[Leben] Schwangerschaftskolumne – der achte Monat

Ich befinde mich aktuell in der 33. Schwangerschaftswoche und der 8. Monat ist somit gerade vorbei. Ehrlich gesagt verfliegt die Zeit gerade nur so, dabei habe ich doch gerade erst den Test gemacht, oder nicht? Zum ersten Mal gab es nun in der ganzen Zeit ein Ereignis,  welches mir doch Angst einjagte. Ich sah wieder das Prozedere auf mich zukommen, wie bereits bei der Kleinen. Mit ihr lag ich in der 29. Schwangerschaftswoche im Krankenhaus, um die Lungenreife zu erhalten, sowie Wehenhemmer.

Was war los?

Vor zwei Wochen ging ich abends schlafen und wurde von Wehen wach. Ich muss euch nicht sagen, wie sehr ich mich erschrocken habe. Mir ist bewusst, dass man Übungswehen haben kann. Ich kenne das aber nicht von den Mädchen. Wenn ich spürbare Wehen hatte, sorgten sie entweder für eine Befundverschlechterung oder aber sie führten zur Geburt. Wieder spürte ich sie nur im Rücken, wie sie massiv in die Beine ausstrahlten. Aushalten konnte ich sie nur, indem ich im Wohnzimmer umherlief. Es war mittlerweile 22:30, ich war hundemüde, organisierte in meinem Kopf schon, wie wir das mit den Kindern machen und ich wartete darauf, dass mein Mann von der Arbeit nach Hause kam. Nach einer sehr langen Stunde war der Spuk vorbei. Es waren auch keine regelmäßigen Wehen, was mich halbwegs beruhigte. Mein Mann war mittlerweile zu Hause und wir entschieden uns bis zum nächsten Tag zu warten, da dann sowieso eine reguläre Kontrolle morgens bei meiner Ärztin stattfinden sollte. Tatsächlich habe ich vor dem Arztbesuch meine Tasche fürs Krankenhaus gepackt. Ich hatte so ein schlechtes Gefühl, dass ich sie schon sagen hörte: Es tut mir leid, aber sie dürfen nun direkt weiter ins Krankenhaus. Erfahrungen prägen und die alten Sorgen sitzen eben  immer noch in meinem Kopf fest. Es ist nicht selbstverständlich für mich, dass bisher alles doch so gut läuft. Beim Arzt angekommen, war das CTG vollkommen ok. Was auch sonst? Das war es immer. Laut CTG hätte ich noch nicht eines meiner Kinder entbunden, da selbst die stärkste Wehe im Rücken nicht auf dem CTG angezeigt wurde. Dann folgte die Ultraschalluntersuchung und ich konnte es nicht glauben. Es war einfach alles gut. Diese Wehen, die ich am Vorabend hatte, waren schlichtweg wirklich nur Übungswehen und der Befund ist weiterhin mehr als gut. Ich weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber mir fielen kiloweise Steine vom Herzen. Ich habe mich wirklich schon im Krankenhaus gesehen. Vor Erleichterung musste ich tatsächlich im Auto erst einmal kurz weinen.

Und was gibts Neues?

Vor zwei Tagen fand eine erneute Kontrolle statt. Was soll ich sagen? Der Befund ist nicht nur gut, er verbessert sich sogar noch. Und ich bin sehr sehr froh, dass ich mich zu Beginn der Schwangerschaft gegen einen Muttermundverschluss entschieden habe, obwohl es mir von Seiten der Ärzte damals nach der Geburt der Kleinen bei einer erneuten Schwangerschaft dringend geraten wurde. Irgendeine Stimme in mir hat gesagt, dass ich das nicht brauche. Zu Mal auch dieser Eingriff, auch wenn er standardisiert ist, nicht ohne Risiko ist. Ich bin froh, dass meine Ärztin das genauso sah. Diese Entscheidung zu treffen war dennoch schwierig, da es nicht nur mich betrifft, sondern auch meine Kinder und meinen Mann. Aber umso schöner, dass wir Recht behalten sollten.

Der Kleine möchte sich nicht mehr zeigen und vergräbt sein Gesicht. Soll er es sich ruhig gemütlich machen, schließlich sind es ja noch ein paar Wochen, die es gilt zu überstehen.

Gedanken in Sachen Geburt

Die Gedanken an die Geburt rücken im Moment immer näher. Ich habe keine Angst davor, schließlich habe ich es schon zwei Mal geschafft, so viele andere Frauen auch. Mich sorgt eher das Unplanbare, was unsere Mädchen betrifft. Meine Wunschvorstellung wäre, dass die Kids morgens in den Kindergarten gehen und es dann irgendwann losgeht und wieder genauso schnell läuft, wie bei der Kleinen. Aber mal ehrlich? Wissen tut das vorher einfach niemand. Mir ist für mich einfach sehr wichtig zu wissen, dass unsere Mädchen Bestens versorgt sind, damit ich mich auch wirklich nur auf unseren Sommerjungen konzentrieren kann. Mit meiner Freundin in petto wird das auch bestimmt alles klappen. Aber ich bin eine Meistern im Sachen zerdenken. Ansonsten wünsche ich mir, dass es auch beim dritten Kind eine natürliche Geburt wird. Aber schlussendlich zählt nur eins: Das sowohl das Baby, als auch ich, alles gut überstehen. Egal auf welchem Wege.

Alles Liebe,
Tanja

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3 comments

    Es freut mich sehr, dass bei dir immer noch alles bestens ist! Aber das mit den Übungswehen war sicher ein Schreck, jedenfalls wenn man sonst andere Folgen von Wehen gewohnt war. Umso schöner, dass es bisher dieses Mal anders läuft. Ich drücke dir die Daumen, dass es so weiter geht! Ich darf Freitag wieder Baby gucken. 🙂 lg

    Das ist so schön dass alles gut ist. Meine beiden sind (viel) zu früh dran gewesen und Wehenhemmer und all das sind hier keine Unbekannten. Lass es dir gut gehen, jeder Tag und jede Woche mehr sind gut für euch beide.

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