[Leben] Bonding im Mutterleib – für Mamas und Papas gleichermaßen wichtig

Anzeige

Wie ihr wisst, kooperiere ich schon seit einigen Jahren mit Nivea. Als Nivea anlässlich des Vatertags, der bald ansteht, auf mich zukam, ob ich nicht Lust habe etwas zum Thema intrauterines Bonding zu schreiben, habe ich nicht lange überlegen müssen. Aktuell bin ich mit dem dritten Kind schwanger und sehe, wie unterschiedlich Bonding sein kann und wie unterschiedlich die Kommunikation mit dem Baby im Bauch ablaufen kann. 

Passend zum Vatertag hat Nivea auch wieder ein Vatertagsvideo veröffentlicht.

Bonding – was ist das eigentlich?

Bonding bedeutet schlichtweg Bindung. Aber es gibt eben nicht nur die Bindung vom Kind zur Mutter, auch wenn das Kind noch im Bauch ist, sondern auch dann bereits schon die Bindung zum Vater.

Eine sichere Bindung beginnt im Mutterleib

Ich weiß nicht wie es euch ging, als ihr den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten habt, aber ich habe intuitiv recht zügig angefangen mit dem Baby zu kommunizieren. Sei es abends auf dem Sofa, dadurch dass ich meine Hand schützend auf meinen Bauch gelegt habe, oder wie ein Weltmeister meinen Bauch eingeölt habe. Das Ölen galt nicht einmal hauptsächlich dem Vorbeugen von Schwangerschaftsstreifen, sondern mehr dem aktivem Beschäftigen mit dem ungeborenen Kind.

Bei den Papas ist es vielleicht etwas anders. Sie haben nicht durch die körperliche Verbundenheit, diese direkte Nähe, wie eine Mama zum Ungeborenen. Enger als durch eine Nabelschnur, kann man eben einfach nicht verbunden sein. Aber das beutetet nicht, dass Väter deswegen keinen Kontakt zum Kind aufnehmen können und kein Bonding entstehen kann. Mit der Zeit entwickeln sich alle Sinne des Babys und recht früh kann das Baby im Bauch der Mutter bereits hören. Es hört Stimmen, erkennt Vertrautes, spürt Positives, als auch Negatives. Die Bindung beginnt nicht erst nach der Geburt, sondern bereits in der kompletten Schwangerschaft. Dennoch geht man wissenschaftlich betrachtet davon aus, dass die letzten 8 Wochen im Mutterleib am meisten prägen. Durch die Nabelschnur bekommt das Kind auch Hormone ab, die bei mir als Mama ausgeschüttet werden, sei es durch Freude oder durch Stress. Und darauf kann es reagieren. Hatte ich also einen stressigen Tag, erging es meinem Baby nicht anders.

Bei jeder Schwangerschaft findet das Bonding anders statt

Bei uns kann man sehen, wie das Bonding von Schwangerschaft zu Schwangerschaft anders wurde. Aber stets wurde und wird auf irgendeine Art und Weise mit dem Baby kommuniziert. Mein Mann begleitete mich bei unserer Großen stets zu den Arztterminen, da wir das problemlos so einrichten konnten. Bei unserer kleinen Tochter band er auch bewusst die Große mit ein und gemeinsam haben sie hin und wieder meinen Bauch eingeölt. Oder sie haben eine kurze Geschichte gelesen, wenn wir alle zusammen auf dem Sofa saßen und die Kleine reagierte stark darauf. Noch heute bekommt sie übrigens am Liebsten von ihrem Papa Bücher vorgelesen. Ansonsten war sie tagsüber eher sehr ruhig im Bauch. Sie spürte sicherlich, dass tagsüber nicht viel Zeit blieb und ich mich erst voll und ganz auf sie einlassen konnte, als abends ihre große Schwester schlief. Das war ihre Zeit und das wusste sie. Sie trat „kontrollierter“, wenn sie Papas Stimme hörte und er ihr sagte, dass wir alle da sind. Jetzt, in der dritten Schwangerschaft, findet man irgendwie etwas weniger Zeit, aber durchaus gibt es Momente, wo auch unser Junior schon immer fleißig mit eingebunden wird. Besonders von meinem Mann, wenn abends die Mädchen im Bett sind und er dem Kleinen erzählt, dass er ganz schön wilde Schwestern hat und wir uns schon alle auf ihn freuen. Ich hingegen rede im Laufe des Tages immer mal wieder mit ihm, wenn ich einen Tritt in den Magen bekomme und sage ihm, dass ich ihn nicht vergessen habe und stolz bin, wie wir das bisher alles schaffen.

Rituale schaffen

Urheberrecht: Subbotina Anna/Shutterstock

Abends nach der Arbeit wurde nicht mehr nur ich begrüßt, auch der Bauch indem mein Mann seine Hand auf meinen Bauch legte und er unserer Tochter Hallo sagte.  Als ich ab der 25. Schwangerschaftswoche liegen musste, haben wir noch mehr mit unserer Tochter im Bauch kommuniziert. Wie oft hat er ihr gesagt, dass sie sich noch Zeit lassen soll, dass wir uns auf sie freuen, es aber einfach noch viel zu früh ist, um das Licht der Welt zu erblicken. Kamen irgendwann die Tritte ganz aktiv dazu, die nicht nur für mich spürbar waren, sondern auch für meinen Mann, dann sah man, wie die Beiden einen Weg gefunden haben miteinander zu kommunizieren und wie sie auf ihn reagierte. Anders als auf mich. Es wurde fast zu einem Ritual. Er legte die Hand auf den Bauch und sprach mit ihr und sie? Sie wurde plötzlich ganz aktiv und hat fleißig gegen seine Hand getreten. So als würde sie sich freuen, dass er nun auch wieder da ist. Zuvor waren wir den Tag über alleine und durch das viele Liegen, hatte sie auch keinen Rhythmus und wurde nicht geschaukelt. Es war für sie immer recht ruhig, einzig allein das Streicheln des Bauches und Erzählen teilte ich mit ihr.

8 Tipps zum Bonding

Nachdem ich euch nun viel darüber erzählt habe, wie wir versucht haben, bereits im Bauch eine Bindung zu unseren Kindern aufzubauen möchte ich euch nun noch einmal in Form von Stichpunkten ein paar Vorschläge machen:

  • bewusstes Sprechen mit dem Baby
  • annehmen der neuen Rolle als Papa und Mama
  • bewusstes Zeit nehmen für das Baby (vielleicht ja auch in Form von Geburtsvorbeitungskursen, wenn ihr das Gefühl habt, dass sonst kaum Zeit vorhanden ist, so nimmt man sich sie vielleicht eher)
  • Vorsingen, vielleicht ja auch mit einem bereits vorhandnen Geschwisterkind
  • macht abends, wenn es Zeit ist ins Bett zu gehen, die Spieluhr an, die euer Kind auch danach begleiten wird.
  • auch Papas können den Bauch eincremen/einölen
  • versucht vielleicht hin und wieder gemeinsam einen Ultraschalltermin wahrzunehmen, wenn ihr das sowieso machen lassen möchtet
  • verbiegt euch nicht, es verursacht euch kein gutes Gefühl, wenn ihr euch bei einer Bonding „Maßnahme“ nicht wohlfühlt, was sich wiederum durch Stress bemerkbar machen kann.

Habt ihr Lust zu erzählen, was ihr für Rituale in der Schwangerschaft hattet?

Alles Liebe,
Tanja

Facebooktwitterpinterest

[Leben] Phantasialand mit Kindern – Lohnt sich das?

Letzten Sonntag waren wir als Familie im Phantasialand unterwegs. Ja richtig gelesen, sonntags. Ich ahnte Schlimmes und erwartete ehrlich gesagt unglaubliche Wartezeiten, aber das traf nicht ein. Auf Grund eines Bloggertreffens mit der Agentur Allround Team,…

[Leben] Loslassen und Flügel schenken – mein Vorschulkind

Als ich bei Super Mom Berlin einen Artikel über ihre Tochter gelesen habe, anlässlich ihres 6. Geburtstages, fand ich darin meine Große wieder. Jette nannte ihre Erstgeborene Testhäschen und ich nickte halb grinsend und mit…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.