[Leben] Schwangerschaftskolumne #1 – die ersten drei Monate – dieses Mal wird alles anders

Diesen Gedanken hatte ich zumindest, als sich der zweite Strich ganz vorsichtig auf dem Teststreifen zeigte, neben der riesengroßen Freude. Ich möchte bewusst mehr Rücksicht auf mich nehmen, möchte meine Hebamme dieses Mal auch schon während der Schwangerschaft mit einbeziehen. Warum? Das lest ihr heute, im ersten Schwangerschaftsupdate. Wenn ihr also Lust habt, mich auf der spannenden Reise zu begleiten, dann lade ich euch hiermit sehr herzlich dazu ein.

Dieses Mal wird alles anders

Die letzten beiden Schwangerschaften waren turbulent, geprägt von Ängsten und Sorgen. Auch jetzt habe ich das im Hinterkopf, dass es sein könnte, ich muss deutlich auf das Bremspedal treten. Aber ich habe gleichzeitig die Sorge, wenn ich mich mit der Angst zu sehr belaste, dass mir das erst Recht schaden würde. Also startet ein neues Kapitel, ein Neuanfang, ein Umdenken. Ich möchte sorglos, dennoch achtsam durch diese Zeit gehen, dieses Abenteuer bestreiten und wenn ich mal vom Weg abkomme, mich daran erinnern, was ich mir am Anfang versprochen habe: „Du hörst auf dich und dein Gefühl!

Die letzten beiden Schwangerschaften waren durch und durch von Medizin geprägt. Durch die Vorbelastung und die später entstandenen Sorgen, habe ich mich daran festgehalten, was vielen erst Recht Angst einjagt, mir aber Sicherheit geboten hat, da es mir vertraut ist: die Medizin. Der 99. Ultraschall (ich hoffe ihr wisst, ich übertreibe) ließ mich durchschnaufen (beim 1. Kind). Das ist der Grund warum ich mich dieses Mal mit von meiner wirklich tollen Hebamme auch durch die Schwangerschaft begleiten lassen möchte. Sie akzeptiert meine Meinung und ist nicht zu alternativ. Sie war schon bei den Mädchen meine Nachsorgehebamme und ich bin wirklich glücklich, dass sie mich auch jetzt begleiten wird. Sie strahlt so eine Ruhe aus und ist unwahrscheinlich lieb, außerdem vertraue ich ihr. Arztbesuche bleiben nicht aus, das möchte ich auch nicht, da bin ich gar nicht der Typ für. Aber eine gelungene Kombination halte ich für sehr sinnvoll.

Ich war übrigens kurz der Auffassung, als der zweite Strich auf dem Test erschien, dass ich dieses Mal nicht wissen möchte was es wird. Ich, Frau Neugier. Als ich dann aber das kleine Böhnchen im Schall sah und das Herzchen schlug, dachte ich nur, dass ich es doch wissen möchte, sollte man es irgendwann einmal erkennen. 😉

Und wie ging es mir so die ersten drei Monate in der Schwangerschaft?

Sagen wir mal so: Einen Test hätte ich ehrlicherweise nicht gebraucht, so schlecht war mir. Mein Einkaufsverhalten hat sich auch direkt angepasst und mein Mann wusste ebenfalls ohne Test Bescheid: Ich kaufte Käse. Nicht, dass ich dies sonst nicht tun würde, aber eben nicht ausschließlich. 😉 Das kam ihm doch sehr bekannt vor. Die Übelkeit hingegen ist neu und hatte mich die ersten Wochen klassisch morgens fest im Griff, was ich von meinen Mädchen hingegen gar nicht kenne. Da war es nur die starke Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen.

Außerdem hatte mich mehr oder weniger den ganzen Dezember eine starke Erkältung im Griff. Zuerst war es eine Bronchitis, die irgendwann überging in eine Nasennebenhöhlenentzündung. Ich sag euch, irgendwann reicht es wirklich. Entweder ich hatte Muskelkater vom Husten, oder Kopfschmerzen durch den Schnupfen. Da die Auswahl an Hilfsmitteln ja dann doch sehr eingeschränkt ist, habe ich vermutlich so viel Tee getrunken, wie schon lange nicht mehr und mindestens genauso viel inhaliert und Erkältungsbäder genommen.

Und wie geht es mir jetzt?

Jetzt ist diese Zeit angebrochen, in der ich nicht mehr diese bleierne Müdigkeit mit mir herumtrage und aktuell eigentlich nicht wirklich spüre, dass sich etwas ändert, mal abgesehen von den Knöpfen an meinen Hosen *hust*. Die wollen zwar zugehen, möchten aber im Laufe des Tages am Liebsten geöffnet werden. Ansonsten fiebere ich dem nächsten Arzttermin entgegen, um das kleine Würmchen zu sehen. Ich kann es manchmal noch gar nicht fassen. Und bevor von euch auch noch einer auf die Idee kommt mir zu sagen: „Ein Junge wäre nun aber auch mal schön, oder?“ Ja, das wäre es, genauso wie ein Mädchen. 😉 Neben der Frage, ob es geplant war, ist das nämlich die am häufigsten gestellte Frage

Ich kann noch gar nicht glauben, wie es wohl mit drei Kids sein wird, sehe aber meine Freundin und wie toll sie das meistert. Dann freue ich mich noch mehr auf den Sommer.

Alles Liebe,
Tanja

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8 comments

    Der Trend geht definitiv zum 3. Kind 😁ich drücke dir die Daumen dass alles so ruhig verläuft wie du es dir wünschst. Ich bin diesmal auch etwas gefasster, möchte diesen medizinischen Schein der in der 1. Schwangerschaft alles überschattet hat auch hinter mir lassen und höre absolut mehr auf mein Baugefühl. Dafür haben wir doch unseren Mama Instinkt 😉

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Tanja. Ich wünsche euch nur das Beste und bin gespannt was du sonst noch berichtest. Es ist immer spannend zu lesen, wie es anderen Schwangeren Mamis so ergeht, wenn man selbst gerade wieder brütet 😁
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Herzlichen Glückwunsch!
    „Musst“ du dann eigentlich direkt ins Berufsverbot?

    Ggf. für nächste Blogthemen:
    Wie haben die Mädels es mitgeteilt bekommen und aufgenommen?

    Wie wollt ihr es später machen?Alle 3 in ein Zimmer?

    Und wie ist es eigentlich jetzt, wenn eine mal nachts aufwacht und weint? Wird die andere dann geweckt? Sollte hier ein 2.es kommen, müsste das Zimmer auch geteilt werden. Meiner ist etwas jünger als deine Zweite. Da denke ich derzeit etwas drüber nach, wie das Zimmer teilen so funktionieren könnte….
    Lg Kerstin

    herzlichen glückwunsch zur neuen schwangerschaft! ich wünsche dir eine tolle, aufregende und beschwerdearme zeit!
    mein mann und ich haben uns das geschlecht nicht sagen lassen und stääändig war die reaktion: „das könnte ich nicht! da kann man ja gar nichts einkaufen!“ ich war irgendwann echt genervt.
    die frage, ob das geplant war, finde ich wahnsinnig distanzlos. wirklich dreist.
    alles liebe euch!

    Herzlichen Glückwunsch und eine entspannde Schwangerschaft, aber dein Plan klingt super, was soll da schiefgehen! 🙂
    Und zu deiner letzten Frage…boaaah wie frech! Schließe mich der Vorposterin an, das geht echt gar nicht… vll fragt man das die beste Freundin, wenn man Details kennt oder so aber so?! Unfassbar…

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