[Leben] Wenn das Glück spürbar ist – das Gefühl wirklich komplett zu sein

Letzten Sonntag, am 1. Advent, da saßen wir Fünf gemeinsam beim Frühstück. Die erste Kerze wurde an unserem Adventskranz angezündet und der Geruch von Schwefel verflog gerade. Passend zum 1. Advent kam auch die Weihnachtsstimmung bei mir an, auch wenn ich weiß, dass der Dezember noch viele Termine bereithält und es durchaus auch stressig werden kann.

Echtes Glück

Die Mädchen erzählten, was sie alles an diesem Tag spielen wollten, mein Mann hätte vermutlich nichts gegen besinnliche Stille gehabt und ich hatte den kleinen Löwenjungen auf meinem Schoß. Die Kerze hatte seine volle Aufmerksamkeit und er konnte seinen Blick nicht von ihr lassen. Staunend kuschelte er sich an mich und mich durchfuhr so ein wohliges Gefühl. Ich kann mich noch so gut an genau diesen Moment mit unseren Mädchen erinnern und es war immer so etwas Besonderes. Ich dachte: Das ist Glück. Pures echtes Glück. Und ich wäre nicht ich, wenn ich dann nicht ein paar Tränchen vergossen hätte. Mein großes Mädchen fragte mich, warum ich denn weinen würde, ob ich traurig sei. Und ich erklärte ihr, dass man auch weinen kann, wenn man glücklich ist. Es waren Glückstränen.

Dieses Gefühl ist irgendwann wirklich da

Na gut, vielleicht wurde ich auch etwas wehmütig, weil mir wieder bewusst wurde, dass es wieder ein letztes Mal war. Ein letztes Mal sah eines meiner Kinder zum ersten Mal die Adventskerze. (Ich glaube euch sofort, wenn euch das hier gerade alles zu schwurbelig klingt, aber es ist dafür wieder einmal mitten aus dem Herzen.) Auf der anderen Seite ist es so schön, sich so angekommen zu fühlen. Ich hielt es ja wirklich lange für ein Gerücht, wenn mir Menschen erzählten, sie seien komplett. Ich habe mich immer gefragt, wie man das denn merken kann. Jetzt weiß ich: Man merkt das. Es ist einfach ein Gefühl und es ist einfach irgendwann da. Und für unseren kleinen Mann war ganz offensichtlich noch dieser Platz bei uns frei. Er komplettiert uns.

Glück bedeutet nicht, dass immer alles gut ist

Natürlich ist hier nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das war es auch nicht am gesamten 1. Advent. Darin besteht meiner Meinung nach auch nicht meine Definition von Glück. Aber wir wissen alle, dass wir uns haben, wir uns darüber sehr glücklich schätzen können und nun mehr sagen können: Wir Fünf, das ist wirklich unsere Familie – das sind wir, mit allen Höhen und Tiefen – komplett!

Alles Liebe,

Tanja

 

 

Facebooktwitterpinterest

[Leben] Vier Jahre! Geburtstagsbrief ans kleine Mädchen und leckere Kekse für Paw Patrol Freunde

Noch einmal schlafen und der Geburtstag unserer Zweitgeborenen ist endlich da. Sie freut sich so sehr und realisiert das dieses Jahr natürlich noch einmal ganz anders. “Mama? Wie oft muss ich noch schlafen?” Ihr kennt…

[Leben] das Leben als Mama – Gedanken

Wenn ich abends auf dem Sofa sitze und überlege, was ich eigentlich nicht geschafft habe, dann ist das an manchen Tagen recht viel. Denke ich aber dann darüber nach, was ich wiederum alles geschafft habe,…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.