[Leben] Erste Male im Leben einer Mutter – Gefühlsduselei

Die Tatsache, dass das Thema Schule aktuell sehr präsent ist, macht mich nicht nur stolz. Es macht mir keine Angst, lässt mich aber so manches Mal ganz tief einatmen, um den Kloß im Hals zu unterdrücken, der sich da manchmal breit macht. Mein Baby ist schon so groß?

Jeden Tag gibt es nicht nur ein erstes Mal

Es gibt bezogen auf das Leben mit einem Kind unzählige erste Male. Es fängt bereits mit dem ersten Mal an, dass man sich auf die Suche nach einer Hebamme macht, das Ungeborene zum ersten Mal im Ultraschall sieht und zum ersten Mal den Herzschlag sieht. Man spürt es zum ersten Mal und auch zum ersten Mal wird man so fies in die Rippen getreten, dass man ganz schön zusammenzuckt. Zum ersten Mal trägt man nicht mehr nur für sich die Verantwortung, zum ersten Mal sieht man so Vieles anders. Zum ersten Mal hat man Ängste die man noch zuvor für unmöglich hielt.

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Ist das Baby erst einmal da, kommen weitere erste Male auf einen zu. Man hält zum ersten Mal seine Hand und hat zum ersten Mal seinen Duft in der Nase. Das Kind lernt allmählich das Umfeld kennen, man erfährt nicht nur alleine neue Situationen. Das Baby ebenso, es meistert tagtäglich so viel Neues.

Ein erstes Mal Vertrauen zu Fremden fürs Kind fassen – Fremdbetreuung

Irgendwann findet man sich in einem Kindergarten wieder. Vielleicht auch noch in vielen verschiedenen Kindergärten, weil man schließlich etwas für sein Kind finden möchte, wo man das Kind mit einem guten Gefühl betreuen lassen kann. Ich erinnere mich noch sehr gut, als wir den Kindergarten anschauten, wo nun sogar beide Mädchen hingehen. Es war ein seltsames Gefühl. Es war ein großer Schritt, auf den sich zwar alle freuten, aber groß war er. Ein Sprung ins kalte Wasser und dennoch blieben alle trocken, niemand wurde böse überrascht, weil wir großes Vertrauen hatten, in unser Kind, in uns und in die Einrichtung.

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Letzte Woche gab es ein weiteres erstes Mal. Ich machte mich auf den Weg zur zukünftigen Schule, damit ich unsere Große dort anmelden konnte. Die Große. Dieses wunderbare große Mädchen, was mich manchmal an den Rande des Wahnsinns treibt, sich stets austestet, selten bis kaum zufrieden mit dem Ist-Zustand ist, stets auf der Suche nach Optimierung, was sich täglich neu erfindet vor lauter Phantasie. Dieses Mädchen, für das ich eine sehr lange Zeit auf dem Sofa gelegen habe, damit sie nicht zu früh auf die Welt kommt. Dieses Mädchen, mit dem ich meine ersten Male im Muttersein erlebte und durchlebte, mich sorgte, glücklich war und manchmal weinte, weil ich vielleicht kurz davor war zu verzweifeln. Dieses wunderbare Kind durchlebt gerade selber ebenso eine Achterbahn der Gefühle, vor lauter Aufregung, dass sie tatsächlich im nächsten Jahr ein Schulkind sein wird. Ein weiteres erstes Mal. Und wenn ich schon mit Pipi in den Augen den Weg zur Schule bestreite, wenn ich doch nur den Anmeldebogen abgeben soll, wie wird es mir dann erst bei der Einschulung gehen, wenn ich mir sagen muss: Sie ist nun wieder eine der Kleinsten, aber ganz schön groß. Aber wie war das? Wir wachsen aneinander und miteinander.

Alles Liebe,
Tanja

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