[Leben] Warum das Familienbett für uns keine Einschränkung ist

Es gibt wohl kaum ein Thema, über das so oft diskutiert wird, wie das Thema Schlaf bei Kindern. Ich  habe hier bereits schon mal etwas darüber geschrieben. Aber ich habe nie so wirklich explizit über unser total flexibles Familienbett berichtet.

Familienbett Rougerepertoire

Bewusste Entscheidung Familienbett?

Das wir zum Teil ein Familienbett haben, das haben wir nie von Anfang an so beschlossen. Wir hatten ein Babybeistellbettchen gekauft, ich habe viel darüber gelesen, das Babys dann ganz nah bei einem sind aber immer noch ihren sicheren eigenen Platz haben. Ich würde nun eigentlich außen vor lassen, dass das Beistellbettchen schlussendlich mein erweiterter Nachttisch war, aber diese Information gehört irgendwie mit dazu. Die Große schlief nur auf oder an mir. Ganze 6 Monate. Zugegeben, das war anstrengend, alles andere wäre gelogen. Aber wisst ihr was noch anstrengender gewesen wäre? Wenn ich gar nicht geschlafen hätte und sie natürlich auch nicht, wenn ich mit Vehemenz und Willensbruch das Kind immer wieder in sein Beistellbettchen gelegt hätte. Sie brauchte Nähe und sie bekam sie. Das war der Startschuss für unser Familienbett. Im Artikel den ich euch oben verlinkt habe, könnt ihr nachlesen, dass die Jüngste im Bunde da ganz anders gestrickt war. War? Ja! Seitdem sie 1,5 Jahre alt ist braucht auch sie nachts Nähe.

In der Regel schlafen Beide in ihren Wolkenbetten ein. Aufwachen tun wir meistens gemeinsam in unserem Bett. Wir könnten natürlich auch den Elan besitzen, sie in ihrem Bett zum Weiterschlafen zu bewegen, aber dafür bin ich zu bequem und dafür ist mir der wenige Schlaf doch zu wichtig. Alle kuscheln und weiter gehts. So wild die Kinder in ihren Betten schlafen und so kurios sie da manchmal drinliegen, so ruhig schlafen sie weiter, wenn wir alle in einem Bett sind. Es gibt sicherlich auch Stimmen die sagen, dass sie nachts auch einfach mal eine Pause brauchen und nicht auch nachts noch permanent das Kind bei sich haben möchten. Den Gedanken kann ich nachvollziehen. Aber vielleicht haben genau diese Stimmen „Glück“ und ihr Kind teilt das gleiche Bedürfnis?

Achtsam mit Bedürfnissen im Familienbett umgehen

Und mal ehrlich: Was habe ich davon, außer sagen zu können, meine Kinder haben die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen, wenn ich davon nachts drei Mal eine halbe Stunde dafür sorgen musste, dass das auch so bleibt? Danach strebe ich nicht, mein Mann genauso wenig. Wie oft bin ich morgens in der Mitte meiner Eltern im Bett aufgewacht?

Wenn die Bedürfnisse so ausgelegt sind, ist das vollkommen in Ordnung. Und wenn jeder in seinem Bett schlafen möchte, was die Große immer öfter tut, auch ganz stolz bis zum nächsten Morgen, dann werden sie daran nicht gehindert, sondern unterstützt. Aber sie wissen: Es ist immer ein Platz für sie in unserem Familienbett. Problematisch würde es werden, wenn mein Mann und ich uns da uneinig wären, wenn einer von uns so keinen erholsamen Schlaf finden würde. Deswegen muss man immer wieder schauen, ob die Bedürfnisse gestillt werden – und zwar von allen Familienmitgliedern.

Familienbett Rougerepertoire Bett

Gerädert im Familienbett?

Und wie geht es mir an einem Morgen, nachdem wir alle in einem Bett geschlafen haben?
Gut! Ich kann viel entspannter schlafen, wenn ich weiß, jetzt sind die Zwerge sowieso hier und ich muss nicht mehr aufstehen, weil die Kurze gleich sowieso nach mir ruft, meistens genau um 01:20 Uhr.

Ich kann absolut verstehen, wenn das Jemand nicht so praktizieren möchte, wahrscheinlich haben die Kinder aber auch andere Bedürfnisse, oder die Eltern nehmen in Kauf eher nachts am Bett des Kindes zu sitzen, oder oder oder. Warum auch immer es andere Familien anders handhaben, dann ist das ihr Weg und das ist gut so. Unser Weg sieht so aus und das ist genauso gut. Ich wünsche mir bei diesem Thema mehr Offenheit und mehr Toleranz.

Das Thema Schlaf wird heißer gekocht als gegessen, oder wie sagt man das so schön? Findet den Weg, der euch allen den meisten Schlaf beschert und ihr mit neuen über Nacht gestrickten Neven den nächsten Tag wunderbar starten könnt. Wir sind flexibel und schlafen manchmal mit einem, manchmal mit zwei und manchmal mit keinem Kind im Bett. Aber die Möglichkeit besteht und macht es entspannt, da wir offen dafür sind.

Wie handhabt ihr das denn? Habt ihr ein Familienbett? Oder habt ihr die Sorte Kind zu Hause, die einfach ungestört in Ruhe schlafen möchte?

Alles Liebe,
Tanja

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6 comments

    Hier das Gleiche wie bei Euch. Familienbett war nicht geplant, aber die Kleine schlief nur mit Körperkontakt, alles andere wäre für beide Seiten Folter gewesen. Bis sie 2 Jahre alt war, hatte sie ihr eigenes Bett in unserem Schlafzimmer, schlief aber zu 80% in unserem Bett.
    Danach bekam sie ein eigenes großes Bett im eigenen Zimmer, welches sie sofort begeistert annahm. Jetzt ist sie 2 3/4 und die Nächte sind immer wieder unterschiedlich: manchmal kommt sie schon gegen Mitternacht zu uns gewandert, manchmal aber auch erst früh 6.00 Uhr. Unser Bett steht ihr immer offen und obwohl sie immer noch sehr viel körperliche Nähe braucht, kriegt sie das mittlerweile schon gut hin mit dem alleine schlafen. Es gab nie Druck von uns und das zahlt sich meiner Meinung nach jetzt aus.
    Aber wie Du auch schon schreibst, jedes Kind hat seine eigenen Bedürfnisse, deshalb würde ich nie von uns auf andere schließen !

    LG Evi

    Bei uns schläft ein Kind auch mit im Bett. Es war nicht so geplant, hat aber den Vorteil, dass er so jede Nacht durchschläft. Und das ist uns mit 2 Kindern mehr wert, als wenn er im eigenen Bett liegt und dort aber zigmal nachts wach ist (und wir ebenfalls). Und natürlich freuen wir uns drauf, das Bett irgendwann wieder nur für uns zu haben.

    Mein Kind will nicht bei uns schlafen. Er ist jetzt 2 und ein guter Langschläfer, wenn er mal nicht schlafen kann, hole ich ihn zu uns, aber es wird sich dann hin und her gewälzt und nach spätestens 1 Std sagt er „Mama Bett“ und zeigt auf die Tür.
    Das ist so, seitdem er Ca.1 Jahr ist

    Mein Sohn (4) hat noch nicht eine einzige Nacht in seinem Bett geschlafen. Weder bei mir noch bei Oma und Opa. Wir haben es von Anfang an genossen und tun es noch immer.
    Da der kleine Mann immer größer wird und wir noch ein zweites planen wird dieses Wochenende ein 3,20m Riesenbett gebaut in dem alle Platz Haben. Im Hochsommer zu dritt in 1,60m war dann doch manchmal sehr unangenehm.
    Ich bekam so eigentlich immer genug Schlaf, wenn nicht grad Zähne, Krankheit oder ein Entwicklungschub Thema waren. Und ich finde es wunderschön alle Menschen die ich liebe so dicht bei mir zu haben.

    Hier genauso. Die Kleine schläft eh noch bei uns und die Große schläft zwar immer mal wieder im eigenen Bett ein, wechselt dann aber meistens nachts zu uns.

    Hört sich ja genau so an wie bei uns! Es ist tatsächlich Wahnsinn, wie viel darüber in etlichen Foren oder Mütterrunden gestritten wird… dabei ist das natürlich eine ganz persönliche Entscheidung! Wir sind aber auch eher die vom bequemen Lager: Hauptsache Schlaf! Bei uns im Blog habe ich da auch mal was drüber geschrieben. Würde mich freuen, wenn Du mal vorbeischaust… Viele Grüsse!

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