[Leben] Loslassen und Flügel schenken – mein Vorschulkind

Als ich bei Super Mom Berlin einen Artikel über ihre Tochter gelesen habe, anlässlich ihres 6. Geburtstages, fand ich darin meine Große wieder. Jette nannte ihre Erstgeborene Testhäschen und ich nickte halb grinsend und mit einer Träne im Auge, weil es den Nagel ziemlich genau auf den Kopf trifft.

Die Ungewissheit vor einer neuen Zeit mit meinem Vorschulkind

Im Moment wird mir ganz schwer ums Herz, wenn ich darüber nachdenke, dass ich sie bald ein Stück mehr loslassen muss, es nicht mehr diese geschützte Umgebung gibt, wie noch im Kindergarten, wo es diesen Türcode gibt, den nur wir Eltern kennen, damit wir unsere Kinder abholen können. Dort wo es Erzieher gibt, die mein Kind morgens ansehen und anhand ihres Gesichtsausdrucks erkennen, wie sie sie heute am Besten in Empfang nehmen. Da wird es der große Schulhof sein und ich muss darauf vertrauen, dass mein Kind nicht mit Fremden mitgeht und wartet, dass ich sie abhole und mir hoffentlich noch genauso voller Enthusiamus wie jetzt von ihrem Tag erzählt und darauf hoffen, dass sie eine/n tolle/n Lehrer/in bekommen wird.

Blicke ich zurück, erinnere ich mich sehr positiv an die Grundschule

Doch wer sagt, dass sie in der Grundschule nicht mehr geschützt ist? Erinnere ich mich an meine Grundschulzeit, dann denke ich an eine warmherzige Lehrerin, die einen auch mal in den Arm genommen hat, wenn man vor lauter Verzweiflung drohte zu platzen. So Jemanden kann man sich nur an seiner Seite wünschen. Und glaubt mir, es gab eine gesunde Mischung. Ich fühlte mich dort stets gut aufgehoben und ich wünsche mir sehr, dass es meiner Tochter ebenso ergehen wird.

Die ersten Male mit einem Kind – mit unserem jetzt Vorschulkind

Sie wird die Erste von unseren drei Kindern sein, die diesen Schritt geht. So wie sie die Erste gewesen ist, die wir im Kindergarten eingewöhnt haben oder sie die Erste war, mit der wir gemeinsam schaukelten. Sie war die Erste mit der wir Fahrrad fahren übten, Purzelbäume machen oder Pusteblumen zu pusten. Aber nun steht ein neuer großer Schritt bevor und sie brennt innerlich dafür und kann es kaum erwarten. Sie hat keine Angst vor dem Ungewissen was auf sie zukommt und sie ist voller Mut.

Wenn ich sie mir so anschaue, dann staune ich, wie groß sie geworden ist und mit was für einem gütigen Blick sie durchs Leben geht. Das macht mich wahnsinnig stolz. Ich wünsche mir sehr für sie, dass sie diesen Blick behält und ebenso die Freude daran zu lernen und es auch niemand in der Schule schafft, ihr das zu nehmen.

„Weißt du Mama, worauf ich mich so richtig freue, wenn ich in die Schule komme? Dann lerne ich richtig lesen. Und dann kann ich meiner Schwester und dir eine gute Nacht Geschichte vorlesen, so wie du das sonst immer machst.“ 

Mein Blick sprach danach Bände und ich musste mir die feuchten Augen doch schnell mal trockentupfen.

Helft ihnen beim Fliegen, aber reicht stets eine Hand

Alles was wir machen können, ist unseren Kindern das Gute aufzuzeigen und vorzuleben. Wir sollten ihnen Flügel schenken und keinen Ballast der sie am Boden hält. Alles Andere haben wir nicht in der Hand. Ich vertraue darauf, dass unsere enge Bindung helfen wird, dass wir Beide stets ein Bisschen mehr loslassen können, mit dem Wissen, dass da stets eine ausgestreckte Hand sein wird.

Wie geht es euch baldigen Schulkindeltern denn?

Alles Liebe,
Tanja

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