[Leben] Kinder haben ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Bedürfnisse

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Oder sollte ich lieber sagen: Meine Kinder haben ihren eigenen Kopf und wir lassen Verallgemeinerungen mal außen vor. Unser ganzer Tag ist voll mit Bedürfnissen. Jeder hat Bedürfnisse. Die Kinder, wir, bis hin zu unseren Katzen. Fünf Menschen und zwei Tiere die etwas wollen, vielleicht sogar gleichzeitig (morgens nach dem Aufstehen ist das zumindest so). Die Katzen miauen, weil sie hungrig sind, die Kinder wollen Kakao, wir wollen Kaffee und das Baby? Das möchte eine frische Windel bekommen und anschließend gestillt werden.

Haben wir die erste Challenge am Tag erfolgreich gelöst, folgt die zweite sogleich. Eine Runde ins Badezimmer und anziehen. Die Sache mit dem Badezimmer klappt meistens recht flott, da Wasser im Spiel ist. Das lieben die Kinder und das funktioniert immer. Aber dann wird es kritisch.

Die Frage des Tages: Was zieht man nur an? Ich möchte nun betonen, dass die Mädchen sich abends bereits Sachen aussuchen und rauslegen, damit es morgens keine erweiterte Challenge gibt. Aber Kinder haben nun einmal ihren eigenen Kopf und so manches Mal, gefällt morgens die am Vorabend ausgesuchte Outfitwahl nicht. Ich kann euch nun grübeln sehen und denken hören. “Das sind Kinder und sie werden sich ja wohl irgendwas anziehen können.” Da bin ich auch prinzipiell ganz bei euch. Allerdings lasse ich da wieder das Stichwort Bedürfnis einfließen und möchte kurz ausschweifen.

Bedürfnis: Wohlfühlen

Ihr zieht morgens eine Jeans an und fühlt euch überhaupt nicht wohl darin. Dann lasst ihr sie vermutlich nicht an, sondern sucht euch etwas anderes aus eurem Schrank raus, oder? Warum sollte ich also das Bedürfnis “Wohlfühlen” bei meinen Kindern außen vor lassen, nur weil sie Kinder sind. Wenn also die am Vorabend ausgesuchte Hose unbequem ist, auch wenn ich nicht verstehen kann, was an einer gemütlichen Stoffhose unbequem sein soll, dann diskutiere ich das nicht aus. Dann wird die Hose wieder in den Schrank geräumt und etwas Neues wird ausgesucht.

Gerade die Große zieht eigentlich am Liebsten Kleider oder Streifenshirts mit Jeans an und sucht mittlerweile auch gerne mit ihre Kleidung aus. Das Kleid hier oben im Bild hat sie sich für ihren baldigen Geburtstag ausgesucht.  Die Kleine hatte nun ca ein Jahr lang ihre blaue Phase. Da musste einfach alles blau sein oder zumindest anteilig blau enthalten sein. Und wisst ihr was? Das ist ok. Ich habe auch meine Lieblingsfarben. So langsam wird sie da auch offener, gerade bei Oberteilen und Kleidern. Im Kindergarten in der Wechselschublade habe ich Sachen, die wir hier zu Hause nicht vermissen. Kürzlich musste sie ein neues Shirt anziehen. Was hat sie also zu Hause gemacht? Sie stiefelte zu ihrem Teil des Kleiderschranks und hat sich ein anderes Oberteil angezogen. Auf meine Nachfrage warum sagte sie: Das (und zeigte darauf) mag ich einfach nicht. Ich frage mich ja, ob das so ein Mädchen/Jungen Ding ist? Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es bei unserem Sohn sein wird. Im Freundeskreis höre ich von Eltern mit Jungen jedenfalls, dass ihnen das meistens egal ist, was sie anziehen. Und auch da machen sich die Eltern durchaus Gedanken, wie sie den Schrank füllen und suchen schöne Dinge aus.

Bedürfnis: Idee umsetzen

Die nächste Challenge steht an, spulen wir nun etwas vor. Das Nachmittagsprogramm. Die Kinder haben das Bedürfnis malen zu wollen. Mit Wasserfarben. Ich helfe ihnen also am Tisch alles vorzubereiten. Nein. Auf gar keinen Fall soll es am Tisch sein. Sie wollen sich auf ein Kissen setzen und auf dem Boden malen. Also legen wir eine Malunterlage auf den Boden und sie können dort malen. Zufrieden malen sie eine ganze Weile. Warum hätte ich nun auf den Tisch bestehen sollen? Weil man das so macht? Nein, die Notwendigkeit seh ich nicht, wenn ausreichend Schutz für Haus und Hof gegeben ist. Denn so ist sowohl ihr Bedürfnis befriedigt als auch meines, hinterher nicht den Boden wischen zu müssen. 😉

Wollen wir noch weitergehen? Die Abendprogramm-Challenge? Abendbrot essen, Geschichte lesen, Schlafanzug anziehen und Zähne putzen. “Ich möchte aber noch ein Bisschen malen.” “Mama? Kannst du bitte bitte noch eine Geschichte vorlesen?” “Aber Mama, das ist jetzt gemein! Ich hab nur ein Buch ausgesucht, XX aber zwei.” Untermalt von einem nun sehr müden Baby, was eigentlich gerne schlafen möchte und zwar ausnahmsweise im Liegen und nicht in der Trage. Und jetzt? Jetzt prasseln wieder viele Bedürfnisse aufeinander. Aber ich sage euch: Challenge accepted.

Mein Bedürfnis am Abend: Stille. Das vom Mann: Serien gucken. Nur weil also irgendwann die Kids im Bett sind, heißt es noch lange nicht, dass die Challenge beendet ist.

Wie ist es bei euch? Suchen eure Kinder alleine ihre Kleidung raus?

Alles Liebe,
Tanja

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One comment

    Liebe Tanja, dass Jungs egal ist, was sie anziehen, kann ich hier nicht bestätigen. Zumindest bei den Oberteilen. Ich lege meinem Knirps – er wurde vor kurzem 3 – meist zwei Shirts zur Auswahl hin und er darf entscheiden, auf was er Lust hat. Manchmal weiß er aber auch schon ganz genau, welches Oberteil er heute anziehen möchte, z. B. das mit der Krabbe, mit Snoopy oder dem Motorrad. Dann geht meine Auswahl wieder zurück. Und das finde ich auch schön und gut so : – ) Mit den Schuhen und Jacken mache ich es übrigens genau so. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn sie sich schon beim Kauf Dinge wie Mützen oder Schuhe selber aussuchen dürfen (bzw. ein Mitspracherecht haben), dann werden die Teile auch angezogen – und auch aufbehalten! Dem 9-monatigen ist es tatsächlich noch egal – ) Alles Liebe, Katja

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