[Leben] Ich bin müde. Das ist ok! – Einblicke ins Leben mit drei Kindern.

Das Schöne an den ersten Wochen mit Baby ist: Man ist in seiner Babyblase. Honeymoon mit Baby sozusagen. Die Hormonausschüttung lässt uns schweben, ehm ich meine natürlich das Baby. Stündliches nächtliches Stillen? Anstrengend ja, aber nicht so schlimm. Kenne ich bereits von unserer Großen. Dann ist das Baby gern mal nachts 2-3 Stunden wach? Schon kritischer, aber hey, das Baby ist doch so süß. Ist also nicht so schlimm. Dann kann man einfach noch mal mehr kuscheln. Und dann kommt der Tag der Tage.

Tschüss Honeymoon und hallo Realität

Der Blick in den Spiegel verrät: Du schläfst eindeutig zu wenig. Der Öffnungsgrad der Augen verrät exakt das Gleiche. Wo waren noch mal die Streichhölzer, um die Augen offen zu halten? Da ist sie. Die Realität hat uns eingeholt. Ein Baby, ein Kleinkind und ein „Wackelzahnpubertierendes“ Kind.

Das Baby braucht viel Nähe, sonst schreit es.
Das Kleinkind braucht viel Aufmerksamkeit, sonst schreit es. 
Das Schulkind hat gerade sowieso immer Recht, ansonsten schreit es. 

Klingt anstrengend? Ist auch anstrengend. Aber eben auch einfach vollkommen normal. So toll die Mädels sich auch auf ihren Bruder eingelassen haben, so haben sie aber natürlich ihre eigenen Bedürfnisse. Sie möchten nicht mehrfach am Tag hören: „Warte kurz, ich muss gerade den Löwenjungen stillen, beruhigen, zum Schlafen bringen etc.“ Das Baby möchte aber auch nicht warten, sonst schreit es noch mehr, als schon mit voller Aufmerksamkeit und zwar ausdauernd. Ein Spagat, der vermutlich immer einer bleibt, nur irgendwann ist man eben trainierter. Ich muss eindeutig noch ins Sondertraining und an meinen Skills arbeiten, alles unter einen Hut zu bekommen.

Aber vor allen Dingen muss ich eins: einsehen und akzeptieren, dass es vollkommen in Ordnung ist zu sagen: Ja verdammt, ich bin müde. Und damit meine ich müde müde. Weil stündliches nächtliches Trinken, manchmal auch zweistündlich, das ist einfach anstrengend. Auch wenn man eigentlich sofort weiterschläft, aber geweckt wurde man dennoch. Nachts das Baby tragen und wiegen und besingen, wenn alle anderen Menschen schlafen ist auch anstrengend und macht müde. Schön ist immer das Gefühl, wenn man sich wieder mit dem Löwenjungen ins Bett kuscheln kann, weil er dann doch wieder eingeschlafen ist.

Piep piep piep!

Und dann piept die Realität schon wieder. Der Wecker fürs Schulkind klingelt. Wer schläft jetzt weiter? Das Baby. Also stehen die Mädels und ich auf, die Morgenroutine läuft und alles wird im Automatikmodus erledigt. Aber was mache ich dann mit dem schlafenden Baby? Ich kann euch eins verraten: Tagsüber ist liegend schlafen nicht denkbar, da funktioniert nur die Trage, wahlweise das Tuch. Schnapp ich mir morgens also den kleinen schlafenden Mann und kuschle ihn an mich ins vorgebundene Tuch, dürft ihr drei Mal raten, wer dann laustark protestiert. Hilft aber alles nichts. Irgendwie müssen wir dann alle dadurch.

Bedürfnisorientiert?

Ja, irgendwie schon. Aber eben nicht mal drei. Und auch das ist ok. Schließlich ist unser Löwenjunge nicht mal drei Monate alt, das Schulkind gerade erst eine Woche in der Schule. Das wird sich alles einpendeln, irgendwann. Vielleicht bin ich dann auch nicht mehr so müde?

Versteht diesen Text nicht als Beschwerde, denn das ist so nicht gedacht. Viel mehr möchte ich euch sagen: es ist irre, was man alles mit Baby schafft. Kein Wunder, dass man irgendwann müde ist, oder? Seid stolz auf euch.

Alles Liebe,
Tanja

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