[Leben] >Gastpost< Beikost - BLW oder Brei?

Nachdem der letzte Gastpost von Caro zum Thema Stoffwindeln so gut bei euch angekommen ist, gibt es nun erneut einen. Anna greift heute das Thema BLW (Baby Led Weaning) und Brei auf. Bei uns lief es übrigens genauso wie bei ihr ab, ich habe bisher nur noch nichts darüber geschrieben. 😉


Anna BLW

Ich heiße Anna, bin 32 Jahre alt und Mutter eines fast 2-jährigen Sohnes. Einige von euch kennen mich eventuell noch aus meiner aktiven Zeit bei Twitter oder von Instagram (annaannannanas).

Unser Weg der Beikosteinführung

Vorab möchte ich sagen, dass ich keine Expertin oder Ernährungswissenschaftlerin bin, ich berichte lediglich von dem Weg, den wir bei der Beikost Einführung gewählt haben. Und nur, weil es für uns so funktioniert hat, heißt das natürlich nicht, dass es so für jeden passt. 

Wir haben schon mit 4 Monaten gestartet, da unser Sohn sehr großes Interesse am Essen und an Nahrungsmitteln zeigte. Vor dem Start sollte man jedoch unbedingt die Reifezeichen des Babys beachten:

– das Kind kann (mit leichter Unterstützung imRücken) aufrecht sitzen
– das Kind zeigt Interesse am Essen von anderen
– der angeborene Zungenstreckreflex, der feste Nahrung aus dem Mund befördert, ist verloren gegangen
– das Kind ist in der Lage, nach Nahrung zu greifen und in den Mund zu stecken
– das Kind zeigt deutlich wenn es satt ist: es dreht sich weg oder wehrt ab

Anstatt sich hier also nach starren Altersangaben zu richten, steht das Kind mit seiner individuellen Entwicklung im Vordergrund. 

Also fing ich an Brei zu kochen, einfach, weil es bis heute noch die gängigste Methode zur Beikost-Einführung  in Deutschland ist. Am Anfang klappte es erst ganz gut, ein paar Löffel landeten unter freudigem Geschmatze im Mund, der Rest mehr auf dem Kind oder daneben. So ging es ein paar Wochen, bis ich merkte, dass mein Sohn immer unzufriedener wurde, sobald es ans Essen ging.
Zwar zeigte er großes Interesse, aber nicht für den Brei. Also was tun? Ich wollte ihn auf keinen Fall zwingen, damit er nicht so früh negative Erfahrungen macht.

BLW? Was ist das?

Um eine Lösung zu finden, begann ich im Internet zu recherchieren und erzählte Freunden und Bekannten von meinen, bzw. unseren Erfahrungen. Eine Freundin brachte dann „BLW“ ins Spiel.

Bei BLW handelt es sich um „Baby Led Weaning“, zu Deutsch: Kind gesteuerte Beikost-Einführung
Das Kind bestimmt also selbst, was und wie viel es isst.

Erst vor einigen Jahren wurde der Begriff BLW irgendwo in Amerika geprägt. Davor gab es dafür keinen Begriff. Wenn ihr aber mal eure Eltern oder Großeltern fragt, werdet ihr merken, dass das früher der völlig selbstverständliche Weg war, sein Kind zu ernähren. Erst im Zuge der Industrialisierung und dem Vormarsch der Fertigprodukte wurden Brei und Gläschen zum „Trend“.
Und die Eltern bieten dem Kind das Essen in seiner ursprünglichen Form an. Natürlich nicht eine ganze Karotte, aber zB gedünstete Karottensticks. Auch Pastinake eignet sich gut zu Beginn. Aber auch ein gegartes Brokkoli-Röschen ist eine tolle Erfahrung.

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Nach und nach kann dann das Repertoire erweitert werden oder es werden verschiedene Gemüsesorten kombiniert. Auch gegarte Nudeln eignen sich, ebenso Obst und auch Brot. Bei sehr harten Obst- und Gemüsesorten empfiehlt es sich, diese vorher zu garen, zB bei Apfel, Karotten, Kürbis, etc. Da unser Sohn schon einige Wochen Beikost Erfahrung hatte, fing ich an, gekochte Sternchennudeln in den Brei zu geben, um einen Übergang von Brei zu fest zu schaffen. Dies klappte gut und sein überraschter Blick beim ersten Probieren war buchstäblich köstlich. In der nächsten Zeit probierten wir viel aus, bzw. ließen das Kind ausprobieren, was ihm schmeckt. Brot (noch ohne Rinde) mit Frischkäse war ein Hit, ebenso Nudeln mit Tomatensauce. Aber auch breiige Sachen wie Milchreis wurden begeistert mit allen Sinnen erforscht. 

Nach ca. einem Monat hörte ich auf, extra zu kochen, sondern nahm für unseren Sohn vor dem Würzen etwas von unserem Essen beiseite. Das funktionierte sehr gut und der Kurze war begeistert, wenn er „das Gleiche“ wie Mama und Papa essen durfte. Schnell stellte sich aber heraus, dass er es gerne würzig mag, Tzaziki und Guacamole gehören definitiv zu den Leibspeisen… Also begann ich langsam damit, sein Essen ebenfalls zu würzen. Mit ca. 1 Jahr aß er dann exakt unser Essen mit und wer es noch würziger haben möchte, darf gerne nachwürzen. 

Zum Frühstück oder als Snack habe ich auch häufig mal Mini Muffins, Smoothies oder Gemüse-Waffeln gemacht. Das ist super einfach und erfordert nicht viel Kochtalent.

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Wichtig war mir, dass wir ihm vorurteilsfrei auch Lebensmittel anbieten, die wir selbst nicht mögen. So mag ich zB keine Banane oder verzichte auf Fleisch. Unser Sohn aber bekam und bekommt stets die Möglichkeit, alles zu kosten. Bananen mag er trotzdem nicht.

So klappte es für uns wirklich prima mit der Beikost Einführung und es war für alle stressfrei. Mein Sohn gehört zwar eher zu den wählerischen Essern, aber das was er isst, isst er mit Freude und Genuss.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick zum Thema BLW verschaffen, aber wie gesagt, ich berichte nur über unseren Weg und meine persönlichen Eindrücke.

Für weitere, gute Informationen kann ich euch zB sehr den Blog von Susanne Mierau empfehlen. Sie schreibt sehr schön über das Thema. Außerdem hat sie auch ein Buch zu der Thematik verfasst, das findet ihr hier

Rezept für BLW Muffins

Nun habe ich noch ein Rezept für euch für kleine Baby Muffins, die toll zum Frühstück oder auch als Snack passen.

Muffins BLW Kleinkind

Zutaten:

75 Gramm weiche Butter oder Margarine

1 Prise Salz

3 Eier

175 Gramm Mehl, ich nehme gern Dinkelmehl

½ Paket Backpulver

125 Milliliter  Milch

Wer mag, kann etwas Vanille dazugeben.

Optional kann auch ein geriebener Apfel dazugegeben werden.

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 °C vorheizen und ein Muffinblech (wer hat, kann gut ein Minimuffinblech nehmen) mit  Papierförmchen auslegen oder mit wenig Butter fetten.

Zuerst alle feuchten Zutaten mit einem Mixer oder Schneebesen verrühren. Mehl, Backpulver und Salz verengen und zügig unterrühren. Den Apfel erst zum Schluss reiben und dazugeben, dann wird er nicht so braun.

Den Teig in die vorbereiteten Förmchen in den Ofen geben und ca. 15-20 Minuten backen. Die Backzeit variiert je nach Ofen etwas, daher macht am besten die Stäbchenprobe mit einem Schaschlikspieß, wenn kein Teig am Spieß klebt, sind die Muffins fertig.

Die Muffins aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen!

Alles Liebe

Anna

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