[Leben] Ich halte dich! Vom Baby bis zum Schulkind.

Gegen Abend bricht die Zeit an, hier ist es meist gegen 17/18 Uhr, wo man deutlich merkt, dass die Kinder anfangen, ihren Tag Revue passieren zu lassen. Besonders beim Abendessen. Wir sitzen zusammen, essen gemeinsam und ohne nachzufragen „Wie war euer Tag“, sprudelt es ganz alleine aus ihnen heraus. Was war schön, worüber haben sie sich geärgert?  Dann reden wir darüber. Aber nicht nur die Kinder reden darüber, auch wir Erwachsenen und ein reger Austausch entsteht.

Das Alter spielt keine Rolle.
Der Tag muss verarbeitet werden

Nun ist aber auch unser Sommerjunge mit dabei. Und auch er möchte sich am Abend austauschen. Klingt komisch? Nein, Babys haben schon sehr viel zu sagen. Sie kommunizieren sehr ausgeprägt durch ihre Körpersprache. Und wenn nicht gerade die Gesichtskirmes (danke Frau Raufuß, ich muss das jetzt übernehmen) unseres Nesthäkchens zu beobachten ist, dann weint er vielleicht auch. Also arbeitet man die klassische Liste ab: Hunger? Windel voll? Bauchschmerzen? Wenn es nichts von alledem ist, dann möchte er vielleicht einfach nur gehalten werden. Getragen, viel Körperkontakt und die Stimme seiner Herzmenschen hören. Also erzähle ich ihm, dass ich da bin, dass wir alle für ihn da sind und summe ihm ein Schlaflied. Manchmal reicht das. Und ich vergleiche es hier einmal mit dem Austausch mit unseren großen Kindern beim Abendbrot.

Doch manchmal reicht es weder beim Jüngsten ihn zu bekuscheln, noch bei seinen Schwestern, wenn wir uns über unseren Tag unterhalten. Es gibt Tage, bzw. Abende, da muss mehr her und gleichzeitig doch so wenig. Da Bedarf es keiner Worte, da müssen nur die schützenden Arme her. Besonders in Zeiten, wo die eigene kleine Welt zu wanken beginnt. Sei es beim Baby, weil es schon wieder einen Entwicklunggsschritt macht, oder bei der Kleinen, weil sich für sie durch den Kindergartenabschied der Großen Einiges ändert oder eben für unsere Erstgeborene, weil der Schritt in die Schule bevorsteht. Gerade sie schläft abends aktuell sehr schwer ein und viele Fragen kommen immer wieder hoch. Die Kleine, die keine Umarmung möchte, sondern einem die Hand reicht, die gehalten werden soll. Und das Baby, dass gestillt werden möchte und damit so viel Nähe tankt, wie es nur möglich ist.

Ich halte dich. Ich bin für dich da.

Und allen Kindern sage ich das Gleiche: Ich halte dich und ich bin für dich da. Und irgendwann schlafen sie alle ein, manchmal mit einem Schluchzen und manchmal mit einem Lächeln. Aber nie sind sie mit ihren Sorgen alleine. Je nachdem wie ausgeprägt so ein Abend verläuft, ist es natürlich auch nicht immer leicht für einen selbst, aber wir können nicht die Sorgen unserer Kinder übernehmen, wir können sie nur annehmen, da sein und sie mit aushalten.

Alles Liebe,
Tanja

 

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