[Leben] Warum ich mich auf die 30 freue!

Im Juli stehen dieses Jahr zwei ziemlich wunderbare Sachen an. Ich werde 30 und das dritte Kind wird unsere Familie komplettieren. 30 und drei Kinder, das hätte man mir mal vor 10 Jahren erzählen müssen.

Was war mit 20 anders als mit 30?

Aber wo stand ich da eigentlich? Das ist eine gute Frage. Noch vor neun Jahren, stand ich zumindest nicht immer auf meinen Füßen, auch wenn ich stets mein Bestes gab. Aber es gibt nun einmal Dinge, die einen umwerfen, einen zum Wanken bringen. Was war ich oft tanzen. Das mag für euch nicht negativ klingen, aber ich glaube das war mehr meine kleine eigene Musiktherapie. Meredith würde wohl sagen, sie muss es austanzen. Ich glaub so etwas Ähnliches war das auch. Aber das absolut Gute ist: die Welt dreht sich weiter. Sie wartet nicht auf einen, entweder man steigt ein und macht mit oder man ist raus. So wie der letzte Satz aus dem oben verlinkten Video, es mag pathetisch klingen, aber genau das war wichtig, sich das genauso vor Augen zu halten: „Er ist nicht die Sonne. Das bist du.“ Ich entschied mich fürs Einsteigen (was vermutlich nie wirklich zur Debatte stand, ich musste nur lernen loszulassen) und stehe nun da, wo ich heute bin. Zufrieden mit mir, dankbar für all das, was ich geschafft habe und gesegnet mit meiner Familie. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass da stets Gepäck mitreist, egal wohin ich gehe, ich aber so gefestigt bin, dass mich so schnell nichts aus der Bahn wirft.

Urheberrecht: marinart1/Shutterstock

30, ich freue mich auf dich

Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt bald 30 zu werden. Im Gegenteil. Ich glaube viel mehr, dass eine Lebensphase auf mich zukommt, in der ich mir auf die Schulter klopfen kann, zurückblicken werde und meinem „twentysomething Ich“ sagen würde:

„Du hast das gut gemacht. Es war gerade zu Beginn nicht leicht, wurde zwar immer besser und dann stand deine Zukunft plötzlich vor dir. Ich wünsche dir einfach noch mehr Gelassenheit, beiße dich nicht an Dingen fest, die du nicht beeinflussen kannst. Schmeiße Ballast über Board, investiere Zeit und Energie in Menschen, die es verdient haben und die das auch zu schätzen wissen. Du hast nicht immer alles richtig gemacht und solltest das Herz nicht immer auf der Zunge tragen, aber deine Offenheit, die musst du dir bewahren. Sei nicht so schnell eingeschnappt, stehe mehr über den Dingen und schaue auf das, was du geleistet hast. Lächle es weg oder tanze es aus. Musik gibts nicht nur in der Disco, die gibt es auch im Wohnzimmer.“

Schaue ich mich im Spiegel an, sehe ich keine Zahl. Ich würde, wenn ich könnte, sofort alle meine Sachen packen und auf ein Festival fahren. Nicht, dass ich glauben würde, mit 30 könne man das nicht mehr tun, versteht mich nicht falsch. Aber zuletzt tat ich das eben mit 20. Ebenso habe ich nicht das Gefühl, ich könne nur bestimmte Kleidung tragen, weil es mir eine Zahl vorgibt. Es ist schlussendlich eben einfach nur eine Zahl. Aber eine die ich mag, eine die mir sagt oder viel mehr das Gefühl gibt, dass ich angekommen bin. Angekommen bei mir und mit meiner Familie. Und das, das ist ein unfassbar schönes Gefühl.

Der Juli kann kommen, ich bin mehr als bereit dafür!
Alles Liebe,
Tanja

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[Leben] Baby Update #2 – Zwei Monate zu Fünft

Mein geliebter kleiner Löwenjunge, diese Woche wirst du zwei Monate alt und stellst unser Leben auf den Kopf. Gerade schläfst du im Tragetuch, während ich diese Zeilen schreibe. Dort bist du am Liebsten. Bei mir….

[Leben] Ich halte dich! Vom Baby bis zum Schulkind.

Gegen Abend bricht die Zeit an, hier ist es meist gegen 17/18 Uhr, wo man deutlich merkt, dass die Kinder anfangen, ihren Tag Revue passieren zu lassen. Besonders beim Abendessen. Wir sitzen zusammen, essen gemeinsam…

2 comments

    Danke für diese schönen Zeilen. Genau so hab ich das auch gesehen und meinen 30. in Paris mit meinem Freund und meinen Eltern gefeiert, ganz ohne große Party, die ich gar nicht wollte. Ich glaube das fällt einem mit 30 leichter als mit 20. Einfach das zu machen, worauf man Lust hat. Weil man sich einfach besser kennt als früher. Jawoll! In diesem Sinne. Komm ruhig…du nächste Zahl. Mir egal 😉

    Schön zj lesen, dass es auch Menschen gibt, die sich auf diese Geburtstage freurn und ihnen positiv entgegen blicken.
    Ich selber fand die 30 furchtbar und hätte mich an dem Tag am liebsten verkrochen.
    Ich war so gar nicht das, was ich mir immer für mich mit 30 vorgestellt habe. Nicht der Job den ich wollte, das früher immer gedachte Eigenheim in dem Alter unerreichbar, nicht stark und gefestigt, nicht das, was ich mir früher unter „Erwachsen sein“ vorgestellt habe, nicht angekommen.
    Jetzt ist die 40 nicht mehr soooo fern und auch diesem Geburtstag sehe ich mit grauen entgegen aber das ist ein anderes Thema.

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