[Leben] Plötzlich große Schwester – wenn ein Baby die Familie erweitert

Kürzlich erreichte mich eine Nachricht, ob ich nicht einmal etwas darüber erzählen könnte, wie es war, als die Große zur großen Schwester wurde. Da dieses Thema auch bei uns im Sommer wieder aktuell wird, dachte ich, schreibe ich es einfach hier auf dem Blog auf, statt in in einer einzigen E-Mail.

Mein großes Mädchen war während der Schwangerschaft zu klein, um wirklich zu begreifen, was da Neues auf uns zukommt, nichts desto trotz schauten wir gemeinsam thematisch passende Bücher an. Aber natürlich spürte sie dennoch, dass Veränderung in der Luft liegt. Sie war absolut auf mich fixiert, ließ sich von meinem Mann nur sehr schwer beruhigen und ich dachte nicht gerade selten: Wie soll das nur werden, wenn das Baby erst da ist? An eine komplette Neupositionierung habe ich in diesen Momenten gar nicht gedacht. Aber natürlich fand diese statt.

Die Entthronung durch ein Baby

Als unser kleines Mädchen geboren wurde, war die Große zwar sehr rührend im Umgang mit ihr, zeigte mir aber mehr oder weniger die kalte Schulter. Ab sofort war Papa ihr Fels in der Brandung und Ansprechpartner Nummer 1. Das war insbesondere im Wochenbett, total hormongesteuert, nicht sonderlich einfach für mich, aber es war in Ordnung, schließlich hat unsere Erstgeborene ohne mit der Wimper zu zucken die neue Situation so für sich angenommen und sich „einfach“ umorientiert. Es gab wenige Momente, wo sie Eifersucht zeigte. Genau genommen war es stets die gleiche Situation: Beim Stillen des Babys, wusste sie nicht wohin mit sich und suchte ganz stark meine Nähe, bzw. meine Aufmerksamkeit. Aber auch nur dann.

Insgesamt vergingen sicherlich gut drei Monate, bis sie gemerkt hat, dass ich immer noch ihre Mama bin und dies auch immer bleiben werde. Das sie genauso mit mir kuscheln kann wie zuvor, aber es da nun eben auch noch ein Baby gibt. Das was Familien oft beschreiben, dass der Zorn der Entthronung auf das Baby gelenkt wird, das kann ich von uns nicht bestätigen. Hier war ich die Person, die im Fokus ihrer Gefühlswelt stand, zum Baby war sie stets lieb.

Hilfestellungen wenn ein Baby in die Familie kommt?

Ich glaube es ist ganz hilfreich, nicht allzu blauäugig daran zu gehen und damit zu rechnen, dass nicht alles Neue mit Kusshand vom Erstgeborenen angenommen werden könnte. Heute sind wir ein unschlagbares Team, wo es manchmal wirklich heiß hergeht, was unsere Diskussionen angeht. Aber auch heute bin ich ihr „Objekt“, wenn sie traurig, wütend oder sauer ist. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Mutter-Tochter Beziehung, wie es bisher scheint. Aber das ist in Ordnung. Wir sind so stark verbunden, dass sie genau weiß, dass sie dennoch sehr geliebt wird.

Ansonsten haben wir auch versucht, sie einfach mit einzubinden. Beim Wickeln, durfte sie eine neue Windel angeben oder dem Baby einen Schnuller geben. Die Federwiege durfte noch mal angestupst werden.

Wie es wohl im Sommer sein wird?

Bei meiner kleinen Tochter kann ich nur erahnen wie es vielleicht sein wird. Habe ich ein fremdes Baby auf dem Arm, findet sie das gar nicht gut: „Das muss wieder zur Mama, du bist meine Mama“. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie im Gegensatz zur Großen damals, eher ablehnend gegenüber dem Baby reagieren könnte, als mir. Aber das ist reine Spekulation. Sie ist an sich eher ein Papakind, vielleicht wird er sie deswegen auch besonders gut auffangen können? Ich bin jedenfalls gespannt, was da im Sommer auf uns zukommen wird. Mittelkinder haben es da vermutlich auch nicht leicht. Die Großen bleiben immer die Erstgeborenen. Und die Jüngsten, werden immer die Jüngsten sein. Sie wird in der Mitte sein, mit einer großen Schwester die ganz vernarrt in kleine Babys ist. Nun muss sie nicht nur ihre Eltern teilen, sondern auch noch ihre große Schwester.

Aber eins steht fest: Sie ist für immer mein kleines Mädchen, schließlich wird das Baby ein kleiner Bub. Somit haben Beide ihr Alleinstellungsmerkmal.

Was habt ihr für Erfahrungen machen können?

Alles Liebe,
Tanja

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2 comments

    Unsere Große war 16 Monate, als die Kleine zur Welt kam und wir hatten wirklich überhaupt keine Probleme. Eine große Herausforderung war und ist es noch für 6 Wochen, dass ich die Woche über alleine war/bin, aber ich habe alles sehr gut gemeistert, denke ich. Ich habe die Große auch überall mit einbezogen. Sie durfte beim Wickeln helfen, die Flasche geben, sie streicheln und küssen, wann immer Sie wollte, auch wenn sie Leberwurstfinger hatte. Habe versucht, nicht allzu viel Nein zu sagen. Außer, als sie auf ihr saß und sie mir auf meine Frage, was sie da mache „Hoppe Hoppe Reiter“ antwortete *lach* Sie hat das echt toll gemacht. Nun wird die Große nächsten Monat 3, die Kleine ist nun 18 Monate und im Mai kommt ihr Bruder zur Welt. Sie küssen mein Bauch und streicheln ihn… Ich bin sehr gespannt, wie sie reagieren.

    Hi.
    Wir haben arbeiten zwar noch an Nummer 2 aber ich bin auch ganz gespannt wie es bei uns sein wird.
    Meine Tochter ist jetzt 18 Monate und wenn ich jetzt mal das Kind meiner Freundin auf dem Arm habe, verteilt sie direkt küsschen und möchte es auch mal halten. Ich hoffe das bleibt so , wenn es bei uns auch mal soweit ist.
    Und den dicken Bauch meiner anderen Freundin findet sie auch ganz interessant, wenn sich da was bewegt.
    Ich freue mich auf die Zeit, und hoffe dass wir nicht mehr allzu lange darauf warten müssen.

    Alles gute für euch weiterhin und viel Spaß mit den Kids 🙂

    Lena

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