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Mir gehts ganz schön gut, dafür dass bereits der siebte Monat vorbei ist.  Es ist ganz wunderbar, das so sagen zu können. Ich spüre den kleinen Buben viel häufiger und deutlicher. Meine Ärztin hatte Recht, als sie sagte: „Warten sie mal noch 2 Wochen ab, dann spielt auch die Vorderwandplazenta keine Rolle mehr.“ Das ist ganz schön schön.

Einmal hinlegen bitte, der Kreislauf macht schlapp

Außerdem machte ich den Glukosetest, zum Glück nur den kleinen, bei dem man vorher frühstücken darf, anschließend bei der Ärztin eine Glukoselösung trinken muss und nach einer Stunde wird dann der Blutzucker gemessen. Ich habe sehr gehofft, ich würde es dieses Mal gut vertragen. Aber Pustekuchen. Sagen wir mal so: Gut, dass die CTG Liege frei war. Mein Kreislauf rebelliert sofort. Im Liegen, nach 10 Minuten ging es auch schon wieder und der Wert war im Anschluss auch hervorragend.

Der siebte Monat stand im Zeichen der Babykleidung. Ich habe sie durchsortiert und festgestellt, dass in 50 und 56 doch noch ein wenig fehlte. Nun nicht mehr, der kleine Mann ist nun super ausgestattet. Außerdem haben wir nun auch eine ganz tolle Babytrage. So langsam wird es. Vielleicht sollten wir uns aber mal endlich um ein Bettchen kümmern. 😉

Ich hatte gegen Ende des siebten Monats ständig Hunger und der Bauch ist für mein Empfinden ordentlich gewachsen. Zwischenzeitlich dachte ich selbst: Du kannst doch nicht schon wieder hungrig sein. Aber doch, scheinbar schon. Nun denn, dann brauchte der Körper das wohl einfach. Gelüste habe ich eigentlich kaum, wenn wir mal die Lust auf Eis außen vor lassen. Aber das habe ich auch, wenn ich nicht schwanger bin. Wer kann schon einem Spaghettieis widerstehen? Also ich nicht. Und schwanger schon gar nicht.

Ansonsten merke ich gerade sehr, wie ich die Zeit mit meinen Mädchen noch mehr aufsauge. Vor allen Dingen die Kleine spürt die Veränderung sehr stark und kuschelt sehr sehr viel mit mir und möchte plötzlich von mir ins Bett gebracht werden, auch wenn ihr geliebter Papa zu Hause ist. Das ist neu. Das ist aber auch sehr schön.

So darf es gerne weitergehen. Voller Vorfreude, auf den kleinen Sommerjungen.

Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Eine Schwangerschaft – ein Ausnahmezustand für Körper und Seele

Schwanger sein bedeutet noch verletzlicher zu sein, als sowieso schon. Ich persönlich fühle mich auf der einen Seite stärker, aber nie fühlte ich mich gleichzeitig so schwach, weil ich meine Grenzen einfach viel schneller spüre. Eine Schwangerschaft ist für den Körper eine absolute Ausnahmesituation. Was er in diesen 10 Monaten leistet ist phänomenal. Der Körper wird auf den Kopf gestellt, es wird so unfassbar viel Platz im Bauchraum geschaffen, ein Wunder, wie das alles überhaupt funktioniert und sich anschließend zurückentwickelt.

Und dann kommt der Blick in den Spiegel.

Ein kritischer Blick. Ich bin sehr kritisch mit mir. Jeder ist vermutlich mit sich kritisch und man selbst sieht sich stets anders, als es andere Menschen tun. Man beäugt sich, sieht wie sich der Körper verändert. Nicht nur innerlich durch das Kind, sondern äußerlich. Man sagt, Frauen sehen dann weicher aus. Was bedeutet das? Weicher, auf Grund von mehr Fülle? Oder weicher, in ihrer Ausstrahlung? Vermutlich irgendwie Beides. Ich sehe, dass sich mein Gesicht verändert und es gibt Tage, da gefällt mir diese Veränderung nicht, weil ich nicht mich im Spiegel sehe. Aber das ist ok. Das geht vorbei.
Beim letzten Arzttermin zeigte die Waage mein aktuelles Gewicht an. Auch das ist ok, auch das geht vorbei. Dennoch werde ich mich vermutlich nie daran gewöhnen. Aber ich beschwere mich nicht darüber, ich rede auch nicht darüber. Es sei denn ich bekomme gesagt:

Mensch, du bist aber ganz schön rund geworden.“

Ich bin schwanger. Ich bin in der 27. Woche schwanger, erwarte mein drittes Kind und mir geht es gut. Ich stehe hier, darf all das machen, was ich machen möchte und muss nicht das Bett hüten. Das was wir über unser Baby wissen ist ganz wunderbar, man sagt, es sei gesund. Ich sorge mich, mal mehr mal weniger, ob ich auch allen Gerecht werden kann, ob wir vielleicht doch ein wenig verrückt waren oder es aber einfach das verrückteste schönste Abenteuer wird. Und ja, vielleicht bin ich rund geworden, aber ich bin auch verdammt glücklich und kann damit sehr gut umgehen.

Was ich euch mit diesem Text sagen möchte?
Es gibt immer spitze Kommentare. Sobald man schwanger ist, glauben andere Menschen, sie haben einen Freifahrtschein für unerwünschte Worte. Oder würdet ihr Jemandem der nicht schwanger sagen: Mensch, du bist aber rund geworden? Ich glaube nicht. In meiner ersten Schwangerschaft wurde mir bis zum Schluss gesagt ich müsse mehr essen, mein Bauch sei zu klein. Wisst ihr wie man sich dabei fühlt? Als ob die Menge des Essens etwas für die Bauchgröße kann. In meiner zweiten Schwangerschaft gab es stets die Frage, ob das auch alles so geplant war und ob es überhaupt ein Wunschkind sei. Es ist nicht immer leicht, aber steht über den Dingen. Seid stolz auf euch und euren Köper, die Leistung die vollbracht wird.

Ihr tragt ein Kind in euch. Das ist wohl das größte Wunder auf Erden.

Alles liebe,
Tanja

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[Leben] Geschichten mitten aus dem Leben – von Phasen und Kindern

Phase Phase Phase. Gerade würde ich mir wünschen, meine Geduld wäre größer und meine Nerven wären stärker. Aber auch wenn man stets sein Bestes gibt, fühlt es sich manchmal am Ende des Tages nicht so an. Dieses Gefühl kennt bestimmt jede Mama, oder jedes Elternteil, nicht wahr? Manchmal ist man stark und könnte Bäume ausreißen und manchmal, da weint das kleine Kind nach einem, die Große möchte parallel etwas dazu und dann klopft auch noch das Baby an. Mein Gedanke: Gut, dass das aktuell nur klopfen kann. Dann beschleicht mich dazu eine leise Panik, wie das wohl wird, wenn alle drei Kinder etwas von mir wollen. Gerade wenn ich an typische „Schreistunden“ am Abend denke, die Babys nicht so selten haben, ich eigentlich eine gute Nacht Geschichte vorlesen möchte/soll, weil es ein Ritual ist und der Mann arbeitet. Oh je. Nur gut, dass es tatsächlich bisher nur das Gedankenkarussell ist und nicht die Realität. Tun wir also so, als ob das so nie eintreten könnte und lassen uns überraschen, wie es wohl wirklich wird. Schwarzmalerei hat schließlich noch nie geholfen.

Phasen, die das Leben schreibt.

Urheberrecht: Malivan_Iuliia/Shutterstock

Die Kleine ist zur Zeit wirklich ausgefuchst. Nein, das ist falsch formuliert. Denn ein Fuchs war sie schon immer. Aber gerade ist das Lieblingsspiel: Mama und Papa sind da? Prima, dann lassen wir mal alles raus was geht, einer wird schon das machen, was ich möchte.
Ich bin wahrlich eine Mama, die versucht stets bedürfnisorientiert zu handeln, aber bei dem ständigen Wechsel zwischen Mama, ach nein, Papa, da wird es mir manchmal doch zu bunt. Wir alle können uns noch daran erinnern, zu wem man am Besten gegangen ist, wenn man etwas wollte. Stets in dem Glauben, die eigenen Eltern reden nicht darüber, nicht wahr? Mir war nicht klar, dass man das schon mit fast 3,5 Jahren so macht. Die Große betrieb das zumindest nicht so professionell. Ansonsten wissen wir auch mittlerweile, wie schlimm es ist, wenn das Brot geschnitten wurde, obwohl man dies einforderte und das bitte keine Butter aufs Brot soll, weil selbst schmieren das Größte ist.

Brot schmieren, eine olympische Disziplin?

Selbstständigkeit soll doch gefördert werden, nicht wahr? Allerdings gehört Brot schmieren zu keiner olympischen Disziplin und kann deswegen eben nur von Tag zu Tag gemacht werden und nicht 5 Brote hintereinander, wenn man diese nicht auch essen möchte. Aber versuchen kann man es ja. Also fordert man ein Brot ohne Butter, erhält dieses, schmiert es und belegt es. Dann schneidet man es durch, eröffnet unter großem Geschrei, dass es nicht geschnitten sein soll und auch bloß nicht mit Butter, in der Hoffnung ein Neues zu erhalten, um dies neu schmieren und belegen zu können. Prinzipiell ein cleverer Schachzug, wenn man der Tatsache ins Auge sieht, dass sie eindeutig weiß, wie man flott etwas professionell lernen kann. Aber in Anbetracht dessen, dass abends auch schon eine große Portion Müdigkeit mitschwingt, macht es das Ganze dann doch wieder recht unprofessionell und eher müßig für alle Beteiligten. Sie ist frustriert, weil sie natürlich nicht endlos viele Brote erhält, sondern genau so viele, wie sie essen kann und die Große ist gefrustet, weil sie mit Engelszungen versucht ihrer Schwester zu erklären, dass das so nicht geht. Es wird so langsam besser. Einen Kompromiss konnten wir schließen, sie darf mir Butter aufs Brot schmieren und sich, macht schon mal zwei Brote pro Abend. Wird es also doch noch was mit der Butterbrotweltmeisterschaft.

Kinder mit fünf sind nicht groß?

Ansonsten ist Frau Wackelzahn noch immer recht wackelig unterwegs, oder wie sie sagt: Sie ist das gar nicht, nur ihre Laune wackelt. Gut, da mag sie sogar Recht haben. Himmelhochjauchzend und wild weinend wie mit zwei Jahren. Daran hat sich nach meinem letzten Beitrag auch nicht sonderlich viel geändert. Sie wird gerade mit großen Schritten groß, ist aber trotzdem erst fünf. Und wenn man dann mal überlegt, wie alt man selbst ist, dann ist fünf gar kein Bisschen groß. Ich glaube ich erwarte von ihr manchmal zu viel, da ihre taffe Art und Weise mir eben manchmal eine Größe vermittelt, die aber so noch gar nicht wirklich existent ist. Sie muss nicht immer die große vernünftige Schwester sein. Sie muss nicht immer das tapfere Mädchen sein. Sie darf genauso weinen und kuscheln und verneinen. Nur muss man sich das immer wieder ins Gedächtnis rufen, wenn einem sonst gerne so ein Satz um die Ohren fliegt: „Ich bin schon so groß, ich kann das.“

Ein Schwank aus unserem Alltag. Wahrheit, mit einer Prise Ironie und einer Spur Witz.

Alles Liebe,
Tanja

 

 

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