[Leben] Gender – Ist das für deinen Bruder?

Typisch Junge – typisch Mädchen

Montag Morgen, dass wir uns an diesem Tag mit Gender Problematiken auseinandersetzen mussten, wussten wir da noch nicht. Die Große und ich schlendern durch die Stadt und genießen Zweisamkeit, bevor mich die Arbeit ruft. Unser Ziel soll ein Spielzeugladen sein. Ein Familienmitglied wollte Wünsche erfüllen und wir setzten das in die Tat um. Auf dem Weg dorthin erzählt mir mein großes Mädchen bereits, was sie sich alles wünscht,  aber ein Wunsch taucht immer wieder auf und das schon seit sehr langer Zeit. Eine Puppe, mit einem Baby, einem Kinderwagen und einem Babybett. Das soll es werden und wir müssen nicht lange suchen.

Puppe Rougerepertoire 1

Für unser Nesthäkchen suchten wir etwas zusammen aus, da wir genau wissen, was sie sich seit einiger Zeit wünscht. Eine Parkgarage soll es sein. Damit spielt sie bei ihrer Tagesmutter sehr viel und gerne. Auch da wurden wir schnell fündig und unsere Große nickte noch einmal zustimmend, dass ihrer kleinen Schwester das wohl bestimmt sehr gut gefallen wird. Vollgepackt geht es Richtung Kasse.

Parkgarage Rougerepertoire

Die Verkäuferin, vermutlich in meinem Alter,  beäugt unsere an der Kasse abgelegten Produkte und sagt zu meiner Tochter: „Da hast du dir aber was Schönes ausgesucht. Und über das tolle Parkhaus wird sich dein Bruder bestimmt freuen.“ Nicht auf den Mund gefallen, kontert sie empört: „Ich habe keinen Bruder, ich habe eine Schwester. Auch Mädchen dürfen mit solchen Sachen spielen.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen und ich spare mir jeden Kommentar. Schließlich hat meine wirklich tolle Begleitung schon alles gesagt.

Lebt dieser Mythos also immer noch?

Mädchen spielen mit Puppen und Jungen mit Autos? Und dürfen Jungen keinen Puppenwagen haben? Aber sollten sie mal ein Kind bekommen, dann dürfen sie den Kinderwagen schieben? Mir ist es wirklich schleierhaft, wieso da Unterschiede gemacht werden. In einer Zeit, wo Frauen die länger als ein Jahr Elternzeit nehmen kritisch beäugt werden, wird tatsächlich unterschieden, welches Geschlecht womit spielen darf. Als wir den Laden verlassen haben, fragte meine Tochter, warum die Frau das wohl gesagt hat. Es gibt kein Spielzeug, womit nur Jungen oder Mädchen spielen dürfen, erklärte ich ihr und fügte hinzu, dass es Menschen gibt, die da anderer Meinung sind, sie sich da aber nichts einreden lassen muss. Ihre Ansicht sei da schon ganz richtig.

Schlussendlich fuhr das Baby ihrer neuen Puppe auf dem Autodach durch das Parkhaus. Was da wohl die Verkäuferin zu sagen würde? 😉
Alles Liebe, Tanja
Facebooktwitterpinterest

[Leben] 5 Dinge, die (Kindern) Lust auf Ostern und den Frühling machen

Es dauert nicht mehr lange, dann steht Ostern vor der Türe. Der Frühling ist nun ganz offiziell nicht nur meteorologisch da, sondern auch kalendarisch. Wenn es da mal nicht Zeit wird, sich auf Ostern einzustimmen. Aber…

[Leben] Ein Kinderzimmer für Zwei – wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen

Meine Kinder teilen sich ein Zimmer. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass das Schlafen in einem Raum so gut funktionieren würde. Aber mal von vorne. Auf leisen Füßen am Abend durch die Wohnung? Unsere…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.