[Leben] Ein Rückblick auf Ängste in der Schwangerschaft

Mit dem Eintritt des Regenwetters, kommt bei mir wieder die Zeit im Jahr, in der ich auf Knopfdruck noch nachdenklicher werde. Nicht weil ich mich dazu verpflichtet fühle, aber ich habe das Gefühl zur Ruhe zu kommen und ein wenig langsamer zu werden, obwohl die Termine nicht weniger werden. Nun gut, eigentlich widerspricht sich alles in diesen wenigen Worten, aber vielleicht kann der ein oder andere Leser verstehen, wovon ich spreche.

Der goldene Herbst bringt Ruhe und viele Gedanken

Scheint die Sonne, beschleicht mich stets das Gefühl, ja nichts verpassen zu wollen. Der Herbst symbolisiert für mich mehr Ruhe, nie Stillstand, aber er bedeutet für mich mehr Zeit. Und wenn ich sie mir bewusst nehme, zwischen all dem üblichen Trubel, dann kommen besonders um den Geburtstag der Großen herum diese Gedanken hoch.

Ängste und Sorgen

Dankbarkeit durchflutet mich noch heute, wenn ich mein Kind ansehe und weiß, dass es ihr gut geht. Diese zweite Schwangerschaft war bestimmt von Ängsten. Angst vor einem weiteren Sternenkind. Angst davor, dass all die Ruhe, die mir auferlegt wurde, nicht helfen könnte. Wenn man 11 Wochen nur liegen darf, mit der Ausnahme einmal am Tag duschen gehen zu dürfen, dann ist man ziemlich viel mit sich beschäftigt und mit seinen Sorgen. Irgendwann möchte man keine Serien mehr gucken, keine Bücher mehr lesen und kann auch mittlerweile stricken. Geht es dem Baby im Bauch gut? Warum kann es nicht mal kurz treten, damit ich spüre, dass es wirklich da ist? Warum verliere ich irgendwann jegliches Gespür dafür und möchte schon gar nicht vom Genießen der Schwangerschaft sprechen. Meilensteine werden wochenweise gesetzt, mit dem klaren Wissen, dass jede Woche zählt. Der Sommer zog an mir vorüber und die Strümpfe zur Thromboseprophylaxe waren endlich nicht mehr zu warm.

Guter Hoffnung sein

Als mir Freunde und Familie immer wieder sagten: Versuche diese Ruhe einfach anzunehmen und zu genießen. So ruhig wird es nie wieder. Sie sollten Recht behalten – natürlich. Aber als sie sagten: warte nur ab, wenn die Kleine erst einmal da ist, ist all das vergessen. Das musste ich natürlich anzweifeln. Vergessen kann man so eine intensive Zeit nicht, in der man sich selbst ausgesetzt ist und den vielen kreisenden Gedanken, während man sich ins Gedächtnis rufen muss, doch einfach guter Hoffnung zu sein. Aber was ich bestätigen kann ist das Verblassen dieser Erfahrung. Und rückblickend war die Zeit natürlich gerechnet auf ein ganzes Leben sehr sehr kurz, aber ganz schön intensiv.

Babyfüße Geburt Rougerepertoire

Wenn also wieder ein neues Lebensjahr für die Große anbricht, durchlebe ich diese Zeit noch einmal im Schnelldurchlauf und freue mich, dass alles so gut wurde, wie es nun ist, auch wenn der anschließende Start schwer war. Wenn einem das Leben also Hürden in den Weg stellt, gilt es diese zu nehmen. Denn schaut man zurück, ist das so ein kleiner Teil, der es nicht verdient, sich auf ihm auszuruhen und sich von ihm bestimmen zu lassen.

Wie ging es euch in eurer Schwangerschaft? 

Alles Liebe,
Tanja

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3 comments

    Besten Dank für Ihren nützlichen Artikel.

    Ich bin bereits seit Längerem ein ruhiger Leser. Und heute
    musste mich mal einen schnellen Kommentar schreiben und „Danke“ sagen.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich schon auf den nächsten Beitrag

    Danke für Ihren praktischen Artikel.

    Ich bin schon länger ein stiller Leser. Und jetzt musste mich mal einen kurzen Kommentar schreiben bzw.
    mich mal bedanken.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich bereits jetzt
    schon auf die nächsten Artikel

    Danke schön für Ihren nützlichen Beitrag.

    Ich habe Ihren Blog schon seit einiger Zeit als Feed abonniert.

    Und gerade musste mich mal ein kurzen Kommentar da lassen und „Danke“ sagen.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich schon auf
    den nächsten Beitrag

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