[Leben] Geschwister – vereint und so unterschiedlich

Das Laufrad ist ein PR Sample von It-Kids

Als wir damals wussten, dass wir noch eine kleine Tochter erwarten, habe ich mir vorgenommen, dass ich die Beiden nie miteinander vergleichen möchte. Aber ein Bisschen mach man das wohl automatisch. Ich mache es zumindest nicht, um aufzuwiegen, wer was kann, wer was macht oder wer in welchem Alter bereits etwas Bestimmtes machen konnte.

Es ist absolut spannend anzusehen, wie unterschiedlich die Entwicklung läuft und wie sehr sie voneinander lernen und manche Eigenschaften an den Anderen abgeben und wiederum etwas übernehmen. Unsere große R. ist stets ein Mamakind gewesen, hat sich auch auf dem Spielplatz kaum von mir gelöst und musste stets Blickkontakt haben. Klein E. war hingegen, huch ja wo war sie denn als sie bereits laufen konnte? Rutschen? Friedlich im Sand, zufrieden mit einer Schaufel? Da war ich stets auf der Suche, so schnell wie sie woanders war, nie schauend, wo ich bin oder ob ich ihr hinterherlaufe.

Ein enges Band

Das Klettergerüst konnte nicht hoch genug sein, E. wusste sie schafft das schon irgendwie. R. hingegen war da viel vorsichtiger und man hat das Gefühl, dass das Band zwischen uns so eng ist, dass es von ihrer Seite aus keine Elastizität zulässt. Sie machte schon immer erst Sachen, wenn sie sich mehr als sicher sein konnte, dass es klappt. Das war beim Laufen lernen so, so war es auch bei diesem Klettergerüst. Und E.? Die war einfach oben und wusste nicht mehr wie sie runterkommen soll. Aber auch unser Band scheint zu funktionieren. Sie wusste, auch wenn sie nicht mehr runterkommt, ich bin da, ich passe auf sie auf. Auch wenn ich eigentlich der Meinung bin, man klettert da hoch, wo man auch alleine runterkommt. Aber wenn sie ohne Hilfe raufkommt, hinkt diese „Regel“ etwas.

Laufrad oder Fahrrad?

R. hat irgendwann beschlossen, dass sie Fahrrad fahren möchte. Wie oben erwähnt, sie macht erst Dinge, wenn sie davon ausgeht, dass sie das kann. Mit 3,5 Jahren setzte sie sich aufs Fahrrad und fuhr los. Ich frage mich, wie das in der Schule wird. Da wird dieses Konzept vermutlich nur schwer umzusetzen sein. Aber das wird sich zeigen. E. möchte nun auch Fahrrad fahren, allerdings schafft sie das mit 3,5 Jahren noch nicht. Sie fährt ganz hervorragend Laufrad, was ihre große Schwester hingegen erst kurz vorm Rad fahren wirklich lernte. E. fährt schon seit 1,5 Jahren Laufrad, aber unser wirklich kleines Laufrad kommt doch an seine Grenzen. Man muss schon eine Menge Fußarbeit leisten, gerade im Wald, damit die wirklich kleinen Räder rollen. Und weil eben nichts vergleichbar ist, zog für E. ein neues Laufrad ein. Wie sollte es auch sein, es ist blau. Nun kann sie leichter vorwärts kommen, es passt besser zu ihrer Größe und es ist schlicht und einfach schön. Irgendwann wird sich wohl ihr Bruder darüber freuen.

Das Fahrrad von Banwood bekommt ihr bei It-Kids, in vielen verschiedenen Farben.

Jedes Kind hat sein Tempo – nicht nur beim Laufrad fahren

So unterschiedlich meine Herzen auch sind, so schlagen sie sehr oft doch im gleichen Takt. Sie sind füreinander da, stehen füreinander ein (wenn sie nicht gerade den Anderen verpetzen) und kümmern sich rührend umeinander, wenn Mama oder Papa ihrer Meinung nach ungerecht waren.

R. kann sich nur selten alleine beschäftigen, E. hingegen war schon stets ein kleiner Eigenbrödler. Beim Laufrad fahren muss sie nicht vorne weg fahren oder sich an Wettrennen beteiligen. Sie hat ihr Tempo, möchte einfach ihr Ding machen. R. möchte Erste sein, die Nase als erste über die imaginäre Ziellinie stecken. Es sind von beiden Kindern Eigenschaften, die sie sich hoffentlich immer auf ihre Weise zu Nutze machen.

Jedes Kind hat sein Tempo, ob beim Laufrad oder Fahrrad fahren, ob beim Klettern oder Laufen lernen. Beim Essen und beim „loslassen“, beim trocken werden und bei ja bei was eigentlich noch? So ziemlich alles ist anders. Und das ist genau das Richtige.

Voller Liebe für meine Herzen,
Tanja

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