[Leben] Manchmal muss man Fünfe gerade sein lassen – für mehr Gelassenheit im Alltag mit Kindern

Es gibt da dieses Grundgerüst an Regeln, die wir als Familie haben. Ich habe das in einem älteren Post mal beschrieben und es mit einem Boxring verglichen, der ebenso elastische Grenzen hat. Aber an manchen Tagen helfen die bewährtesten Regeln nichts und man befindet sich irgendwann in diesem Kreislauf aus Schimpftiraden und Neins. Das Kind muss einen nur schief angucken und ihr werdet es sicherlich kennen, sie wissen genau, welche Knöpfe sie dann noch drücken müssen, damit man so richtig an die Decke geht und man immer unglaubwürdiger wird. Vor allen Dingen dann, wenn man sich mit vielen „wenn…., dann… Sätzen“ wiederfindet und Konsequenzen androht, die kein Bisschen nachvollziehbar sein können und auch in keinem Zusammenhang mit der akuten Situation stehen.

Empathie, Augenhöhe und Geborgenheit

Das sind Tage, an denen man abends komplett fertig aufs Sofa fällt, man genau weiß, man hat sich nicht mit Ruhm bekleckert und das schlechte Gewissen klopft an, weil alles fehlte, was fehlen kann: Empathie, Augenhöhe und Geborgenheit.

Es gab vor einiger Zeit so einen Tag. Er begann mit Motzen und Jammern und alles war sowieso falsch. Ich überlegte, warum mich das jetzt so massiv störte. Ich war selbst gerädert und müde. Gerade in solchen Momenten rutschen die Neins viel schneller raus. Dabei macht man es sich damit nicht leichter und mal davon abgesehen, sind die Neins auch oft Quatsch. Also fing ich an zu überlegen, was mir persönlich dieses Nein bringt. Geht es hier nur darum zu zeigen, wer den Ton angibt? Es gibt feste Neins, aber es gibt genauso viele Momente, wo man Fünfe gerade sein lassen kann und einfach mal über seinen Schatten springen kann. Warum sollten sie morgens um halb 7 nicht mit Knete spielen?

Urheberrecht: PhotoUG/Shutterstock

Begegnen auf Augenhöhe

Nur weil ich keine Lust habe, dass danach die Knete auf dem Boden rumfliegt und sich so fies festtritt? Warum habe ich dann Knete zu Hause? Warum sollten sie morgens am Wochenende nicht schon eine Süßigkeit naschen dürfen? Weil man das nicht so macht? Stimmt. Und warum nasche ich dann manchmal „heimlich“ was Süßes ohne dabei auf die Uhr zu gucken? Es gibt diese Tage, an denen es nicht darum geht alles durchgehen zu lassen, aber es eben mit Sicherheit auch nicht darum geht den Mutter Award des Jahres zu bekommen, weil man sich fest an alles gehalten hat, was man sich selbst mal auferlegt hat. Als würde einem dafür einer auf die Schulter klopfen. Viel mehr geht es doch um das Grundgerüst, was erhalten bleibt und nicht umsonst elastische Grenzen da sind. Wer sagt, dass sie nur für Kinder sind? Genauso für uns Eltern. Für ein harmonisches Miteinander und ein Begegnen auf Augenhöhe. Schließlich sind unsere Kids keine kleinen Wichtel, die es gilt im Alltag zu besiegen. Viel mehr sind sie unsere sichtbar gewordene Liebe, für die wir durchs Feuer gehen würden. Warum also im Alltag über Lappalien diskutieren?

Also, knuddelt eure Kids und vergesst nicht: Sie sind Kinder. Keine kleinen Erwachsenen.

Alles Liebe,
Tanja

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