[Leben] „Mir ist das zu laut“! – über hochsensible Kinder

Heute habe ich einen sehr persönlichen Blogpost für euch. 
 

Hochsensbilität?

Lange war mir nicht bewusst, dass es tatsächlich hochsensible Menschen gibt. Wie oft habe ich als Kind zu hören bekommen: „Du Sensibelchen. Als ob das nun schlimm wäre.“
Mir wird bis heute manchmal, nicht immer, auf einmal alles zu laut oder zu voll. Ich fühle mich überreizt. Fühle ich mich wohl in einer Situation, dann ist es in Ordnung (rückblickend betrachtet, wenn ich da so an meine wöchentlichen Disco Besuche denke). Bin ich aber in einer Menschenmenge unterwegs, dann fühle ich mich auf eimal überrollt und möchte augenblicklich diese Situation verlassen (volles Einkaufszentrum zB). Ich bin kein Freund von Dingen, die mir unbekannt sind. Ich verreise auch nicht gerne. Ein Wochenende ist in Ordnung. Eine Woche verkrafte ich auch. Aber mit zwei Wochen Urlaub macht man mir keine Freude. Sehr oft stoße ich auf Unverständnis. Jedoch bedeutet das für mich grenzenlosen Stress, wenn ich weiß, ich bin so lange nicht zu Hause, weiß nicht, was da auf mich zukommt, kenne die Gegebenheiten nicht. Als Kind ging es mir auch so. Meine Eltern versuchten mir zu erklären, dass ich kein Heimweh haben muss, sie wären doch bei mir. Ich konnte aber selbst nicht erklären, woran es liegt. Ich wusste nur, dass ich dann nicht mehr ich bin.   Und so erkenne ich auch meine Große wieder, um nun mal zum Thema Kind zu kommen. 
 
Als erstes möchte ich euch eine „Checkliste“ zeigen:
 
Das Kind reagiert stark und abwehrend auf große Lautstärke oder Lärm.
Das Kind gleicht Spannungen gern aus und versucht, für eine harmonische Atmosphäre zu sorgen.
Das Kind fühlt sich ein, wenn andere traurig oder krank sind. Es nimmt ganz von sich aus Rücksicht auf andere.
Das Kind liebt eher ruhige Spiele. (Wenn es zornig wird, kann es selbst auch einmal sehr laut werden.)
Das Kind spürt selbst kleinere Details in seiner Umgebung, die verändert wurden.
Während andere Kinder Spaß an schnellen und wilden Karussellfahrten haben, schreckt das Kind eher davor zurück.
Während andere Kinder nicht unbedingt davon beeindruckt sind, wenn Erwachsene mit einem anderen Kind schimpfen, fühlt sich das Kind davon tangiert, auch wenn es eigentlich selbst gar nicht gemeint ist.
Das Kind spielt gern auch einmal allein. Es erlebt sein Spiel intensiv und geht darin auf.
Das Kind hält sich vor neuen Dingen oder Eindrücken etwas zurück. Es verhält sich oft abwartend und braucht etwas länger, um sich dann darauf einlassen zu können.
Das Kind mag Wettspiele nicht besonders, es tut sich in ihnen nicht hervor. Es geht ihm offenbar nicht darum, zu gewinnen, über andere zu siegen oder zu dominieren.
Das Kind ist im Vergleich zu anderen Kindern eher leise und ruhig, auch wenn es Ausnahmen geben kann, zum Beispiel wenn es überreizt oder zornig ist.
Das Kind liebt Ausgleich und Gerechtigkeit. Es teilt gern Schokolade und Kekse. Es achtet darauf, dass alle etwas bekommen.
Das Kind ist interessiert und etwas zurückhaltend, wenn es anderen Kindern oder Erwachsenen vorgestellt wird.
Das Kind ist von dem „Schneller, Höher, Weiter“ weniger beeindruckt als andere Kinder.
(Quelle: http://www.hsp-institut.de/12.html)
Alles was ich nun dick markiert habe, erkenne ich hier ganz klar wieder. 

Ich habe irgendwann im letzten Jahr mehrfach gedacht: warum sind ihre Reaktionen so heftig? Was ist da los? Dann las ich abends ein wenig, wie so oft auf Pias Blog und zum ersten Mal fielen mir die Buchempfehlungen rechts auf dem Blog auf. Es geht um hochsensible Kinder. Sofort durchsuchte ich ihren Blog danach und las ihre Artikel dazu. Und die vielen Fragezeichen über meinem Kopf lösten sich in Wohlgefallen auf, nachdem ich selber das Buch, das hochsensible Kind gelesen habe. Ich machte mir danach keine Sorgen, ich fühlte mich auch nicht, als ob ich meinem Kind einen Stempel aufdrücken würde. Ich wusste nur, dass es eben Kinder/Menschen gibt, die tatsächlich stärker Dinge wahrnehmen als Andere. Es sie bis in die Nacht hinein beschäftigt, über Wochen hinweg. Das es normal ist, dass sie empfindlicher, schneller weinerlicher sind. In fremden Umgebungen (zB bei Freunden von uns, wo es gar kein Problem ist, wenn sie bei uns sind und sie dann liebend gerne mit ihnen spielt) an einem kleben und all ihren Mut zusammennehmen müssen, dann einen Ton herauszubringen, wo man sich sonst zu Hause in ihrer sicheren Umgebung einen 5 Minuten Pausenknopf wünschen würde. Achja, und Veränderungen muss man sich genauestens überlegen. Jede Veränderung in unserer Routine, bringt wahnsinnig große Unruhe mit sich.

Besonders auffallend ist der Lärm Punkt. Wird es zu laut und sie fühlt sich gestresst, schaltet sie ab und macht dicht. Nicht zu verwechseln mit „auf stur stellen und bocken“. Das ist ihre Art und Weise zu versuchen, dem Lärm aus dem Weg zu gehen. Mittlerweile wissen wir das. Aber selbst wenn es für uns nicht zu laut war, auch für mich nicht, kamen wir manchmal nicht an sie heran. Nun kann sie meistens klar sagen: das ist mir zu laut, bitte mach das leiser (das Radio im Auto zum Beispiel, welches mit Kids nie laut ist). Sie hört Dinge, die nehme ich kaum war, weil es für sie eben lauter zu sein scheint. Als sie irgendwann vor ein paar Wochen, aus einem Wutanfall nicht rausgefunden hat, da war Besuch (eine Freundin mit ihren zwei Kindern) bei uns. Meine Tochter hielt sich die Ohren zu, aber nicht weil einer schimpfte, sondern weil sie überreizt war. Ich überlegte, wie wir das lösen können, dass sie erst einmal aufhören kann zu weinen. Da fielen mir die Kinderlärmschutzkopfhörer ein, die wir für evtl. Basketballbesuche mal angeschafft haben. Ich zog ihr also die Kopfhörer an, setzte mich mit ihr in ihr Zimmer und hielt sie fest im Arm. Nach 10 Minuten nahm sie sich die Kopfhörer ab und erzählte mir, wie gut das war, dass es auf einmal so ruhig wurde. Ihr Kopf hätte so schlimm weh getan, es war ihr zu laut. Und ich spürte, wie dankbar sie war, dass ich sie ernst genommen habe und nicht nur geschimpft habe, dass sie jetzt mal aufhören soll zu weinen, es wird nun mal geteilt. Ist sie überreizt, kann sie nicht mehr „vernünftig“ reagieren, das merke ich immer wieder.Bei Gerüchen ist es ebenso, wie beim Lärm. Sie riecht Dinge viel eher als wir Anderen hier zu Hause. Was ich aber wirklich enorm finde, ist ihr Auge fürs Detail. Die minimalsten Veränderungen zu Hause werden wahrgenommen. Liegt das Kissen nicht links auf dem Sofa, sondern 40cm weiter rechts, bemerkt sie das. Wenn sie aus dem Kindergarten nach Hause kommt, weiß ich nun endlich, was dieser Blick zu bedeuten hat. Ich dachte eine Zeit, sie würde ihr Zu Hause immer wieder neu abscannen. Und nun weiß ich, dass es auch irgendwie so ähnlich sein muss. Als erstes schaut sie sich um und sie sieht, dass zB. nach dem Staubsaugen, nicht mehr die Stühle so am Tisch stehen, wie sie vorher da standen (es stehen 4 Stühle am Esstisch, 2 haben jeweils die gleiche Sitzkissenfarbe). Sie bemerkt auch sofort, wenn ein kleines Spielzeug mal in den Schrank gewandert ist, obwohl sie gar nicht mehr damit gespielt hat, aber es eben in der Ecke gestanden hat und diese nun etwas leerer ist. Ihr versteht, was ich meine, ja? Sie weiß auch sofort, wenn ich einen neuen Kaffeebecher habe, der ihr im Regal auffällt, was meinem Mann so in der Form zB. gar nicht auffallen würde.

Wie reagiert man bei einem hochsensiblen Kind?

Manchmal lässt sie sich sehr schwer aus ihren Emotionen befreien. Mit Schimpfen und ins Zimmer schicken kommt man bei ihr nicht weit. Da wo andere Kinder evtl eine Auszeit brauchen, oder ihre Ruhe, verschlimmere ich die Situation, da dies eine zusätzliche Strafe wäre und sie so gar nicht mehr weiß, wohin mit sich. Sie sieht nicht, dass sie runterkommen soll, sie spürt Ablehnung. Feste in den Arm nehmen, ihr ruhig vermitteln, dass das nicht in Ordnung war und erklären warum und ihr sagen, dass man sie lieb hat. Ich schaffe es manchmal nicht so zu reagieren. Man kann nicht immer richtig reagieren. Aber ich weiß, dass es so eigentlich am Besten funktioniert. Sie nimmt sich Sachen sehr zu Herzen und empfindet großes Mitleid. Macht sie sich Sorgen um Jemanden, dann erfährt jeder davon, der ihr über den Weg läuft und zu dem sie Vertrauen hat. Unsere Katze war kürzlich krank. Nicht allzu schlimm. Ich musste aber trotzdem mit beiden Mädchen zusammen zum Tierarzt. Bereits auf dem Hinweg ahnte ich, was es für eine anstrengende Nacht werden wird. Nein, nicht weil ich mich ums kranke Kätzchen kümmern muss, sondern weil es meinem großen Mädchen schlaflose Nächte bereiten wird. Sie hat das so sehr beschäftigt, dass wir nachts aufstehen mussten, nachdem sie weinend wach wurde und ihr zeigen mussten, dass es ihrer kleinen Katze gutgeht und sie ganz friedlich schläft. Mein Mann hatte kürzlich einen kleinen Fahrradunfall. Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert, er hatte großes Glück und 50 Schutzengel. Aber diese kleine Schürfwunde am Knie brachte mein Kind dazu, in Tränen auszubrechen, weil ihr Papa verletzt ist. Das war unverstellbar schlimm für sie. Das ist nun 4 Wochen her und sie erzählt weiterhin täglich davon. Wir erklären ihr immer wieder, dass es ihm gut geht, dass sie sich keine Sorgen machen muss und dass sie ja sehen kann, dass sein Knie nun auch wieder heil ist. Man hätte meinen können, ihr wäre das passiert. Ein Punkt, den ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchte ist folgender: gerne sagt sie mal so Sachen wie: Mein Socken ist nass. Ich fühle, kann aber nichts erkennen. Sie besteht aber vehement darauf, dass er nass ist. Sie zeigt mir die Stelle und ja, sie hat Recht. Ein ein kleiner Finger breiter nasser Punkt, wo auch immer er nun herkommen mag. Das stört sie aber so massiv, dass sie die Socken wechseln muss. Ebenso verhält es sich ansonsten mit „nasser“ Kleidung.
Was mir ganz besonders wichtig ist: Dies soll kein Hervorheben sein. Ich möchte lediglich mit euch teilen, was mir viele Jahre nicht bewusst war. Das es eben hochsensible Menschen gibt. Dies ist keine Erkrankung. Es wird auch manchmal nicht ernst genommen, als Modeerscheinung abgestempelt. Die Akzeptanz ist nicht besonders hoch, wenn das Kind extremer reagiert als Andere. Aber evtl. erkennt ihr euer Kind in diesen aufgelisteten Punkten wieder. Unser Kindergarten zieht ebenfalls mit uns an einem Strang. Neben meinem, gibt es auch noch ein anderes Kind, welches hochsensibel zu sein scheint. Die zwei verkrümeln sich oft in die Bauecke und spielen gemeinsam. Sie sind sich sehr ähnlich, was ihre Ängste und Wünsche im Alltag betrifft. Ich habe letztens lange mit der anderen Mutter geredet und wir stellten ein paar Parallelen fest. Ich hoffe, dass dies hilfreich für euch ist und evtl. dem ein oder anderen von euch genauso hilft, wie es mir damals geholfen hat. Fakt ist, das Wissen ändert nichts daran, dass es so ist, aber mir geht es so, dass ich ein ganz anderes Verständnis aufbringen kann und mich auch eben anderes reflektieren kann, und so nun auch für mich Dinge verstehe, warum ich oft so sensibel reagiere.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema Hochsensibilität?
Alles Liebe,
Tanja
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16 comments

    Ja.
    Ich kenne das alles und leide in gewisser Weise heute noch darunter.
    Ich werde auch schnell zornig, wenn alles zuviel wird. Die laut schimpfende Frau, die in einem vollen Einkaufszentrum irgendwann alle umrennt um raus zu kommen? Das bin ich.
    Der Gast, der immer lustig und spaßig ist, irgendwann aber immer stiller wird und für 15 Minuten auf der Toilette verschwindet, weil das Restaurant unbemerkt immer lauter wird? Das bin auch ich.
    Diese enorme Beobachtungsgabe hat mir mal bei Freunden den Spitznamen "das Orakel" eingebracht, weil Vorhersagen relativ einfach sind, wenn man auf die Details achtet, die sonst keiner sieht. In der Schule hieß es dafür nur, ich würde mich zu schnell ablenken lassen. Was insofern stimmt, da meine Konzentrationsspanne relativ kurz ist, da ich nicht nur die Informationen, die der Lehrer an die Tafel schrieb aufnahm, sondern auch noch alles was drumrum passierte. Dass ich ein visueller Lerntyp bin und zB Zahlen in meinem Kopf ganz von allein auch noch Farben und Familienstand und Biographie hatten, hat nicht grade geholfen.
    Wirklich besser geworden ist es seither nicht, da ich fast 24/7 zumindest leichte Schmerzen habe, bin ich noch deutlich reizbarer als früher.

    So, und jetzt genug mit dem Roman.

    Auch ich kann mein Mädchen in sehr vielen der angeführten Punkte wieder erkennen. Und ich muß gestehen, der Begriff "hochsensibel" erschreckt mich etwas…

    Ich kenne das von mir selbst und auch von meiner Schwester. Wir reagieren besonders auf Lärm und Hektik, sogar heute noch. Mein Freund kennt das Problem mittlerweile und reagiert entsprechend 😀 Mein Vater nannte mich damals schon sein kleines Sensibelchen. So sind wir halt 😉

    Ach, ich wußte nicht, dass es sowas gibt. Jetzt verstehe ich, warum ich selbst so anders Dinge wahrnehme als andere. Mir ist schnell alles zu laut und zu voll. Mein Umfeld sagt immer nur, dass ich empfindlich wäre. Habe mir sogar extra einen hörschutz anfertigen lassen, damit ich feiern gehen kann.

    Schön das du Hochsensibilität thematisierst. Ich war als Kind so und heute als Erwachsene teilweise auch noch. Große Menschenmengen und Lärm meide ich , ich bin gerne alleine , mag es wenn es sehr ruhig um mich herum ist , Urlaube stressen mich wahnsinnig, ich brauche mein gewohntes Umfeld und meine Gewohnheiten , Chaos und und unstrukturiertes Arbeiten im Job sind ein wahnsinniger Stressfaktor für mich weswegen ich meinen letzten Job gekündigt habe ….ach ja , viele Leute nennen es Macke , aber es steckt viel mehr dahinter.

    Ich kenne das auch von mir selbst. Lange wusste ich selbst nicht, warum mich vor allem Lärm so nervös bis hin zu Weinanfällen macht, dass ich z.B. bei Bauarbeiten im Haus ab einem gewissen Punkt gefühlt nur noch die Wahl habe zu flüchten, oder mir die Ohren zu zu halten und laut zu schreien. Vor einigen Jahren habe ich mich dann auch ein wenig in das Thema eingelesen, und seitdem verstehe ich mich besser. Komischerweise geht es mir da genau wie dir: ein voller Konzertsaal mit lauter Musik macht mir nichts aus. Dort fühle ich mich wohl. Aber unangenehme Gerüche oder Geräusche machen mir extrem zu schaffen, da kann es schon mal sein, dass ich das Blut in den Ohren rauschen und einen Dauerpiepton höre, wenn man sich in meiner Gegenwart auch nur anzickt. Ich denke, Hochsensibilität ist weiter verbreitet, als man denkt. Und sobald man "Bescheid weiß", wird das Ganze schon eine ganze Ecke leichter! Schön, dass du deine Große da so unterstützen kannst! 🙂

    Liebe Grüße,
    Magalie

    Ich pathologisiere gar nichts. Wieso fahren dann überwiegend viele Menschen gerne in den Urlaub? Erkläre mal jemandem wie dir offensichtlich, dass es für mich bedeutet tagelang vorher schlaflos zu sein, dort kaum Appetit zu haben, wenn ich länger weg bin. Weil es für mich purer innerlicher Stress ist. Genauso ist es für mich wahrer Stress und ich weiß nicht wohin mit mir, wenn ich meinen Mann zu einem Basketballspiel begleite. Andere Menschen da haben Spaß. Nach 3 Minuten dreht innerlich bei mir schon alles durch, weil es mir zu laut ist, mit zu vielen nicht harmonischen Geräuschen.
    Und zum Glück hat das nicht jeder normale Mensch.

    Woher willst du denn wissen ob ich Menschenmassen und lange Reisen nicht auch ätzend finde?
    Es gibt introvertierte und extrovertierte Menschen. Und ja, wie du schon sagst: es gibt Leute die haben Spaß an lauten Umgebungen und es gibt solche für die ist das Stress. Das gleiche mit Urlaub. Es gibt auch Leute die lieben Brokkoli und anderen wird schlecht wenn sie nur dran denken. Das muss man aber nicht überdramatisieren. Da ist doch nun wirklich nichts Besonderes dran.

    wenn du dies tun würdest, dann finde ich deine Reaktion hier sehr seltsam. Aber du hast deine Meinung und ich habe meine Meinung. Und davon mal abgesehen: es geht nicht um besonders. es geht um sehr sensibel.

    Mir geht es genauso mit dem ersten Drittel.
    Und ich kann viele Dinge nicht vergessen, Situationen oder Dinge die Gesagt wurden, beschäftigen mich manchmal über Wochen oder Monate hinweg.
    Einerseits ist es logisch, dass menschen unterschiedlich sensiebel für unterschiedliche Sachen sind. Ich reagiere zB extrem auf Gerüche. Obwohl ich Raucher bin, rieche ich viele Dinge lange bevor es andere tun oder die andere garnicht wahrnehmen.
    Andererseits tut es gut zu hören/lesen, dass es doch vielen Menschen so zu gehen scheint. Das erleichtert ein bisschen 😉

    Ich glaube Hochsensibilität läuft oft paralell mit dem Thema Introvertiertheit… sind beides sehr spannende Themen. Mich haben früher und manchmal sogar noch heute Sachen die passiert sind tage und nächtelang beschäftigt. Meine Mutter hat das damals überhaupt nicht verstanden warum ich mich so reinsteigere. Auch Lärm mag ich überhaupt nicht. Oder Handymusik bzw. Videos die am Handy laut abgespielt werden… solche Sachen machen mich so aggressiv und ich weiß einfach nicht warum das so ist. Ist doch verrückt!

    Mir ist schon früh beim Verfolgen Deiner Blogs/Instagramm, dass Du sensibel in vielerlei Hinsichten bist. Da ich an Astrologie glaube, schrieb ich das Deinem Sternzeichen zu. Auch wenn es mich nicht betrifft, wobei ich schon auch sensibel bin (Krebs-Aszendent), fand ich den Artikel sehr interessant und gut zu wissen. Vielen Dank!

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