[Leben] 5 Tipps – nicht nur für die „Terrible Two“ Phase

Da ist dieses 2,5 Jahre alte kleine Mädchen. Sie ist unsere Tochter und ganz und gar wunderbar. Ein Charakterkopf, könnte man meinen. Wild tänzelnd auf der Stelle, Rumpelstilzchen Konkurrenz machend, wenn ihr Plan nicht umgesetzt werden kann. Heute ist das auch wieder passiert. Also ein paar Mal, versteht sich von alleine, oder? Einmal habe ich nicht sofort verstanden, was sie mir sagen möchte. das andere Mal forderte sie sich Hilfe von mir ein. Wie es weitergeht ist klar, oder? Richtig. Ich half ihr und es war falsch. Beim nächsten Mal war es die falsche Trinkflasche für unterwegs, die bis vor 5 Minuten noch die liebste Flasche überhaupt war. An Beispielen reicht das ganz eindeutig.

Rougerepertoire Terrible Two

Terrible Two oder lass mich nicht alleine und stütze mich?

Wer ein Kind in der „Terrible Two“ Phase hat, der wächst über sich hinaus. Jedes Alter birgt seine Tücken. Jedes Alter stellt die Familie vor neue Herausforderungen. Ich mag den Ausdruck „Terrible Two“ nicht wirklich. Ist es denn nicht so, dass die Kinder dann erst Recht unsere ausgestreckte Hand brauchen, damit sie ihre neuen Fähigkeiten, Pläne zu schmieden auch in der Umsetzung lernen können? Ist es nicht eine ganz wundervolle Eigenschaft? Da ist dieses kleine Wesen, welches noch vor gar nicht allzu langer Zeit umher getragen wurde und geschuckelt werden musste, damit es schläft. Und jetzt hat es Ideen, eigene Ideen, wie etwas funktionieren soll. Das Problem an dieser Geschichte ist eindeutig die Vereinbarkeit mit dem Alltag und dann gibts auch noch gewisse Regeln in der Familie, die beachtet werden möchten, damit nicht sie im Rumpelstilzchen Tanz enden.

5 Tipps

  1. Bleibt euch treu, denn nur so seid ihr authentisch und glaubhaft für euer Kind. Nur so könnt ihr es bestärken, dass es das Richtige tut oder zumindest mutig genug ist, seine Idee umzusetzen.
  2. Plant euch genug Zeit zwischen Terminen ein, besonders wenn eure Kids mit an Board sind. Kinder riechen Zeitdruck, Stress und genervte Mamas. „Ich mach das alleine“, lässt euch so nicht hektisch auf die Uhr blicken, weil ihr genau für solche Eventualitäten vorgesorgt habt.
  3. Überlegt euch, in welchen Situationen ihr kleine Alleingänge, die ungefährlich sind toleriert und wann ihr gerne möchtet, dass sich ohne wenn und aber an feste Absprachen gehalten wird. Auch zwei Jahre alte Kinder können das verstehen, schließlich habt ihr kluge Köpfe an eurer Seite. Wie könnte man sonst auch Pläne schmieden?
  4. Evaluiert abends euren Tag. Habt ihr gut reagieren können? Wenn nein, was lief falsch? Mir hilft das stets. Im Urlaub kürzlich war die Luft irgendwann sehr dünn, eher zwischen der Großen und mir. Ich habe in einem Streit so ziemlich alles falsch gemacht. Aber ich habe, als sie endlich schlief, genau darüber nachgedacht und mein Verhalten überdacht. Es gab eigentlich für all das eine ganz einfache Lösung. Aber daran wächst man, genauso lernt man.
  5. Traut euren Kindern etwas zu. Verneint ihre Pläne nicht sofort, auch wenn sie für euch Anstrengung und Mühe bedeuten. Unsere Kleine fragt sogar in 98% aller Fälle und stellt mir ihre Idee vor. Und das auch aus einem guten Grund: sie ist davon überzeugt, dass das gut ist, was sie vorhat. Also bestärkt sie und schlagt im Zweifel nicht nur mit einem Nein aus, sondern erklärt kurz und knapp.

Bevor ihr mich nun steinigt: Ich weiß wohl selber ganz genau, dass all das in der Theorie prima funktioniert. In der Realität sieht das wieder ganz anders aus. Aber manchmal reicht es schon, viel positiver, klar positioniert, in den Tag zu starten und nicht im Wust des Vorabends am nächsten Tag weiterzumachen, mit dem Hintergedanken, wie schlimm es doch gestern wieder war.

Diesen Artikel schreibe ich übrigens nicht nur für euch, den schreibe ich auch für mich. 😉

Was sind eure Tipps?

Alles Liebe,
Tanja

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