[Leben] Jeder braucht seinen Platz in der Familie

Neulich saßen wir zu Viert an unserem Tisch im Esszimmer, wo jeder seinen Platz hat. Beim Abendbrot haben wir uns über unseren Tag ausgetauscht. Die Mädchen erzählten vom Kindergarten, was sie dort erlebt haben, mit wem sie sich vielleicht gestritten haben und was es sonst für Neuigkeiten gibt. Wir Erwachsenen tauschten uns ebenfalls über den Tag aus, was für den nächsten Tag ansteht und was auch noch mit auf die Einkaufsliste kommen muss. Alltägliches eben.

Da saßen wir, es war entspannt. Jeder konnte in Ruhe essen, ohne ein Kind dabei maximal betreuen zu müssen, da sie das alles prima alleine schaffen. Vier Menschen an einem Tisch, wo jeder seinen Platz hat, aber nicht nur an diesem Tisch und dieser Situation. Sondern in dieser Familie. Plötzlich macht sich direkt noch jemand bemerkbar: Da tritt das Baby. Ich hielt kurz inne und dachte nach.

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Wenn sich die Familie neu positionieren muss

Bald wird sich unsere kleine Familie wieder neu ordnen müssen. Nachdem die Kleine auf die Welt kam, hat es überhaupt nicht lange gedauert, bis wir uns neu positioniert hatten. Es dauerte aber dennoch, sich mit dieser Positionierung wirklich identifizieren zu können und diesen Platz genauso annehmen zu können.

Wer weiß, wie es im Sommer sein wird. Dann wird noch ein Menschlein mehr mit uns am Tisch sein, zwar noch nicht sitzend und es kann uns noch nicht erzählen, wie sein Tag war, nicht auf diese Art und Weise wie es unsere zwei Mädchen tun können. Aber dieses Menschlein ist da und braucht ebenso seinen Platz.

Jeder findet seinen Platz – denn das ist Familie

Ich sorge mich nicht, dass wir diesen Platz nicht finden werden, da ich nicht daran glaube ihn überhaupt finden zu müssen. Er wird ganz einfach da sein und es wird sich fügen. Nichtsdestotrotz wird dieses Wunschmenschlein noch einmal unsere Familie auf den Kopf stellen, so wie es jedes unserer Kinder bisher getan hat. Und so sehr ich mich darauf freue, so sehr bin ich auch froh, dass diese Schwangerschaft noch eine Weile andauern wird, um noch mehr in diese Situation reinwachsen zu können.

Im Sommer wird dieser kleine Junge bei uns sein, der vielleicht ebenso dunkle Locken haben wird, wie seine Schwestern es hatten oder haben. Dieser kleiner Junge, der uns im Handumdrehen um den Finger wickeln wird. Und da werden die zwei besten großen Schwestern sein, die sich dieser kleine Junge nur wünschen kann. Wir alle können dazu beitragen, dass jeder seinen Platz finden wird. Eventuell wird dieser Weg zwischendurch auch steinig und so manch einer wird sich missverstanden fühlen.

Aber irgendwann werden wir mit unseren Töchtern und unserem Sohn zusammen am Tisch sitzen, wir werden miteinander reden und genau wissen: dieser Weg war der absolut richtige. Jeder hat seinen Platz  gefunden.

Alles Liebe,
Tanja

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