[Leben] >Gastpost< Ein Brief von Frau Raufuss

Und wieder reiht sich ein Gastpost in meine Zeit, nach der Entbindung unseres dritten Kindes ein. Ich freue mich, dass auch Märry mit dabei ist. Umso schöner fand ich ihren Beitrag, weil er eigentlich ein Brief an mich ist. Wer Frau Raufuss aka Märry noch nicht kennt, der huscht einfach mal auf ihren Blog rüber.


Liebe Tanja,

Weißt du noch, wie oft wir uns gefragt haben, ob man jedem Kind gerecht werden kann und alle Kinder gleich viel lieben kann? Schon wenige Stunden nach der Geburt konntest du mir die Antwort geben und jetzt nach wenigen Wochen ist es so, als wäre der Löwenjunge immer da gewesen und hätte schon immer zu unserem großen Clan dazugehört. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, habe darüber nachgedacht, wie meine Mutter ihre Liebe damals geteilt hat und wie viele meiner Freundinnen ihre Liebe teilten, als sie zum zweiten oder dritten Mal Mutter wurden.

Ich kann dir nicht sagen wie es ist, wenn man mehr als ein Kind hat. Wie das mit der Liebe so ist, wie man jedem gerecht wird und ob ein Herz groß genug ist, um alle Kinder darin aufzufangen. Schon oft habe ich darüber nachgedacht, wie aus zwei Menschen Eltern werden. Was in diesen besonderen Minuten passiert und wie man auf einmal für ein kleines Wesen verantwortlich ist.

Kinder sollen schon früh eigene Verantwortung übernehmen und so lernen, sich für andere einzusetzen. Wir haben gerade zwei Schnecken in der Küche wohnen. Die müssen jeden Tag gefüttert werden und einmal die Woche muss das SchneckenHeim gereinigt werden. Wer das macht? Das Kind bestimmt nicht. Es freut sich aber jeden Tag über die Schnecken und übernimmt das Füttern und erinnert mich immer wieder daran, dass wir dringend neue Gurken brauchen, denn die Schnecken haben ja Hunger. Diese Verantwortung wird irgendwann wachsen und größer werden. Im nächsten Jahr wird das große blonde Mädchen alleine in die Schule gehen, ihre Hausaufgaben machen müssen und sich ganz langsam von mir abnabeln. Sie wird Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen und ganz langsam lernen, was es heißt groß zu werden. Sie wird aber immer nach Hause kommen dürfen und uns um Rat fragen und einen Teil dieser Verantwortung wieder abgeben dürfen. So ist das nämlich mit Verantwortung, man darf sie teilen. Und irgendwann wird sie sich für einen Beruf entscheiden, ausziehen und selber eine Familie gründen. Sie wird also Verantwortung für weitere Menschen übernehmen.

Ich kann mich noch genau an ihre Geburt erinnern. Völlig fertig und beeindruckt von den Gefühlen lag dieser kleine Mensch auf meinem Bauch und kuschelte sich an. Genau in diesem Moment ist mir meine Verantwortung bewusst geworden. Und mir ist noch etwas bewusst geworden: man kann einen Menschen bedingungslos und sofort lieben. Das Herz zwackt dabei keinen Teil ab, um dem neuen Menschen gerecht zu werden, es vergrößert sich einfach. Und ich glaube das passiert mit jeder Geburt und mit jedem Menschen, der in ein Leben tritt. Die Liebe wird durch das immer größer werdende Herz auch immer größer und wächst weiter und zwar jeden Tag. Wir Mütter haben die besondere Aufgabe, diese Liebe weiterzugeben und unseren Kindern zu schenken. Diese bedingungslose Liebe und das bedingungslose Gefühl von Geborgenheit ist die Verantwortung, die im Leben an erster Stelle stehen sollte.

Urheberrecht: Nadezhda Zaitceva/Shutterstock

Dein Herz hat sich in den letzten Jahren also schon einige Male vergrößert, nicht zuletzt durch den Löwenjungen. Wie selbstverständlich hast du mich und das blonde Mädchen in deinem Herzen aufgenommen und für diese Liebe bin ich dir sehr dankbar. Auch in meinem Herzen ist ein großer Teil für euch reserviert und wann immer du mal ein bisschen davon brauchst, du weißt wo ich bin.

Alles Liebe,
Märry

Facebooktwitterpinterest

[Leben] Baby Update #2 – Zwei Monate zu Fünft

Mein geliebter kleiner Löwenjunge, diese Woche wirst du zwei Monate alt und stellst unser Leben auf den Kopf. Gerade schläfst du im Tragetuch, während ich diese Zeilen schreibe. Dort bist du am Liebsten. Bei mir….

[Leben] Ich halte dich! Vom Baby bis zum Schulkind.

Gegen Abend bricht die Zeit an, hier ist es meist gegen 17/18 Uhr, wo man deutlich merkt, dass die Kinder anfangen, ihren Tag Revue passieren zu lassen. Besonders beim Abendessen. Wir sitzen zusammen, essen gemeinsam…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.